Liechtensteinisches
Urkundenbuch
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Regesten: 1417-1420

1417

Ein nicht näher bezeichneter Herr von Brandis kommt beim Versuch, ein paar mit Schiesspulver gefüllte Fässer aus dem in Brand geratenen Turm der Schattenburg in Feldkirch zu retten, ums Leben.

Lit.: Längle, Feldkirch, S. 88.

7. April 1417

Bischof Johannes III. von Chur bestätigt dem Hans v. Richenstein, dem Sohn des Wilhelm v. Richenstein und der Anna v. Unterwegen, den diesem am 7. Sept. 1412 von Bischof Hartmann verliehenen Zehnten im Triesner Kirchspiel unter dem Walde.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur (BAC) – Signatur: BAC, 7. April 1417 – Or. (Pg.) – Regest: Büchel, Pfarrei Triesen, S. 37.

24. Juli 1417

Graf Hugo (VII.) von Werdenberg-Sargans lässt in einem vor Gericht gezogenen Streitfall wegen Pferdediebstahl in Vaduz und in Forstegg, dessen er einige Bürger von St. Gallen bezichtigt, seine Anschuldigung fallen, nachdem diese ihre Unschuld beteuert und die gegen sie vorgebrachte Anklage zurückgewiesen haben.

Archiv: Stadtarchiv St. Gallen – Signatur: StadtA St. Gallen, Tr. XXX,24 – Or. (Pg.) – Druck: UB St. Gallen V, 2702 (Auszug) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

5. August 1417

König Sigismund verleiht dem Wolfhart [V.?] von Brandis die Hochgerichtsbarkeit über die Herrschaft Blumenegg.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien, RR. F fol. 49 [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A III, 71 (III)] – Abschr. – Druck: Thommen a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.; Reg. Imp. XI/1, 2505, S. 177.

6. August 1417

Margaretha, die Frau des verstorbenen Heinz von Gutenberg, sowie ihre Kinder Heinrich, Hans und Elsbeth empfangen vom Kloster St. Luzi in Chur die obere Guflina gegen einen jährlichen Lehenszins von 10 Schilling zu Erblehen. Anstösser: Heinz Richenhalt, Christa Kaufmann, Jörg von Baldegg, der junge Hilbi, das Gut Muntatsch und die Troinen. Wolf[hart] [V.?] von Brandis, der jung Herr zu Vaduz, siegelt die Urkunde.

Archiv: Archiv St. Luzi (Chur) – Signatur: A St. Luzi (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Kaiser/Büchel S. 339] – Regest: Büchel, Pfarrei Triesen, S. 18, 156; Kaiser/Brunhart 1, S. 338 (306).

13. Oktober 1417

Wolfhart von Brandis bestätigt dem Klarissenkloster Valduna in Rankweil die von seinem verstorbenen Stiefbruder, dem Churer Bischof Hartmann, für sich und ihren verstorbenen Bruder Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans gemachte Jahrzeitstiftung, die auch für ihn selbst, seinen Sohn Wolfhart und ihre beiden Ehefrauen abgehalten werden soll.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA Bregenz, 4744 (Kloster Valduna) – Or. (Pg.)  – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Morel, Reg. Einsiedeln 651; Krüger, 780.

4. September 1418

König Sigmund verleiht auf Bitten des Churer Dompropstes Rudolf [VII. (IV.)] von Werdenberg-Sargans und seiner Brüder Hugo [VII. (II.)] und Heinrich [IX. (II.)] die durch Erbschaft von Heinrich [V. (I.)] von Werdenberg-Sargans an sie gelangten Reichslehen, die Grafschaft Vaduz und Götzis im Wallgau, und bestätigt ihnen alle damit erworbenen Rechte.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien, RR. G fol. 14 [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A III, 91 (III)] – Abschr. – Druck: Thommen a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

7. November 1418

König Sigmund verhängt auf Klage Albrechts Thummen die Reichsacht über Wolf von Brandis.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien, Achtbuch König Sigmunds fol. 14v [zit. n. Reg. Imp. XI/1, 3694, S. 259] – Eintrag – Regest: Reg. Imp. a. a. O.

1418

Adelheit Kömin von Feldkirch verkauft für 60 Pfund Pfennig ihrem Oheim Hans Kobler einen Hof in Sennwald zu Angstisriet, von welchem ein Scheffel Korn dem Herrn von Sax, 41/2 Schilling Pfennig dem Pfarrer zu Bendern und Sennwald und 21 Pfennig der Pfarrkirche St. Gallus in Sennwald gehen soll.

Regest: LUB II (cg) n. Büchel, Pfarrei Bendern, S. 12f. – Lit.: Büchel a. a. O.

9. Januar 1419

Wolfhart von Brandis vereinbart mit Zustimmung des Abtes Burkhart von Einsiedeln als sein Lehensherr der Vogtei über das Kloster St. Gerold  mit den dazu gehörenden Gotteshausleuten, dass diese ihm künftig 29 Pfund Pfennig Vogteisteuer bezahlen sollen, wogegen er ihnen verspricht, dass diese Abgabe in Zukunft nicht erhöht werde.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, 4622 (Kloster St. Gerold) – Or. (Pg.) – Druck: Documenta archivii Einsidlensis ... Bd. 3 (1695), S. 43f., Nr. 28  – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Morel, Reg. Einsiedeln 654.

6. Februar 1419

Hans von Bonstetten, Vogt zu Vaduz, beurkundet, dass Claus Bunner am Triesnerberg vom Kloster St. Luzi in Chur das zu dessen Kapelle in Triesen gehörige Gut Parsüla am Triesnerberg gegen einen jährlichen Zins von 7 Schilling zu Lehen erhalten habe.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, Schä U6 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Kaiser/Brunhart 1, S. 338 (306f.) (mit irriger Lesart); Schädler, Reg. Urk. Sammlung, 6 (mit falschem Datum und irriger Lesart) – Lit.: Büchel, Pfarrei Triesen, S. 19 (mit irriger Lesart) – Abschrift: PfA Be, A.57/26.

23. März 1419

Abt Burkard von Einsiedeln gibt dem Wolf[hart V.?] von Brandis die Vogtei zu Friesen (St. Gerold) zu Lehen. (Burkards Abschriftenbuch)

Regest: Morel, Reg. Einsiedeln, 657; Kaiser/Brunhart 1, S. 338 (307).

23. September 1419

Wolfhart von Brandis entscheidet zusammen mit den beigezogenen Hans von Bonstetten, Friedrich von Huwenfluo, Albrecht Vaistli von Vaduz, seinem Ammann Haintzmann Siegler und Hans Butsch von St. Gerold die zwischen den Dorfbewohnern von Bludesch und Thüringen einerseits und den Bergleuten zwischen Falster- und Werlistobel andererseits herrschenden Weidekonflikte, legen die Weidezeiten und Weideberechtigungen fest, verbieten den Bau weiterer Hofstätten am Bludescher- und Thüringerberg ausserhalb des Falstertobels und räumen den Bewohnern am Schgaserberg das Schneefluchtrecht auf tieferliegende Gebiete ein..

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, 4890 (Reichsherrschaft Blumenegg) – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg).

5. November 1419

Ulrich Grabser und seine Frau Ursula Ott von Thüringen verkaufen mit Zustimmung von Haintzmann Siegler, Ammann der Herren von Brandis im Walgau, dem Klarissenkloster Valduna in Rankweil für 20 Pfund Pfennig einen auf ihren eigenen Gütern in Thüringen gelegenen Jahreszins von einem Pfund Pfennig.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, 7573 (PfA Thüringen) – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg).

25. Mai 1420

Wolfhart [V.?] von Brandis beurkundet, dass Haintz Mörli und seine Frau Elsbet dem Feldkircher Bürger Klaus Stoss einen auf ihren eigenen Gütern in Triesen gelegenen Zins verkauft und versprochen haben, diesen durch Erbfall an das Kloster St. Luzi in Chur gelangten Zins künftig dorthin abzuliefern.

Archiv: Pfarrarchiv Bendern – Signatur: PfarrA Be, U3 – Or. (Pg.) – Druck: Büchel, Urk. PfarrA Bendern, S. 91 (Auszug, unkorrekt) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

21. Okt. 1420

Wolfhart [V.?] von Brandis verspricht dem Türing von Halwil, der sich für ihn gegen Claus von Biengen für ein Kapital von 330 Mark Silber und 24 Mark jährlichen Zins verbürgte, die Rückzahlung dieser Summe.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, II Nr. 1385 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 1a, S. 7] – Or. (Pg.) – Druck: Thommen, Urk. aus österr. A III, 102 – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.; Auer a. a. O.; Ritter, Urk., S. 87.