Liechtensteinisches
Urkundenbuch
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Regesten: 1451-1460

28. August 1451

Bischof Heinrich von Konstanz, Verweser des Bistums Chur, verpflichtet sich mit seinen Leuten und Schlössern Herzog Sigmund von Österreich zu dienen, ausgenommen gegen König und Papst, seine beiden Brüder, die von Werdenberg-Sargans, von Sax-Misox, von Brandis und von Rhäzüns.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A IV, 133] – Or. (Pg.) – Druck: Thommen a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

11. März 1452

Im Namen Wolfhart [V.] von Brandis entscheidet Burkart von Brandis die von der Gemeinde Triesen, vertreten durch Hensli Bregenzer, gegen Jos und dessen Sohn Hans Lampart ab dem Triesnerberg, vertreten durch Hans Schmid, vorgebrachte Klage wegen ihrer Meinung nach unberechtigtem Holzschlagen in den Triesner Wäldern. Da der Gerichtsentscheid, wonach die von beiden Konfliktparteien dem Gericht vorgelegten Urkunden weiterhin ihre Gültigkeit behalten und demnach den Lamparten die umstrittenen Holznutzungsrechte nur für den Eigenbedarf zustehen sollen, zurückgewiesen wird, soll auf Verlangen der Triesner ein neuer Gerichtstag festgesetzt werden.

Archiv: Gemeindearchiv Triesen – Signatur: GemA T, U26 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Rizzi, Walser Regestenbuch Nr. 452. S. 240 (mit irrt. Dat. 8. April 1452) – Lit.: Büchel, Pfarrei Triesen, S. 168; Frommelt, Triesen, S. 117.

14. Mai 1452

Wolfhart [V.] von Brandis verspricht dem Schultheissen und Rat von Bern, für seine Wiederaufnahme ins Burgerrecht jährlich fünf Gulden Udelgeld – d. h. den als Ausburger geschuldeten Zins für sein auf Hausbesitz in der Stadt als Unterpfand verschriebenes Bürgerrecht – zu zahlen, auf Verlangen der Stadt Hilfe zu leisten und ihren Nutzen nach Kräften zu fördern.

Regest: LUB II (cg) n. Bütler, Brandis, S. 103f. – Lit.: Bütler a. a. O.

16. Mai 1452

In einem vor das brandisische Gericht in Thüringen gezogenen Konflikt um Holz- und Weiderechte zwischen Ludesch einerseits und Bludesch und Thüringen andererseits entscheidet das unter dem Vorsitz von Hermann Kilchmatter stehende Gericht, dass ein Urteil auf einem von Wolfhart von Brandis auf den kommenden 5. Juni festgesetzten Gerichtstag gefällt werden soll, da Ludesch den gegnerischen Fürsprecher Stefan Vonplon mit der Begründung ablehnt, er sei ein "Sächer" im vorliegenden Konfliktfall.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 4186 (GemA Ludesch) – Or. (Pg.)  – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg); Fischer, Jahresbericht des Vorarlberger Museumsvereins 37 (1898) Nr. 956.

im Mai 1452

Im Namen Wolfhart [V.] von Brandis entscheidet Burkart von Brandis die von Hans Schmid vor Gericht vertretene, von Hans Wagner von Ruggell im Namen des Klosters St. Luzi in Chur und seines Propstes Hans Spanier gegen Margaretha Vaistli von Triesen vorgebrachte Klage wegen ausstehenden Zinsen für die ihr vom Kloster St. Luzi ausgegebenen Lehen dahingehend, dass diese Güter wieder an das Kloster zurückfallen sollen.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, U36 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Kaiser/Brunhart 1, S. 339 (307); Büchel, Pfarrei Triesen, S. 22.

9. Juni 1452

Wolfhart der Ältere von Brandis bittet Bürgermeister und Rat von St. Gallen, den Jakob Vosch, der mit seiner Erlaubnis in ihre Stadt zu ziehen beabsichtigt, ins Bürgerrecht aufzunehmen.

Archiv: Stadtarchiv St. Gallen – Signatur: StadtA St. Gallen, Missiv v. 9. Juni 1452 – Or. (Pap.) – Auszug: UB St. Gallen VI,5407 – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

28. August 1452

Rudolf von Ringgenberg, Hans Schübelbach von Glarus, Simon Schlumpf von Chur, Ulrich Gresta von Rodels und Kaspar von Tiefencastel urteilen als Schiedleute über die Verteilung der im Streit zwischen dem Zehngerichtenbund einerseits und dem Gericht Maienfeld anderseits um den Beitritt zum Bündnis mit dem Churer Gotteshausbund aufgelaufenen Kosten sowie u. a. dass die Maienfelder die von den Zehn Gerichten den Herren von Brandis und ihrem Knecht gestohlenen 4 Stück Vieh bezahlen sollen.

Archiv: Staatsarchiv Graubünden Chur; Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StaatsA GR Chur, A I/1 Nr. 8; StadtA Maienfeld 27 – 2 Or. – Druck: RQ Graubünden II/2, 2. Halbbd.,462 – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: Robbi, Urk.-Reg.,8; Urk.sammlg. StaatsA GR I, S. 42, Nr. 116; II, S. 105.

6. November 1452

Abt Gerold von Einsiedeln erneuert die für Wolfhart [V.] von Brandis am 23. März 1419 durch Abt Burkhard erfolgte Belehnung der Vogtei zu Friesen (St. Gerold).

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, RH Blumenegg Hs. Nr. 160, fol. 290a-b (Abschrift) [zit. n. Tiefenthaler, Blumenegg Hs. 160, S. 4] – Abschr. – Regest: LUB II (cg) n. Morel, Reg. Einsiedeln, 855 – Lit.: Bütler, Brandis, S. 77 (Anm. 1).

21. Dezember 1452

Offnung (urkundliche Spezifikation) der dem Dekanat des Gotteshauses Pfäfers mit jährlicher Weinzehentpflicht behafteten Stuck und Güter zu Fläsch und derselben Inhaber. Dat. Sonntag vor Thomä. Das Siegel des Junkers Ulrich von Brandis fehlt. (im Original trägt die Urkunde durch Auslassung einer Zahl ein irriges Datum.)

Regest: Wegelin, Reg. Pfävers, 564.

1452

Caspar Cammerer von Schaan zinst der Pfarrkirche Schaan 2 Viertel Weizen.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, Schä U13 (Urbar der Kirche Schaan) fol. 6v – Or. (Pap.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

4. Juli 1453

Michel von Fryberg, österreichischer Vogt zu Walenstadt, Nidberg und Freudenberg, quittiert dem Abt von Pfäfers die Bezahlung von 1200 Gulden Busse, zu welcher dieser für sein Verhalten nach der Schlacht bei Ragaz am 6. März 1446 schliesslich verurteilt worden war, nachdem auf Fürsprache des Freiherrn von Brandis, des Grafen Heinrich von Werdenberg-Sargans und des Hans von Rechberg die ursprüngliche Busse von 3000 Gulden auf die genannte Summe reduziert werden konnte.

Regest: LUB II (cg) n. Wegelin, Reg. Pfävers, 569; Krüger, 919 – Lit.: Bütler, Brandis, S. 98 (Anm. 1).

7. Juli 1453

Der von Ulrich von Matsch dem Jüngeren bevollmächtigte Hans Guck bittet den Notar Johann Maiser, die von ihm bei König Friedrich eingegebene Appellation gegen eine von Bischof Heinrich von Konstanz zwischen Graf Hugo von Montfort, Wolfhart [V.] von Brandis und Peterman von Raron einerseits und Ulrich von Matsch andererseits getroffene Entscheidung in der Toggenburger Erbschaftsangelegenheit zu bestätigen.

Archiv: Schlossarchiv Churburg – Signatur: SchlossA Churburg A, 14:18 [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A IV, 155] – Or. – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

14. August 1453

Hildebrand und Peterman von Baren [Raron] bevollmächtigen Sigmund [II.] von Brandis, an ihrer Statt im Streit zwischen ihnen und ihren "mithaften" einerseits und Graf Ulrich von Matsch d. J. andererseits vor Herzog Sigmund von Österreich zu erscheinen, da sie selbst persönlich "nit komen mugeten".

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Parteibriefe P. 638 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 9a, S. 1127] – Or. (Pg.) – Regest: Auer a. a. O.

27. August 1453

Nachdem Ulrich von Matsch der Jüngere gegen das im Konflikt zwischen ihm und Graf Hugo von Montfort, Sigmund [I.] von Brandis und Peterman von Raron um das von Graf Friedrich [VII.] von Toggenburg hinterlassene Erbe von Bischof Heinrich von Konstanz gesprochene Urteil Berufung bei Kaiser Friedrich III. eingelegt hat und dieses Urteil von Herzog Sigmund bestätigt wird, lässt Ulrich von Matsch erneut Berufung beim Kaiser einlegen.

Archiv: Schlossarchiv Churburg – Signatur: SchlossA Churburg, 14:17 [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A IV, 158] – Or. – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

19. Dezember 1453

Graf Hugo [XIII.] von Montfort, Herr zu Rotenfels, und Eberhart Truchsess zu Waldburg, Vogt zu Feldkirch, sprechen gütlich über die Streitigkeiten zwischen Graf Georg [II.] von Werdenberg-Sargans und dem Freiherrn Wolfhart [V.] von Brandis dem Älteren und seinen Söhnen wegen der Beraubung von Kaufleuten im Geleit der Herren von Brandis durch Graf Georg.

Archiv: Fürst Thurn und Taxis ZentralA (ohne weitere Sigantur-Angabe) [zit. n. Krüger, 920 – Druck: Wartmann, Rät. Urk., 194 – Regest: Krüger a. a. O.

31. Januar 1454

Wolfhart [V.] von Brandis erscheint als Vogt über die Vogtei Rüegsau und somit wieder im Besitz seiner erst 1447 an Bern verkauften Herrschaft Brandis.

Regest: LUB II (cg) n. Bütler, Brandis, S. 104 u. Anm. 1 – Lit.: Bütler a. a. O.

4. Februar 1454

Kaiser Friedrich III. bestätigt dem Wolfhart [V.] von Brandis die von König Sigmund am 26. Dezember 1430 verliehenen Privilegien.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, Schä U9 – Insert in: LLA, Schä U9, Zeile 32-48 (Urk. v. 7. März 1465) – Druck: Ritter, Brandisische Freiheiten, S. 14f. (n. einer Abschr. von Paul Kläui) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Reg. Urk. Sammlung, 9 (erwähnt); Reg. Imp. XIII/13, 292 – Lit.: Ritter a. a. O. – Abschrift: LLA, RA 143 (Urk. v. 7. März 1465) fol. 3r-4r.

13. Februar 1454

Wolfhart der Ältere von Brandis bittet Bürgermeister und Rat von St. Gallen, seinen Vogt in Vaduz, Burkhart (von Brandis), den er zu einer Besprechung in Geldangelegenheiten zu ihnen schicke, freundlich zu empfangen.

Archiv: Stadtarchiv St. Gallen – Signatur: StadtA St. Gallen, Missiv v. 13. Febr. 1454 – Or. (Pap.) – Auszug: UB St. Gallen VI,5636 – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

28. April 1454

Ein Schiedsgericht schlichtet den zwischen Graf Hugo von Montfort als Vormund seines Vetters Graf Wilhelm von Montfort sowie Wolfhart [V.], Wolfhart [VI.] und Sigmund [I.] von Brandis und Petermann von Raron einerseits und Ulrich von Matsch andererseits herrschenden Konflikt wegen einer von Friedrich Schenk von Limburg herrührenden Schuldsumme von 1500 Gulden.

Archiv: Schlossarchiv Churburg – Signatur: SchlossA Churburg (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A IV, 172] – Or. (Pg.) – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

3. September 1454

Der geistliche Richter des Bistums Chur gebietet dem Jörg Dieprecht von Bendern, dem Pfarrer Kaspar Amann von Eschen den Zehnten von seinen in der Pfarrei liegenden Gütern nach alter Gewohnheit zu entrichten.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, Pfäf. 2 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Pfarrei Eschen, S. 29; Wegelin, Reg. Pfävers, 575.

5. Februar 1455 (1)

Wolfhart [VI.] v. Brandis siegelt einen Erblehens-Revers um den Completer Weingarten und andere der Frühmesse zu Pfäfers gehörende Güter in Fläsch.

Regest: Wegelin, Reg. Pfävers, 577.

5. Februar 1455 (2)

Wolfhart von Brandis bewilligt als Lehensherr der Pfarrkirche Ludesch die vom Ludescher Pfarrer Hans von Werdenberg und Hans Ammann von Raggal im Namen der Unter­tanen in Raggal, Marul und an der Lutz erbetene und von diesen mit der Begründung, dass ihnen wegen des weiten Weges und bei schlechtem Wetter der Messebesuch und die Spendung der heiligen Sakramente verwehrt würden, beschlossene Stiftung einer ewigen Messe in der dem hl. Nikolaus und den Wetterheiligen Johannes und Paulus geweihten Kapelle in Raggal unter der Bedingung, dass die Rechte der Pfarr­kirche nicht geschmälert werden, die Lehenschaft der Kapellen-Pfründe mit Einwilli­gung des Pfarrers und der Stifter der Herrschaft Brandis zustehen und der Kaplan einem Pfarrer gehorsam und bei Bedarf bei der Seelsorge behilflich sein soll und die Opfer und Spenden an die Kapelle dem Pfarrer zu Ludesch gehören sollen.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 134 (PfarrA Raggal) – Pg. (Or.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg); Fischer, Jahresbericht des Vorarlberger Museumsvereins 37 (1898) Nr. 1014.

20. Februar 1455

Jod Griss, Landrichter zu Rankweil in Müsinen, vidimiert auf Bitte von Clara von Ramschwag geb. von Ems einen Schuldbrief Wilhelms von Starckenberg vom 26. Juni 1447.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, I Nr. 4161 [zit. n. Ritter, Urk., S. 88] – Regest: Ritter a. a. O.

11. März 1455

Graf Hugo von Montfort, Wolfhart [V.] und seine Söhne Wolfhart [VI.], Sigmund [I.] und Ulrich von Brandis sowie Peterman von Raron bestätigen die durch Ulrich von Matsch erfolgte Bezahlung von 1100 Gulden an die geschuldetete Geldsumme von 3000 Gulden. [vgl. Urk. v. 4. Mai 1456]

Archiv: Schlossarchiv Churburg – Signatur: SchlossA Churburg, B: 54: 7 [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A IV, 182 (I)] – Or. (Pg.) – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

31. März 1455

Kaiser Friedrich III. bestätigt dem Marktgrafen Karl von Baden und dessen Bruder Bernhard sowie ihren Erben auf Karls Bitte alle von ihren Vorfahren und ihnen selbst bei römischen Kaisern und Königen erlangten Besitzungen, Rechte, Regalien und Privilegien; unter den Zeugen, Herr Georg von Brandis.

Archiv: Landeshauptarchiv Koblenz – Signatur: LandeshauptA Koblenz, Bestand 56: Reichskammergericht, Nr. 350 [Nr. 50] [zit. n. Reg. Imp. XIII/9, 132, S. 140f.] – Abschr. (Pap.) – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.; Reg. Markgrafen von Baden 4, 7855.

5. Mai 1455

Wolfhart [V.] von Brandis und seine Söhne Wolfhart [VI.], Sigmund [I.], Ulrich und Georg verkaufen ihre von Bern wieder zurückgekaufte Stammherrschaft Brandis im Emmental mit allen dazugehörigen Rechten, d. h. mit der Vogtei und der Kollatur der Kirche zu Lützelflüh, der Kastvogtei über das Benediktinerkloster Trub und das demselben un¬tergebene Frauenkloster zu Rüegsau mit Zustimmung der Stadt Bern für 4150 Gulden an den Berner Burger Kaspar von Scharnachtal.

Archiv: Staatsarchiv Bern – Signatur: StaatsA Bern (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Bütler, Brandis, S. 104 (Anm. 2) – Regest: LUB II (cg) n. Bütler a. a. O. – Lit.: Bütler a. a. O.; Kaiser/Brunhart 1, S. 288 (259).

23. September 1455

Wolfhart [V.] und Ulrich von Brandis urteilen im Namen ihrer Vettern Heinrich und Hans von Sax-Misox im Konflikt zwischen den Brüdern Caspar und Diethelm Blarer als Inhaber des Lehens von Tscherlach [Gem. Walenstadt] und den Einwohner von Tscherlach.

Archiv: Ortsgemeindearchiv Tscherlach – Signatur: OrtsgemA Tscherlach, Urk. v. 23. Sept. 1455 [zit. n. Müller, Flums. S. 152] – Or. (Pg.) – Regest: LUB II (cg) n. Müller a. a. O. – Lit.: Müller a. a. O.

1455

Verzeichnis zinspflichtiger Leute von Mauren, Eschen und Bendern. [Fragment]

Archiv: Gemeindearchiv Mauren – Signatur: GemA M (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Kaiser/Brunhart 2, S. 374 (Anm. 1072)] – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 337 (306).

5. Januar 1456

Hans Spiegel von Schaan tauscht mit Ulrich Plenki sein in Spezadengla in Triesen gelegenes Gut gegen einen in Vaduz in Maree gelegenen Weingarten.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, U1 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Ospelt, Reg. RegierungsA, JBL 25, 1.

18. Januar 1456

Wolfhart [V.] von Brandis und sein Sohn Sigmund [I.] bestätigen dem Herzog Sigmund von Österreich ihre Aufnahme in seinen Dienst gegen ein jährliches Dienstgeld von 200 Gulden sowie die Verköstigung von 4 Knechten und Pferden bei einem Dienstaufgebot.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, I Nr. 4670 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 1a, S. 9] – Regest: LUB II (cg) n. Auer a. a. O.; Ritter, Urk., S. 88 (74) – Lit.: Bütler, Brandis, S. 99f. (Anm. 2).

4. Mai 1456

Graf Hugo von Montfort, Wolfhart [V.] von Brandis und Peterman von Raron bestätigen die durch Ulrich von Matsch erfolgte weitere Bezahlung von 700 Gulden an die noch geschuldetete Geldsumme von 1900 Gulden. [vgl. Urk. v. 11. März 1455]

Archiv: Schlossarchiv Churburg – Signatur: SchlossA Churburg (ohne weiter Signatur-Angabe) [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A IV, 182 (II)] – Or. (Pg.) – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

8. Juni 1456

Aus der Grabinschrift des Johannes von Brandis im Strassburger Dom lässt sich das Geburtsdatum des Churer Dompropstes und Strassburger Domherrn auf den 8. Juni 1456 errechnen.

Standort: Strassburger Dom – Inschrift auf der Grabplatte des Churer Domprobstes und Strassburger Domherrn Johannes von Brandis – Druck: Bütler, Brandis, S. 150; Seger, Herrschaftsübergang. In: JBL 60 (1960) S. 38 (Abb.) – Regest: LUB II (cg) n. Seger a. a. O. – Lit.: Bütler a. a. O.; Seger a. a. O.

1. Dez. 1457

Ulrich von Brandis bekennt, dass er von Herzog Sigmund von Österreich zum Diener aufgenommen wurde mit einem jährlichen Sold von 200 Gulden und Verköstigung von 5 Knechten und Pferden, falls er vom Herzog an den Hof oder zu sonstigen Diensten aufgeboten wird.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, I Nr. 4676 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 1a, S. 9] – Regest: Auer a. a. O.; Ritter, Urk., S. 88 (74).

21. Dezember 1457

Die eidgenössischen Boten [von Zürich und Luzern] urkunden, dass sie im Auftrag ihrer Herren und anderer Eidgenossen und in Gegenwart der Herren Sigmund [I.] von Brandis, Thüring von Hallwyl, Marquard von Baldegg und Marquard Brisacher namens des Herzogs Sigmund von Österreich die beiden zu Rapperswyl mit einander streitenden Parteien mit einander betragen und gerichtet haben.

Druck: Chmel, Materialien zur österreichischen Geschichte Bd. II, S. 140 (Regest?) – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede II, S. 288, Nr. 450.

14. Februar 1458

Ulrich von Matsch der Jüngere verzichtet gegenüber Wolfhart [VI.] von Brandis auf alle seinen Vorfahren verbrieften Ansprüche auf die Herrschaft Vaduz.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, U37 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

27. Februar 1458

Mit Zustimmung ihrer jeweiligen Herrschaft, Brandis und Montfort, einigen sich die Pfarrgemeinden Schaan und Buchs in ihrem seit längerer Zeit andauernden Konflikt bezüglich umstrittener Nutzungsrechte auf ein unter dem Vorsitz des Bludenzer Vogts Anton Morgentag stehendes Schiedsgericht, bestehend aus Rudolf Konzet, Brandisischer Ammann im Walgau, und Hensli Bregenzer von Maienfeld als Vertreter von Schaan und Heinrich Gocham von Werdenberg und Ammann Mathias Metzger von Wartau als Vertreter von Buchs, wobei dem Vorsitzenden Anton Morgentag bei Unentschiedenheit des Gerichts das Recht des Stichentscheids zugestanden wird. Auf Bitten siegeln diese Vereinbarung für Schaan Jörg Dieprecht, Brandisischer Ammann am Eschnerberg, und für Buchs Heinrich Windegg, Vogt zu Werdenberg.

Archiv: Staatsarchiv St. Gallen; Gemeindearchiv Schaan – Signatur: StaatsA St. Gallen, AA U 3a-3, Zeile 20-31; GemA S, U1 fol. 4v, Zeile 34-fol. 5v, Zeile 28 – Inserte – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Abschrift: StaatsA St. Gallen, AA U 3a-4 (Insert).

4. Juli 1458

Wolfhart von Brandis schlichtet den Konflikt zwischen der Gemeinde Triesen und den Walsern am Triesnerberg um Besitzansprüche im Gebiet der Alp Valüna und Schädlersboden.

Archiv: Gemeindearchiv Triesenberg – Signatur: GemA Tb, U21, Zeile 37-41 – Insert (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

19. Juli 1458

Schiedspruch des Freiherrn Petermann von Raron, Herrn zu Toggenburg, und Ritter Marquart Brisachers zwischen der Herzogin Eleonora von Schottland, Gemahlin von Herzog Sigmund von Österreich, vertreten durch Freiherr Sigmund [I.] von Brandis, und Albrecht von Sax, Freiherrn von Hohensax, wegen eines jährlichen Zinses von 80 Pfund Denar, die letzterer an der Steuer zu Gams angesprochen hatte.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. UB St. Gallen VI, 6207] – Regest: UB St. Gallen a. a. O.; Lichnowsky VII, 74 – Lit.: Bütler, Brandis, S. 110f.; Kaiser/Brunhart 1, S. 288 (260).

16. August 1458

Herzog Sigmund von Österreich übergibt seiner Frau Eleonora v. Schottland Herrschaften und Besitzungen in Vorarlberg und in der Schweiz zur lebenslänglichen Nutzniessung, u.a. die Burg Gutenberg.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. vgl. Thommen, Urk. aus österr. A IV, 209] – Or. (Pg.?) – Druck: Thommen a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

17. August 1458 (1)

Revers von Eleonora v. Schottland, Gemahlin des Herzogs Sigmund von Österreich, dass die ihr am 16. Aug. 1458 verschriebenen Herrschaften und Besitzungen in Vorarlberg und in der Schweiz, u.a. die Burg Gutenberg, nach ihrem Tode wieder an ihren Gemahl oder dessen Erben zurückfallen.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. vgl. Thommen, Urk. aus österr. A IV, 209] – Or. (Pg.?) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

17. August 1458 (2)

Eleonora v. Schottland, Gemahlin des Herzogs Sigmund von Österreich, erteilt verschiedenen aufgeführten Personen die Vollmacht, in den ihr am 16. Aug. 1458 verschriebenen Herrschaften und Besitzungen in Vorarlberg und in der Schweiz, u.a. die Burg Gutenberg, die Huldigung in ihrem Namen entgegen zu nehmen.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. vgl. Thommen, Urk. aus österr. A IV, 209] – Or. (Pg.?) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

17. August 1458 (3)

Eleonora von Schottland, Gemahlin Herzogs Sigmund von Österreich, bestätigt den Empfang der ihr von ihrem Mann verschriebenen Heiratsgüter, u. a. die Burg Gutenberg, und bestätigt den Rückfall dieser Güter an ihn oder seine Erben zum Zeitpunkt ihres Todes.

Druck: Bergmann, Urk., 82 – Regest: LUB II (cg) n. Bergmann a. a. O.

17. August 1458 (4)

Eleonora von Schottland, Gemahlin Herzogs Sigmund von Österreich, beauftragt Johann von Vinstingen, Marschall von Lothringen, Johann von Capedenorio, Präzeptor des Hauses St. Antonien zu Isenheim, beide Räte des Königs von Frankreich, und den erzherzoglichen Rat Wernher von Zimmern, die ihr von ihrem Mann verschriebenen Heiratsgüter, u. a. die Burg Gutenberg, in die Pflicht zu nehmen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, SchatzA Lib. 6, fol. 11 (Regest) [zit. n. Ritter, Urk., S. 74] – Regest: LUB II (cg) n. Bergmann, Urk., 82; Ritter a. a. O.

13. September 1458 

Das Landgericht Rankweil unter dem Vorsitz des Landrichters Hans Rad entscheidet in dem von der Stadt Feldkirch, vertreten durch ihre beiden Bürger Hans Knabhans und Hans Sattelberg mit ihrem Fürsprecher Jos Grissen, und den Herren von Brandis, vertreten durch Burkart von Brandis mit seinem Fürsprecher Hans Büsel von Sulz vor das Landgericht gezogenen Konflikt um die Gerichtsbarkeit über die brandisischen Eigenleute [in Frastanz], ein Urteil auf dem am 30. September stattfindenden Gerichtstag zu fällen, falls in der Zwischenzeit der Konflikt nicht gütlich beigelegt werden könne.

Archiv: Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StadtA Feldkirch, 161 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

30. September 1458

Das Landgericht Rankweil unter dem Vorsitz des Landrichters Hans Rad verweist in dem von der Stadt Feldkirch, vertreten durch ihre beiden Bürger Hans Knabhans und Hans Sattelberg mit ihrem Fürsprecher Jos Griss von Götzis, und den Herren von Brandis, vertreten durch Burkart von Brandis mit seinem Fürsprecher Hans Büsel von Sulz vor das Landgericht gezogenen Konflikt um die Gerichtsbarkeit über die brandisischen Eigenleute in Frastanz, die Konfliktparteien vor das zuständige Gericht der Herren von Brandis.

Archiv: Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StadtA Feldkirch, 162 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

6. Oktober 1458 

Bürgermeister und Rat von Lindau beglaubigen auf Bitte der Stadt Feldkirch die Abschrift der am 28. Juni 1442 von Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Sonnenberg und Wolfhart von Brandis, Vogt zu Feldkirch, getroffenen Entscheidung eines zwischen Feldkirch und Frastanz herrschenden Konflikts um umstrittene Nutzungsrechte in einem im Saminatal gelegenen, von Felkirch von Graf Rudolf von Montfort erworbenen Wald und in einem Fina (Rafinen) genannten Wald sowie hinsichtlich einer auf Saroja gelegenen kleinen Alp, die Frastanz von Schellenberg gekauft hat, und einer weiteren kleinen hinter dem Fall gelegenen Alp.

Archiv: Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StadtA Feldkirch, 160 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

25. Oktober 1458

"Nota am mittichen vor sannd Symon und sannd Iudastag zu Ratolffzell am Undersee: ist her Ortlieb [von Brandis] bischoff ze Chur unss gnedigen herrn herczog Sigmunds [von Östereich] rat worden und was zwischen in und iren undertanen weren, die sullen besteen untz unser gnediger herr herczog Sigmund gen Veltkirch kumbt, daz dann daruber gesezzen und die furgenomen werden."

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Hs. 111: Conceptbuch der Kanzlei Herzog Sigmunds 1457-1459 und 1461, fol. 354 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 9a, S. 1206] – Regest: Auer a. a. O.

14. November 1458

Hans Vierabend von Triesen bestätigt den Kauf von Gütern und Rechte am Lämmerzehnten in Triesen gegen einen jährlichen Zins von einem Pfund Pfennig und einem Fuder Weisswein von Ulrich Besserer von Werdenberg und seiner Frau Margaretha Vitler genannt Fullengästin.

Archiv: Pfarrarchiv Triesen – Signatur: PfarrA T, U3 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Abschrift: PfarrA T, U4 (notariell beglaubigt 1685).

28. November 1458

Im Namen ihrer jeweiligen Herrschaft, Brandis und Montfort, entscheidet ein unter dem Vorsitz des Bludenzer Bürgers Anton Morgentag stehendes Gericht, bestehend aus Rudolf Konzet, Ammann der Herren von Brandis im Walgau, und Hans Bregenzer von Maienfeld als Vertreter der Pfarrgemeinde Schaan, und Heinrich Gocham von Werdenberg und Mathias Metzger, Landammann der Grafschaft Sargans als Vertreter der Pfarrgemeinde Buchs, die Streitsache bezüglich umstrittener Nutzungsrechte zwischen den beiden Pfarreien. Nach Anhörung beider Konfliktparteien und einem ersten vergeblichen Versuch der Konfliktregelung auf einem im Äule in Vaduz am 16. Mai 1458 abgehaltenen Gerichtstag, legt das Schiedsgericht den Grenzverlauf bezüglich der Nutzungsrechte sowie die zeitliche Nutzung der von beiden Pfarrgemeinden beanspruchten Allmende fest.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, U14 – Or. (Pg.) – Druck: Senn, Kirchengeschichtliche Urk. 3 – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Abschrift: GemA S, U1 (Urk. v. 29. April 1462) fol. 6r, Zeile 7-fol. 8r, Zeile 19 (GemA S, U1b, Insert); StaatsA St. Gallen, AA U 3a-3 (Insert) Zeile 33-57; StaatsA St. Gallen, AA U 3a-4 (Insert).

29. November 1458

Heinz Fridrich und seine Frau Älli von Bludesch verkaufen mit Zustimmung von Kunz Harnasch, Ammann der Herren von Brandis im Walgau, dem Hans von Sigäfis und seiner Frau Elsa in Bludesch für 25 Pfund Pfennig einen dort auf ihren eigenen Gütern und einem Holzhaufen gelegenen Jahreszins von einem Pfund und 5 Schilling Pfennig.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 4893 (Reichsherrschaft Blumenegg) – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg).

7. Dezember 1458

Herzog Sigmund von Österreich verspricht die Rückzahlung der ihm von Ulrich von Brandis geliehenen 2000 Gulden bis zum 30. Nov. 1459 und setzt dafür den Zoll zu Feldkirch als Unterpfand ein, der "200 pfund pfennig gemainer lanntlicher werung" beträgt.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Hs. 111: Conceptbuch der Kanzlei Herzog Sigmunds 1457-1459 und 1461, fol. 392-393 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 9a, S. 1206] – Regest: Auer a. a. O.

3. Februar 1459

Herzog Sigmund von Österreich bestätigt der Stadt Feldkirch alle Rechte und Freiheiten, die ihr Graf Rudolf von Montfort und die österreichischen Herzöge erteilt haben. Unter den Zeugen: Sigmund von Brandis.

Archiv: Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StadtA Feldkirch, 163 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg).

16. April 1459

Kaiser Friedrich III. überträgt die Streitsache bezüglich umstrittener Nutzungsrechte zwischen den Pfarreien Buchs und Schaan zur gerichtlichen Entscheidung an Hans den Vogt von Summerau, nachdem die Buchser Pfarrgemeinde ein unter dem Vorsitz des Bludenzer Bürgers Anton Morgentag gesprochenes schiedsgerichtliches Urteil zugunsten der Pfarrgemeinde Schaan abgelehnt und erneut an den Kaiser appelliert hat.

Archiv: Staatsarchiv St. Gallen; Gemeindearchiv Schaan – Signatur: StaatsA St. Gallen, AA U 3a-3 Zeile 2-9; GemA S, U1 fol. 3r, Zeile 25-fol. 3v, Zeile 34 – Inserte – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Abschrift: StaatsA St. Gallen, AA U 3a-4 (Insert).

6. Juni 1459

Landrichter Hans Rad vom Landgericht in Rankweil bestätigt dem Heinrich von Gutenberg einen vom Churer Bischof Hartmann am 15. März 1408 ausgestellten Urteilsbrief um den Novalzehnten im Kirchspiel Triesen.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, RA 11/5/1/1 – Abschr. – Druck: LUB I/4 S. 175f. (n. PfarrA Triesen, A 44/297 – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Abschrift: PfarrA Triesen, A 44/297.

5. Juli 1459

Ulrich Plattner von Feldkirch entscheidet im Konflikt über den Nachlass des verstorbenen Eschner Pfarrers Kaspar Ammann zwischen dem Abt Friedrich von Pfäfers und den Blutsverwandten des Erblassers, dass von den Konfliktparteien die Rechtmässigkeit ihrer Erbansprüche innert sechs Wochen und drei Tagen vor Gericht nachzuweisen seien.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, Pfäf. 3 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Pfarrei Eschen, S. 29 – Abschrift: LLA, Pfäf. 21/3; PfarrA E, Hs. 6 (Kopienbuch 1830) Nr. 7, S. 10-13.

1. August 1459

Ein Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Hans Beeli, Ammann von Davos, entscheidet aufgrund von Kundschaften den zwischen den Gemeinden Maienfeld und Zizers herrschenden Konflikt um das Transportrecht von Gütern, die in die "Kupfer-Rod" gehören zugunsten von Maienfeld mit der Auflage, dass die Rechte des Churer Bischofs und der Herren von Brandis dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Archiv: Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StadtA Maienfeld, Nr. 31 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg). – Druck: RQ Graubünden II/2, 2. Halbbd.,463.

12. September 1459

Auf Ersuchen des Vertreters der Pfarrgemeinde Schaan, Wolf Pfefferli, übergibt Anton Morgentag, Bürger von Bludenz, diesem ein von ihm gesiegeltes Vidimus des unter seinem Vorsitz am 27. Februar 1458 zwischen den Konfliktparteien Schaan und Buchs geschlossenen Vertrags bezüglich der Regelung der zwischen ihnen herrschenden Nutzungsstreitigkeiten.

Archiv: Staatsarchiv St. Gallen; Gemeindearchiv Schaan – Signatur: StaatsA St. Gallen, AA U3a-3 Zeile 18-20; 31-32; GemA S, U1 fol. 4v, Zeile 19-34; fol. 5v, Zeile 28- 6r, Zeile 1 – Inserte – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Abschrift: StaatsA St. Gallen, AA U 3a-4 (Insert).

17. September 1459

Wolfhart von Brandis entscheidet in dem zwischen der Stadt Feldkirch und seinen Eigenleuten in Frastanz herrschenden Nutzungs- und Grenzkonflikt im Saminawald, dass erst nach vorgenommener Kundschaft ein Urteil gefällt werden solle.

Archiv: Gemeindearchiv Frastanz; Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: GemA Frastanz, U13; StadtA Feldkirch, 166 – 2 Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

18. September 1459

Ulrich Plattner von Feldkirch entscheidet im Konflikt über den Nachlass des verstorbenen Eschner Pfarrers Kaspar Ammann zwischen dem Abt Friedrich von Pfäfers und den Blutsverwandten des Erblassers zugunsten des Abtes von Pfäfers.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, Pfäf. 4 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Pfarrei Eschen, S. 29 – Abschrift: LLA, Pfäf. 21/2; PfarrA E, Hs. 6 (Kopienbuch 1830) Nr. 10, S. 18-19.

2. Oktober 1459

Kaiser Friedrich III. bestätigt dem Bischof Ortlieb [von Brandis] von Chur alle Hoheitsrechte und alle Bergwerke innerhalb des zum Hochstift gehörigen Gebiets.

Druck: Thommen, Urk. aus österr. A IV, 240 – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 289f. (261).

29. Dezember 1459

Bischof Ortlieb [v. Brandis] von Chur bekennt, dem Ritter Hans von Spawr als Lehenträger seiner Frau Verena, Tochter des verstorbenen Herrn Daniel von Liechtenberg, den Zehnt Fanayr auf Liechtenberger Berg, den Daniel von Liechtenberg vom Bistum Chur zu Lehen gehabt hatte, sowie einen weiteren Zehnt zu Liechtenberg übertragen zu haben.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, I Nr. 2127 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 1a, S. 9] – Regest: Auer a. a. O.

17. Januar 1460

Hans Rundin, Stadtvogt von Maienfeld, beurkundet, dass der Stadtbürger Hans Bregenzer dem früheren Zoller der Herren von Brandis, Konrad Senn, einen Jahrzins von 10 Schilling für 10 Pfund Pfennig verkauft hat, den dieser für seine Jahrzeitstiftung in der Kirche Maienfeld verwendet.

Archiv: Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StadtA Maienfeld, Nr. 32 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

12. März 1460

Kaiser Friederich III. fordert den Churer Bischof Ortlieb von Brandis auf, zur Beratung wegen des Türkenzuges nach Wien zu kommen.

Archiv: Staatsarchiv Graubünden (Chur) – Signatur: StaatsA Graubünden, B 1968/1 (Kopialbuch) [zit. n. Jenny, Handschriften, S. 488].

21. März 1460

Nikolaus von Dux, bischöflicher Kanzler in Chur, beurkundet, dass Burkhart Schwerter von Hilarius Schwarzhans 4 Mannmad Wiesen vor dem Obertor in Chur gegen einen jährlichen Zins von 2 Gulden zu Erblehen erhalten habe.

Archiv: Pfarrarchiv Bendern – Signatur: PfarrA Be, U5 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Büchel, Urk. PfarrA Bendern, S. 92.

8. Mai 1460

Im Namen Kaiser Friedrich III. entscheidet Hans Vogt von Summerau zu Prasberg die Streitsache bezüglich umstrittener Nutzungsrechte zwischen den Pfarrgemeinden Buchs und Schaan. Nachdem sich beide Konfliktparteien auf einem am 18. Januar 1460 in Bregenz abgehaltenen Gerichtstag nicht einigen konnten – die Buchser Pfarrgemeinde, vertreten durch Konrad Balof, stellt die Rechtsverbindlichkeit des unter dem Vorsitz des Bludenzer Bürgers Anton Morgentag getroffenen, ihrer Meinung nach zu Unrecht zugunsten der Schaaner Pfarrei ausgefallenen Spruchs bezüglich der darin zeitlich und örtlich festgelegten Nutzungsrechte in Abrede und rechtfertigt ihre deshalb vor den Kaiser gezogene Appellation, wogegen die Pfarrgemeinde Schaan, vertreten durch Heinrich Kaisermann, diese als rechtswidrig verurteilt, da sich beide Parteien zur Anerkennung und Befolgung des unter Vorsitz des Anton Morgentag schiedsgerichtlich gefällten Urteils verpflichtet hätten – und nachdem ein erneuter Versuch zur gütlichen Einigung fehlschlägt, entscheidet Hans Vogt von Summerau zu Prasberg, dass der ergangene Spruch verbindlich zu gelten habe.

Archiv: Staatsarchiv St. Gallen – Signatur: StaatsA St. Gallen, AA U 3a-3 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Abschrift: GemA S, U1 fol. 3r, Zeile 14-25; fol 3v, Zeile 34-4v, Zeile 19; fol. 6r, Zeile 1-7; fol. 8r, Zeile 19-11r, Zeile 34 (Insert); StaatsA St. Gallen, AA U 3a-4 (Insert).

6. Juni 1460

Wolf Pfefferli, Ammann der Freiherren von Brandis in Vaduz, entscheidet zusammen mit Hans Nägele, Hans Marcker und Peter Tanner, dass Iäk Hipper vom Triesnerberg im früher vorgenommenen Gütertausch mit der Gemeinde Triesen, vertreten durch die Geschworenen Peter Mayer, Hans Kindle, Frick Marogg, Hans Egli, Hans Gahaini, Hans Schampletz und Uli von Schiel, nebst seinem für ein Stück aus der Triesner Allmend eingetauschten Gut mit Stall genannt das Trischel der Gemeinde Triesen noch 10 Pfund Pfennig zu bezahlen hat.

Archiv: Gemeindearchiv Triesen – Signatur: GemA T, U28 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Auszug: Büchel, Pfarrei Triesen, S. 168f. – Regest: LUB II (cg); Rizzi, Walser Regestenbuch Nr. 453, S. 240f. (mit verschriebenem Regest) – Bem.: Zur Sache vgl. auch GemA T, U5 (Urk. v. 29. Mai 1465): Gerichtsurteil in derselben Angelegenheit zugunsten der Gemeinde Triesen.

25. Juli 1460

Wolfhart [VI.] von Brandis erlangt das Burgerrecht der Stadt Bern.

Regest LUB II (cg) n. Bütler, Brandis, S. 113f. – Lit.: Bütler a. a. O.

um 7. Oktober 1460

Die wohl am 29. September 1460 in das Vorderrheintal (u. a. nach Schaan) gezogenen Eidgenossen kehren zurück.

Regest. LUB II (cg) n. Köhn, Krieg, S. 95 – Lit.: Köhn a. a. O.; Meyer, Thurgauer Zug, S. 27f.

28. Oktober 1460

Die Eidgenossen laden den Bischof Ortlieb [von Brandis] von Chur zur Teilnahme an ihrem Krieg gegen Herzog Sigmund ein, den sie vorzüglich zum Schutz des Kardinals Cusanus, Bischof von Brixen, und der Brüder Gradner führen.

Druck: (Regest?) Chmel, Archiv für österreichische Geschichtsquellen XV, S. 362 [zit. n. Eidg. Abschiede II, S. 309, Nr. 485] – Regest: Eidg. Abschiede a. a. O.

18. November 1460

Jakob Payer (Payrer) erklärt "als von des buwhoffs und siner gerechtikait wegen, so zuo Rinekg inn Taller kilchsperg gelegen ist" und den er "Mathisen Schneberg, burger zuo Lindow" laut Briefes versetzt habe, daß er "Hanssen Brunberg von Rinegk, vogt zuo Guotemberg, fürbringer die brieffs", für sich und seine Erben Vollmacht erteilt habe, den Bauhof mit allen Rechten, wie er dem Schneberg versetzt worden sei, von diesem einzulösen, und Schneberg ihm die Lösung gestatten und alle den Bauhof betreffenden Briefe überantworten solle. Er tritt an Brunberg und dessen Erben alle seine Rechte ab, leistet Verzicht auf alle Ansprüche und sigelt.

Archiv: Stadtarchiv St. Gallen – Signatur: StadtA St. Gallen, Bd. Rheintal 55, f. 26b [zit. n. UB St. Gallen VI, 6466] – Druck: Senn, Rheintaler Urk., 19 – Regest: UB St. Gallen a. a. O.

1460 (1)

Jakob von Landenberg, Pfandherr zu Gutenberg, beurkundet, "was Nutzung und Recht er gen Guetenberg genossen hab".

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Putsch-Repertorium (Rep. 7, A-N) Lib. 4, fol. 595 (Regest) [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 1a, S. 2] identisch mit: TLA, SchatzA Lib. 4, fol. 595 (Regest) [zit. n. Ritter, Urk., S. 75] – Regest: Auer a. a. O.; Ritter a. a. O.

1460 (2)

In der wegen der Stadt Rapperswil und der aus Tirol verwiesenen, das Bürgerrecht von Zürich erworbenen und mit dem Herzog Sigmund wegen einer alten Schuldverschreibung in Konflikt stehenden Brüder Gradner zwischen den Eidgenossen und dem Herzog ausgebrochenen Fehde dringen Urner, Schwyzer und Glarner zusammen mit 300 Zürchern unter Felix Oeri in das Gebiet von Vaduz ein, plündern diesen Ort und Schaan und waren Willens, weiter gen Feldkirch und Ems vorzudringen, um den Ihrigen (die im unteren Rheintal standen und vom Feind, der sich anscheinend in Feldkirch sammelte, bedroht wurden) Luft zu machen. Da erhielten sie, als sie im Schanwald standen, Nachricht, dass dieselben glücklich über den Rhein entkommen waren. Dies geschah 1460. Pfalzgraf Ludwig und die Bischöfe von Konstanz und Basel vermittelten einen Waffenstillstand (7. Dez. 1460) und im folgenden Jahr war der Frieden geschlossen. (1. Juni 1461)

Druck: Weizenegger/Merkle, Vorarlberg III, S. 197f. (n. Prugger, Feldkirch) [zit. n. Kaiser/Brunhart 2, S. 329 (Anm. 621)] – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 289 (260).