Liechtensteinisches
Urkundenbuch
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Regesten: 1491-1500

7. Januar 1491

"l. Jeder Bote weiss, wie Herr Roland Göldli darüber sich schriftlich verantwortet hat, dass er dem Abt von Pfäfers im päpstlichen Monat die Pfrund zu Eschen im Churer Bistum angefallen, und dass er meine, wenn auch er davon abstünde, so würden drei andere Ausländer an seine Stelle treten."

Archiv: Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede I. 293 – Regest: Eidg. Abschiede III/1, S. 376f., Nr. 404.

9. März 1491

Sigismund [II.] von Brandis nimmt den Christen Schechli für gesunde und kranke Tage auf Lebenszeit zu einem Pfründer an. Gegeben, Mittwoch vor Laetare in der hl. Fasten 1491.

Archiv: Staatsarchiv Schwyz – Signatur: StaatsA Schwyz, Urk. Nr. 684 – Or. (Pg.) – Regest: StaatsA Schwyz Urkundensammlung Nr. 684 (Internet); Bütler, Brandis, S. 127 (Anm. 3) (erwähnt).

28. April 1491

Hans von Königsegg, Vogt der Herrschaft Feldkirch, entscheidet mit seinen Beisitzern den zwischen der Flurbehörde der Achtzehnern der Stadt Feldkirch und Altenstadt einerseits und Eglin Knod von Tosters und Konrad Spalt von Ruggell andererseits herrschenden Konflikt wegen ihrer auf der Allmend gelegenen Güter.

Archiv: Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StadtA Feldkirch, 1017 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

19. Juni 1491

Ludwig von Brandis quittiert dem Bernhard Happ, Kammermeister des Erzherzogs Sigmund von Österreich, den Erhalt von 6 1/2 Gulden für einen zusammen mit Heinrich Harber in Schwaz erledigten Auftrag.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, I Nr. 4982 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 1a, S. 14, ebenso Thommen, Urk. aus österr. A V, 218 (I)] – Or. (Pap.) – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.; Auer a. a. O.; Ritter, Urk., S. 90.

29. Juni 1491

Ludwig von Brandis quittiert dem Mathis, Barbier des Erzherzogs Sigmund von Österreich, den Erhalt von 15 Gulden, die er dem Erzherzog geliehen hatte.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, I Nr. 4867 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 1a, S. 14, ebenso Thommen, Urk. aus österr. A V, 218 (II)] – Or. (Pap.) – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.; Auer a. a. O.; Ritter, Urk., S. 90.

12. August 1491

Jörg Weinzierl, Ammann zu Vaduz, entscheidet im Namen seiner Herren von Brandis in Maienfeld, dass die Besetzung und Verleihung des St. Luzihofs auf der St. Luzisteig denen von Maienfeld und Fläsch gemeinsam zustehe.

Archiv: Gemeindearchiv Fläsch – Signatur: GemA Fläsch, Nr. 18 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Auszug: RQ Graubünden II/2, 2. Halbbd.,431 – Regest: LUB II (cg); LLA, Karteikasten GemA Fläsch.

25. September 1491

Ludwig von Brandis quittiert dem Bernhard Happ, Kammermeister des Erzherzogs Sigmund von Österreich, den Erhalt von 17 Gulden und 2 Pfund für das Futter seiner Pferde, das man ihm eine Zeit lang nicht bezahlt hatte.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, I Nr. 4982 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 1a, S. 14f., ebenso Thommen, Urk. aus österr. A V, 218 (IV)] – Or. (Pap.) – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.; Auer a. a. O.; Ritter, Urk., S. 90.

28. September 1491

Ludwig von Brandis beurkundet eine von Hans Nagel von Maienfeld und seiner Frau Ida in der Pfarrkirche Maienfeld gestiftete Jahrzeit und die diesbezüglich von den Stiftern festgelegten Bestimmungen.

Archiv: Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StadtA Maienfeld, Nr. 70 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); LLA, Karteikasten StadtA Maienfeld.

13. Oktober 1491

Da zwischen denen von Schaan und Vaduz einerseits und denen von Buchs anderseits Streit um einen Markstein waltet, so sollen die beiden Landvögte von Sargans und Werdenberg die Sache gütlich zu vergleichen trachten; gelingt das nicht, so sollen sie nach Aufnahme gehöriger Kundschaft auf ihren Eid rechtlich entscheiden.

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Zürich; Staatsarchiv Bern – Signatur: StaatsA Luzern, Luzernerabschiedesammlung C. 18 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 394, Nr. 420]; StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede II. 39 [zit. n. Eidg. Abschiede a. a. O.]; StaatsA Bern, Allgemeine eidgenössische Abschiede E. 587 [zit. n. Eidg. Abschiede a. a. O.] – Regest: Eidg. Abschiede a. a. O.

9. Dezember 1491

Ludwig von Brandis entscheidet aufgrund von Kundschaften zusammen mit den zum Gericht hinzugezogenen Heinrich Tätschlin, Gregor Pfefferkorn und Hans Schädler den zwischen den Geschworenen der Dörfer Bludesch und Thüringen einerseits und den Brüdern Michael und Mathias Jopp, Hans Jopp genannt Gilg, Michael Vonplon und Ulrich Hutmacher andererseits herrschenden Konflikt wergen deren Häuserbau ausserhalb der Dörfer dahingehend, dass diese zu den gleichen Leistungen wie die übrigen Gemeindebewohner verpflichtet werden, die Brüder Jopp selbst in ihrem Haus zinsfrei leben dürfen, ihre Kinder dereinst jedoch zinspflichtig werden wie die beiden anderen Beschuldigten und ihnen jede weitere Bautätigkeit ohne herrschaftliche Bewilligung untersagt wird.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 4900 (Reichsherrschaft Blumenegg) – Or. (Pg.)  – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg); Fischer, Jahresbericht des Vorarlberger Museumsvereins 37 (1898) Nr. 1082.

3. Januar 1492

Ludwig und Sigmund der Jüngere von Brandis verpflichten sich, ihrem Bruder Johannes, Dompropst zu Chur, zum Lebensunterhalt jährlich zwei Fuder Wein, einen Ochsen und drei Mastschweine bis zum Tode ihres Onkels Sigmund des Älteren zu liefern, nach dessen Tod soll ihm die Burg Marschlins übergeben werden und jährlich drei Fuder Wein , ein Ochse und zwei Mastschweine zustehen.

Archiv: Staatsarchiv Třeboň (Wittingau, Tschechien) – Signatur: StaatsA Třeboň, CizÍ Rody, Nr. 276 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg). 

8. Januar 1492

"a. Zwischen denen von Unterschan und Vaduz, welche den Herren von Brandis angehören, auf der einen und denen von Buchs, die mit der Grafschaft Werdenberg unsern Eidgenossen von Luzern angehören, auf der andern Seite waltet Streit um die Marken ihres Weidgangs. Dieser wurde auf einem frühern Tag zu Luzern auf die beiden Landvögte zu Werdenberg und zu Sargans zu Minne oder Recht vertädinget, welche aber in ihren Urteilen zerfallen sind. Nach Verhörung beider Teile und auch des Gerichtshandels ist nun auf diesem Tag ausgemacht worden, die Boten sollen ab diesem Tag die Sache heimbringen und auf den nächsten Tag Vollmacht einholen zu entscheiden."

Archiv: Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede II. 49 – Regest: Eidg. Abschiede III/1, S. 398f., Nr. 424.

9. März 1492

"Herrschaft(liche) collatur(en) undt beneficia. Pfarrey Triessen. Hatt gnädigste herrschafft die collatur. Jus patronatus von graff Peter von Mosax, darinnen auch begriffen die priester zu erben undt darüber die confirmat(ion) von bischoffen Henrich [v. Hewen] anno 1492."

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, AV 1/1 (Repertorium SchlossA Hochenliechtenstein ca. 1720) – Regest: Repertorium SchlossA Hochenliechtenstein ca. 1720, S. 69.

18. März 1492

Schreiben von Landrichter und Rat des Oberen Bundes an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die Bitte, zur Verhandlung des von den Herren von Brandis und anderen Bundesgenossen beanstandeten Zolls in Maienfeld ihre bevollmächtigten Boten zu dem auf den 8. April nach Ilanz einberufenen Gerichtstag zu schicken.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1492.103 – Or. (Pap.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg)  – Druck: Jecklin,Materialien 2,105.

29. März 1492

Ludwig Im Graben von Feldkirch, Pfarrer in Eschen, stellt Abt Melchior von Pfäfers einen Revers aus für die ihm verliehene Pfründe zu Eschen.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, Pfäf. 5 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Pfarrei Eschen, S. 29.

11. Mai 1492

"a. Die von Unterschan und Vaduz, so dem Herrn von Brandis zugehören, auf der einen und die von Buchs in der Grafschaft Werdenberg auf der andern Seite sollen in ihrem Streit auf Befehl der eidgenössischen Boten auf Hansen Suter, genannt Hutmacher, damals Landvogt im Oberland, und Hansen Sonnenberg, Vogt zu Werdenberg, kommen. Diese beiden aber haben nach Anhörung der Parteien ungleiche Urteile gesprochen und die Parteien sind demnach mit dem Rechtshandel auf diesen Tag gekommen, damit zwischen beiden Urteilen entschieden werde. Hierauf haben der Eidgenossen Boten erkennt, das Urteil des Hans Sonnenberg sei das bessere und soll demselben nachgelebt werden. Und da daselbe den Handel, einiger Punkte wegen, wieder vor der Eidgenossen Boten weist, so sollen die Parteien auf den Tag der Jahrrechnung zu Baden erscheinen mit ihren Beweismitteln, um den endlichen Rechtsspruch zu erwarten."

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 67; StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede II. 51 – Regest: Eidg. Abschiede III/1, S. 406ff., Nr. 433.

7. Juli 1492

Nachdem sich die beiden Konfliktparteien Schaan und Vaduz einerseits und Buchs andererseits vor einem durch eidgenössische Boten vermittelten Gericht, bestehend aus Hans Suter, Landvogt zu Sargans, und Hans Sonnenberg, Landvogt zu Werdenberg, bezüglich ihres Grenzkonfliktes in der Au zwischen Buchs und Vaduz nicht einigen konnten, wird die Streitsache auf einem Gerichtstag in Baden erneut verhandelt und schliesslich zur endgültigen Entscheidung an ein unter dem Vorsitz von Fridli Arzethauser stehendes Schiedsgericht gewiesen.

Archiv: Gemeindearchiv Schaan; StaatsA St. Gallen – Signatur: GemA S, U4; StaatsA St. Gallen, AA U 3a-21 – Abschr., Insert in GemA S, U4 (Urk. v. 19. Juli 1493), Zeile 7-22 bzw. in StaatsA St. Gallen, AA U 3a-21, Zeile 7-24 – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Zur Sache vgl. auch GemA S, U4 (Urk. v. 19. Juli 1493): Regelung des vorliegenden Konfliktfalles durch ein unter dem Vorsitz von Fridli Arzethuser stehendes Schiedsgericht; StaatsA St. Gallen, AA U 3a-22 (Urk. v. 1. Aug. 1495): Erneuter Gerichtsentscheid in dieser Angelegenheit.

9. August 1492

Ludwig von Brandis entscheidet den zwischen der Gemeinde Ludesch und den dortigen Säumern herrschenden Konflikt um das Weiderecht ihrer Pferde auf der Allmend, legt die Anzahl Tiere und die Weidezeiten sowie ein allfälliges Pfändungsrecht und die Höhe der diesbezüglichen Bussen fest und regelt die Schafweide.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 4191 (GemA Ludesch) – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg).

August 1492

Ulrich von Brandis [sic] stellt eine Quittung aus [Ulrich verm. verschrieben für Ludwig, da Ulrich von Brandis bereits 1486 verstarb].

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Ritter, Urk., S. 90] – Regest: Ritter a. a. O.

7. September 1492

Ludwig von Brandis quittiert dem Bernhard Happ, Kammermeister des Erzherzogs Sigmund von Österreich, die Bezahlung von 50 Gulden an seinen Sold.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, I Nr. 6247 [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A V, 239] – Or. (Pap.) – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

16. Oktober 1492

Kaiser Friedrich III. bestätigt Ludwig und Sigmund [II.] von Brandis die ihnen von seinen Vorgängern verliehene Blutgerichtsbarkeit und das Privileg, dass gegen ihre Untertanen nur vor einem brandisischen Gericht geklagt werden darf.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, U44 – Abschr., Insert in: LLA, U44 fol. 1r-3r (Urk v. 2. Aug. 1507) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Lit.: vgl. Kaiser/Brunhart 2, S. 370 (Anm. 1053), wo die betreffenden Urkunden und Bestätigungen (mit diesbezüglichen Literaturangaben) aufgeführt sind – Abschrift: LLA, RA 143 (Urk. v. 2. Aug. 1507) fol. 1r-5r (Insert).

24. Oktober 1492

Kaiser Friedrich III. gibt den Brüdern Ludwig und Sigmund Freiherren zu Brandis die Freiheit, mit rotem Wachs zu siegeln.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien, Reichsregister W, fol. 39 – Eintrag – Regest: Chmel, Regesta, 8859.

29. November 1492

Heinrich Mull von Bludesch und seine Frau verkaufen mit Zustimmung von Jodok Friedrich, Landammann der Herren von Brandis in der Herrschaft Blumenegg, dem Ulrich Brugg von Schnifis für 23 Pfund Pfennig einen auf ihrem eigenen Weingarten in Runkelina gelegenen Jahreszins von 1 Pfund und 3 Schilling.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv Bregenz – Signatur: VLA, Nr. 637 (PfarrA Bludesch) – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg).

1492 (1)

Jakob Marxer und Johannes Gantner von Planken zinsen dem Kloster St. Luzi in Chur 11 Pfund Schmalz ab dem Gut Mada in Planken.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Bestand Kloster St. Luzi, Chur, Handschriften und Codices, 1, S. 135 – Urbareintrag – Transkription LUB II (cg) – Regest: LUB II (cg); Tiefenthaler, Kloster St. Luzi, Chur, Handschriften und Codices 1, S. 6.

1492 (2)

Ein Schiedsgericht urteilt in der von Schaan und Vaduz gegen Buchs eingereichten Klage betreffend einen von Felix Keller gesetzten Makstein, dass dieser Markstein gültig sei.

Regest: LUB II (cg) n. Senn, Werdenberger Chronik, Heft 1, S. 99 – Lit.: Senn a. a. O.

1492 (3)

Johann Schächle von Gamprin bestätigt dem Kloster St. Luzi in Chur den Empfang des Langenacker gegen einen jährlichen Zins von 4 Viertel Weizen, 40 Eiern und 12 Schilling Pfennig.

Regest: LUB II (cg) n. Büchel, Pfarrei Bendern, S. 124 – Lit.: Büchel a. a. O.

1492 (4)

Klaus Bürzli von Planken bestätigt dem Kloster St. Luzi In Chur einen jährlichen Zins von einem Viertel Schmalz ab den "in der Mad" genannten Gütern und ab den Ägerten auf Oberplanken.

Regest: LUB II (cg) n. Büchel, Pfarrei Bendern, S. 124 – Lit.: Büchel a. a. O.

13. Februar 1493

Schreiben von König Maximilian an seine Vögte, Amtleute und Untertanen in Feldkirch, Bregenz und auf den Burgen Neuburg und Gutenberg betreffend die Aufforderung, sich zur Gegenwehr gegen die den Walgau bedrohenden Eidgenossen bereit zu halten und dem mit den Abwehrmassnahmen beauftragten Hauptmann Hans Jakob von Bodman dabei gehorsam und behilflich zu sein.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien, Schweiz, Fasz. 2, Bl. 35 [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A V, 249] – Entwurf (Pap.) – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

14. März 1493

Die Stadtbürger Heinrich von Gutenberg, seine Frau Anna, Hans Karle und seine Frau Dorothea versprechen der Stadt Maienfeld die vor ihrem Haus liegende Hofstätte weder zu überbauen noch einzuzäunen, behalten sich jedoch das Recht vor, diese wie bis anhin zu nutzen, zu versetzen oder zu verkaufen.

Archiv: Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StadtA Maienfeld, Nr. 78 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); LLA, Karteikasten StadtA Maienfeld.

12. April 1493

Die Triesner Gemeindeleute erteilen ihren Vertretern Hans Weinzierl, Klaus Banzer, Michel Kindle, Paul Schinder, Heinrich Gahaini, Jörg Pergant und Hans Murer in der vor das Landgericht in Rankweil gezogenen Streitsache mit den Gebrüdern Ludwig und Sigmund [II.] von Brandis betreffend die Auftriebsrechte in die Alp Valüna umfassende Vollmachten und bitten den Ammann von Vaduz, Jörg Weinzierl, diese Vereinbarung zu siegeln.

Archiv: Gemeindearchiv Triesen – Signatur: GemA T, U27 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Zur Sache vgl. auch GemA T, U52 (Urk. v. 7. Dez. 1378): Verkaufsurkunde betreffend die Alp Valüna [Druck: LUB I/4 Nr. 17, S. 89ff.] und GemA T, U22 (Urk. v. 27. Juni 1493): Gerichtsverhandlung und Urteil betreffend die strittigen Auftriebsrechte in die Alp Valüna (mit inserierter Urkunde vom 7. Dez. 1378).

27. Juni 1493

Nachdem am 8. April 1493 die beiden Konfliktparteien, Ludwig von Brandis, vertreten durch Jörg Erni von Göfis, und die Gemeinde Triesen, vertreten durch Heinrich Zechender von Kalchern, vor dem Landrichter in Rankweil, Michel Rad, ihre auf die durch Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans 1378 ausgestellte Verkaufsurkunde der Alp Valüna sich stützenden Argumente pro und contra betreffend die durch Ludwig von Brandis in Anspruch genommenen Auftriebsrechte in diese Alp vorgebracht haben, wird nach Vertagung des Gerichts am 27. Juni unter dem Vorsitz von Uli Gut von Rankweil der Gemeinde Triesen und den als Vertretern ihres Bruders Ludwig vor Gericht erschienenen Sigmund [II.] und Hans Nikolaus von Brandis das vom Gericht beschlossene Urteil verkündet. Die vorgelegte Verkaufsurkunde soll weiterhin gültig sein. Ludwig von Brandis ist jedoch als Hofbesitzer in Triesen berechtigt, gleichviel Stück Vieh auf die Alp Valüna zu treiben wie derjenige der übrigen Alpgenossen, der am meisten Vieh auftreibt, er ist aber auch verpflichtet, die mit dem Alpauftrieb verbundenen Lasten zu übernehmen.

Archiv: Gemeindearchiv Triesen – Signatur: GemA T, U22 – Or. (Pg.) – Druck: Die hier inserierte Urkunde vom 7. Dezember 1378 (Zeile 7-22) nach dem Original (GemA T, U52) in: LUB I/4 Nr. 17, S. 89ff. Ebenso Büchel, in: JBL 2 (1902) S. 160ff. nach der hier in GemA T, U22 inserierten Urkunde. In moderner Übersetzung bringt Büchel den ganzen Text der Urkunde ebd. S. 171ff. – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Abschrift: GemA T, 9/5/166 (unvollständig), vidimierte Abschrift vom 23. März 1684 durch Johann Conrad Heim, kaiserlicher Notar in Feldkirch – Zur Sache vgl. auch GemA T, U27 (Urk. v. 12. April 1493): Vollmachtserteilung für die Triesner Delegation im vorliegenden Gerichtsfall – Lit.: Klenze, Alpwirtschaft, S. 28f. – Kaiser/Brunhart 1, S. 346 (314) – Bütler, Brandis, S. 128f.

1. Juli 1493

Ein Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Hans Jacob von Bodman und den beiden Parteienvertreter entscheidet den zwischen Märk Sittich von Hohenems, vertreten durch Jakob Bayerer von Hagenwil und Ulrich von Ramschwag, Vogt auf Gutenberg, vertreten durch Konradin von Marmels, herrschenden Konflikt um den halben Viertel des Hofes zu Lustenau, den Zehnten zu Montlingen und eine von Marquart von Hohenems herrührende Schuld von 400 Gulden.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 5321 (Reichsgrafschaft Hohenems) – Or. (Pg.) – Druck: Thommen, Urk. aus österr. A. V,254 (Auszug) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg).

19. Juli 1493

Ein unter dem Vorsitz des Glarner Ratsherrn und Alt-Landvogts im Sarganserland Fridli Arzethauser stehendes Schiedsgericht, bestehend aus Hans von St. Viner von Sargans und Hans Konrad, Vogt in Maienfeld, als Vertreter der klagenden Partei Schaan und Vaduz, und dem Luzerner Ratsherrn Peter(mann) Feer, Herr zu Kasteln, Landvogt im Sarganserland und zu Freudenberg, und Hans Müller, Ammann zu Wartau, als Vertreter der angeklagten Partei Buchs, entscheidet den zwischen den Konfliktparteien herrschenden Grenzkonflikt bezüglich eines von Felix Keller von Zürich vor etlichen Jahren nach Meinung der Kläger ohne ihr Wissen in der Au zwischen Vaduz und Buchs gesetzten Marchsteins. Der umstrittene Marchstein soll entfernt und der Grenzverlauf neu ausgemessen und festgelegt werden, wobei es beiden Parteien vorbehalten bleibt, den neuen Grenzverlauf in gegenseitigem Einverständnis zu vermarchen .

Archiv: Gemeindearchiv Schaan; Staatsarchiv St Gallen – Signatur: GemA S, U4; StaatsA St. Gallen, AA U 3a-21 – Or. (Pg.) – Druck: Senn, Kirchengeschichtliche Urk. 8 – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Reg. GemA, 19 – Senn, Chronika, 9 – Zur Sache vgl. auch GemA S, U4a (Urk. v. 7. Juli 1492 [Insert in GemA S, U4]): Vergeblicher Versuch zur Regelung des vorliegenden Konfliktes; StaatsA St. Gallen, AA U 3a-22 (Urk. v. 1. Aug. 1495): Erneuter Versuch zur Regelung des vorliegenden Konfliktes.

8. November 1493

Hans Suter und seine Frau Grete von Thüringen verkaufen mit Zustimmung von Jodok Friedrich, Landammann der Herren von Brandis in der Herrschaft Blumenegg, ihrem Vetter Melch Suter und seiner Frau Christina einen jährlichen Zins von 30 Schilling Pfennig ab ihrem Haus und Hof und einem in den Langenäcker gelegenen Acker in Thüringen für 30 Pfund Pfennig.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 7574 (PfarrA Thüringen) –Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg); Fischer, Jahresbericht des Vorarlberger Museumsvereins 37 (1898) Nr. 1083.

18. November 1493

Ein Gericht unter dem Vorsitz des Brandisischen Ammanns am Eschnerberg, Andreas Schreiber, bestätigt den Geschworenen der Nachbarschaft Schellenberg das Recht, Strafen und Bussen zu erteilen.

Archiv: Gemeindearchiv Schellenberg – Signatur: GemA Sb, U1 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Reg. GemA, 20.

21. November 1493

Im Auftrag der in der Grafschaft Vaduz gelegenen Dörfer Schaan, Vaduz, Triesen und Balzers beschliessen die dazu eingesetzten Jörg Weinzierl, Brandisischer Ammann in Vaduz, Ulrich Frick, Heinrich Spachart, Jochum von Quader, Jörg Thöny, Heinrich Gahaini, Klaus Banzer, Ulrich Vierabend und Erny Schnell eine Steuerordnung.

Archiv: Lichtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, U17 – Or. (Pg.) – Druck: Ospelt, Reg. RegierungsA, JBL 26, 7 (Auszug) – Edition: LUB II digital – Regest LUB II (cg).

5. Dezember 1493

Hans Bürklin zu Schaan hat "mit vergunst" des Jörg Winzürlin, Ammann zu Vaduz, den Brüdern Michel und Lienhard "den Kindlin", und Urschla und Anna, ihren Hausfrauen, seinen Acker, "in Trysner veld" gelegen, verkauft und ebenso zwei Wiesen "in der obern Ow", wovon 5 Schilling Gelds dem Leutpriester zu Feldkirch gehören, alle um 43 Pfund Pfennig Geld, Konstanzer Münz und Feldkircher Wärung. Siegler Jörg Winzürlin, Ammann zu Vaduz. Gegeben Donnerstag vor St. Niklaus 1493.

Archiv: Staatsarchiv Schwyz – Signatur: StaatsA Schwyz, Urk. Nr. 694 – Or. (Pg.) – Regest: StaatsA Schwyz Urkundensammlung Nr. 694 (Internet).

14. Dezember 1493

Werlin Mündli und seine Frau Ursula von Eschen verkaufen mit Zustimmung von Andreas Schreiber, Brandisischer Ammann am Eschnerberg, dem Kürschner Hans Richenbach und seiner Frau Barbara von Feldkirch einen jährlichen Zins von 1 Pfund Pfennig ab ihrem in Bendern gelegenen Acker für 20 Pfund Pfennig.

Archiv: Pfarrarchiv Bendern – Signatur: PfarrA Be, U12 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Büchel, Urk. PfarrA Bendern, S. 96.

6. Mai 1494

König Maximilian setzt Sigmund von Brandis über die Verleihung des Blutbannes an die Stadt Chur in Kenntnis und fordert ihn auf, in seinem Namen den Lehenseid entegegenzunehmen.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, A I/1.02.11 – Or. (Pap.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

7. Mai 1494

König Maximilian bestätigt der Stadt Chur die Verleihung des Blutbannes innerhalb der von seinem Vater, Kaiser Friedrich III., festgelegten Grenzen und befiehlt ihr, den Lehenseid dem ihn vertretenden Sigmund von Brandis zu leisten.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, A I/1.02.12 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

2. Juni 1494 (1)

Ulrich Zumbrunnen, Landvogt im Sarganserland und zu Freudenberg, und Hans Brandis, Vogt zu Vaduz, entscheiden die von Gretschins und Wartau gegen Triesen vorgebrachte Klage betreffend Weide- und Nutzungsrechte in den Rheinauen, nachdem ein unter ihrem Vorsitz stehendes Gericht, bestehend aus Bartholomäus Stumpli, Alt-Landammann im Sarganserland, und Hans Steinheuel, Vogt zu Werdenberg, als Vertreter von Gretschins und Wartau, und Ludwig von Brandis und Hans Konrad, Vogt zu Maienfeld, als Vertreter von Triesen, sich auf kein Gerichtsurteil einigen konnten. Gemäss diesem Entscheid soll der in derselben Sache von Sigmund [I.] und seinem Vetter Ludwig von Brandis zusammen mit Kaspar Iten, dem damaligen Landvogt im Sarganserland und zu Freudenberg, und dem inzwischen verstorbenen Ulrich Feiss von Luzern, Landvogt zu Werdenberg, ergangene Gerichtsspruch weiterhin in Kraft bleiben, wonach jede der Konfliktparteien auf ihrer Rheinseite innerhalb der damals gesetzten Marchen das Nutzungsrecht innehaben soll.

Archiv: Gemeindearchiv Triesen – Signatur: GemA T, U17 – Or. (Pg.) – Auszug: Büchel, Pfarrei Triesen, S. 174 – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Reg. GemA, 21 – Abschrift: GemA Triesen UB, S. 88ff.

2. Juni 1494 (2)

Ulrich Zumbrunnen, Landvogt im Sarganserland und zu Freudenberg, und Hans Brandis, Vogt zu Vaduz, entscheiden die von Gretschins und Wartau gegen Balzers und Mäls vorgebrachte Klage betreffend schädlichen Wuhrens am Rhein, nachdem ein unter ihrem Vorsitz stehendes Gericht, bestehend aus Bartholomäus Stumpli, Alt-Landammann im Sarganserland, und Hans Steinheuel, Vogt zu Werdenberg, als Vertreter von Gretschins und Wartau, und Ludwig von Brandis und Hans Konrad, Vogt zu Maienfeld, als Vertreter von Balzers und Mäls, sich auf kein Gerichtsurteil einigen konnten. Gemäss diesem Entscheid soll der in derselben Sache von Sigmund [I.] und seinem Vetter Ludwig von Brandis zusammen mit Kaspar Iten, dem damaligen Landvogt im Sarganserland und zu Freudenberg, und [dem inzwischen verstorbenen] Ulrich Feiss von Luzern, Landvogt zu Werdenberg, ergangene Gerichtsspruch weiterhin in Kraft bleiben, wonach jede der Konfliktparteien ihre Wuhrbauten behalten jedoch nicht weiter ausbauen dürfen.

Druck: Senn, Chronika, 10 – Regest: LUB II (cg) n. Senn a. a. O.

13. Juni 1494

Ludwig von Brandis berichtet dem Erzherzog Sigmund von Österreich über die ihm von den Ratsboten der Gerichte im Prättigau vorgetragenen Bedenken über einen beabsichtigten Verkauf der den Herren von Matsch gehörenden zwei Gerichte im Prättigau.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Sigmundiana M II, Nr. 94 [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A V, 261] – Or. (Pap.) – Druck: Thommen a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

13. September 1494

Bericht über die von den kaiserlichen Unterhändlern u.a. Ludwig von Brandis, mit Gaudenz von Matsch gepflogenen Verhandlungen über den Verkauf seiner zwei Gerichte Castels und Schiers im Prättigau an Kaiser Maximilian I.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kopialbücher (ältere Reihe) 1494/Q/17, 24v f.=48f. [zit. n. Reg. Imp. XIV/1/2, 3130, S. 389] – Registereintrag – Druck: Jecklin, Materialien 2, 117 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

7. November 1494

Der Keller und die Gotteshausleute von St. Gerold und die zur Herrschaft Bludenz gehörenden Hofjünger im Montafon beschliessen in ihrem seit längerer Zeit andauernden Konflikt über die Steuerzugehörigkeit mit Zustimmung Ludwig von Brandis, Herr zu Blumenegg und Schirmherr von St. Gerold, sowie Jakob Wittenbach, Vogt zu Bludenz und Sonnenberg, dass die liegenden Güter der im Montafon siedelnden Gotteshausleute mit den dort lebenden Hofjüngern, ihre fahrenden Güter jedoch nach St. Gerold versteuert werden sollen, wobei diese an den dadurch entstandenen Schaden und verursachten Kosten den Gotteshausleuten von St. Gerold 40 Gulden bezahlen.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz); Klosterarchiv Einsiedeln – Signatur: VLA, Nr. 327 (PfarrA Bartholomäberg); KAE, F.ZB 2 – 2 Or. (Pg.) – Druck: Documenta archivii Einsidlensis ... Bd. 3 (1695), S. 40ff., Nr. 25 – Edition: LUB digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg); Morel, Reg. Einsiedeln, 1084; Fischer, Jahresbericht des Vorarlberger Museumsvereins 36 (1897) Nr. 496.

1494 (1)

"Stifftung st. Mammerten capell-pfrundt zu Triessen von herrn Ludwig von Brandis 1494".

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, AV 1/1 (Repertorium SchlossA Hochenliechtenstein ca. 1720) – Regest: Repertorium SchlossA Hochenliechtenstein ca. 1720, S. 70; Poeschel, Kunstdenkmäler FL, S. 122 (erwähnt).

1494 (2)

"Revers von einem caplan zu st. Mammerten capell gegen den herrn von Brandis als lehenherrn".

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, AV 1/1 (Repertorium SchlossA Hochenliechtenstein ca. 1720) – Regest: Repertorium SchlossA Hochenliechtenstein ca. 1720, S. 70; Poeschel, Kunstdenkmäler FL, S. 122 (erwähnt).

10. Januar 1495

Ludwig von Brandis siegelt zusammen mit Matthias von Kastelwart einen Urfehdebrief des wegen Raubs und Diebstahls im Stadtgefängnis Feldkirch gefangen gehaltenen und zum Tode verurteilten Rudolf Gill aus Freiburg im Üchtland.

Archiv: Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StadtA Feldkirch, Akt 17, fol. 6v-7v – Abschr. (Pap.) – Auszug: Sander, Hermann. Über das Begnadigungsrecht der Stadt Feldkirch und des hintern Bregenzerwaldes, Innsbruck 1883 (Sonderdruck aus dem Programm der k. k. Oberrealschule zu Innsbruck für 1882/83), S. 28f.;  Niederstätter, Urfehdebriefe Nr. 54, S. 56f. – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

5. März 1495

Ein Schiedsgericht bestehend aus dem Abt Melchior von Pfäfers, den Brüdern Ludwig und Sigmund v. Brandis und Ulrich Zumbrunnen von Uri, Landvogt zu Sargans, entscheidet den zwischen Fläsch und Ragaz herrschenden Wuhrkonflikt und legt ein künftig zu befolgendes Schiedsgerichtsverfahren fest.

Archiv: Gemeindearchiv Fläsch – Signatur: GemA Fläsch, Nr. 21 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Auszug: RQ Graubünden II/2, 2. Halbbd.,434 – Regest: LUB II (cg); LLA, Karteikasten GemA Fläsch.

30. März 1495

Bürgermeister und Rat von Lindau entscheiden aufgrund von Kundschaften den zwischen Feldkirch und der Herrschaft Schellenberg herrschenden Steuerkonflikt und sprechen der brandisischen Herrschaft das Recht ab, bei Feldkircher Bürger, die in der Herrschaft Schellenberg wohnen, Steuern zu erheben.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, I Nr. 279 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 1a, S. 15] – Or. (Pg.) – Transkription: LUB II (cg) – Regest: LUB II (cg); Auer a. a. O.; Ritter, Urk., S. 90.

23. April 1495

Aufforderung König Maximilians, sich beim ersten Militäraufgebot zu stellen, an viele Grafen, Herren und sonstige österreichische Diener, darunter Hans Nick, Lediger von Brandis.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Statthaltereiarchiv Innsbruck, Kopial¬bücher Serie II, Bd. R, S. 84 [zit. n. Bütler, Brandis, S. 121 (Anm. 2)] – Abschr. – Regest: Bütler a. a. O.

3. Juni 1495

Ludwig von Brandis verleiht dem Stadtbürger Hans Buchtor und seinen Geschwistern das Teileramt in Maienfeld, das diese als brandisisches Lehen von ihrem Vater Gebhart geerbt haben.

Archiv: Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StadtA Maienfeld, Nr. 81 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Auszug: RQ Graubünden II/2, 2. Halbbd., S. 634 – Regest: LUB II (cg); LLA, Karteikasten StadtA Maienfeld.

4. Juni 1495

Georg Burgandt, Vogt der Urschla, Hans Müller's sel. Hausfrau von Triesen, hat mit Vergunst des Jörg Winzürlin, Ammann zu Vaduz, dem Lienhard Kindlin seinen Baumgarten zu Triesen verkauft. Siegler: Jörg Winzürlin. Gegeben, Donnerstag vor dem "halgen Pfingsstag" 1495.

Archiv: Staatsarchiv Schwyz – Signatur: StaatsA St. Gallen, AA U 3a-22StaatsA Schwyz, Urk. Nr. 703 – Or. (Pg.) – Regest: StaatsA Schwyz Urkundensammlung Nr. 703 (Internet) (mit irrt. Datum 19. Mai 1495).

13. Juni 1495

Aufforderung an Hans Nick, Lediger von Brandis, sich ausgerüstet auf Montag nach St. Ulrichstag in Trient zum Zuzug zu Herzog Ludwig von Mailand zu stellen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Statthaltereiarchiv Innsbruck, Kopialbücher Serie II, Bd. R, S. 88 [zit. n. Bütler, Brandis, S. 121 (Anm. 2)] – Abschr. – Regest: Bütler a. a. O.

1. August 1495

Der Glarner Ratsherr und Alt-Landvogt im Sarganserland Fridli Arzethauser entscheidet erneut zusammen mit Hans von St. Viner von Sargans und Hans Müller, Ammann zu Wartau, den zwischen Schaan und Vaduz einerseits und Buchs andererseits herrschenden Grenzkonflikt, den man bereits durch einen Gerichtsentscheid vom 19. Juli 1493 zu regeln versucht hatte.

Archiv: Staatsarchiv St. Gallen – Signatur: StaatsA St. Gallen, AA U 3a-22 – Or. (Pg.) – Druck: Senn, Kirchengeschichtliche Urk. 9 – Transkription: LUB II (cg) – Regest: LUB II (cg) – Zur Sache vgl. auch GemA S, U4a (Urk. v. 7. Juli 1492 [Insert in GemA S, U4]) und GemA S, U4 (Urk. v. 19. Juli 1493): Vergebliche Versuche zur Regelung des vorliegenden Konfliktes.

2. Dezember 1495

Der Churer Bischof Heinrich von Hewen, Dompropst Johannes und sein Bruder Ludwig von Brandis und Matthias von Kastelwart bestätigen den zwischen Sigmund von Brandis und Katharina von Hewen mit ihrem Vater Peter von Hewen geschlossenen Heiratsvertrag.

Archiv: Staatsarchiv Třeboň (Wittingau, Tschechien) – Signatur: StaatsA Třeboň, CizÍ Rody, Nr. 287 – Abschr. (Pg)  Insert, Zeile 2-28 – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

1495

Der Bludenzer Vogt Jakob Wittenbach stiftet für sich und seine Frau Anna Schad, für seine verstorbene Frau Dorothea Heidenheimer und für seine Eltern Ulrich Wittenbach und Agnes Vaistli von Vaduz eine Jahrzeit in der Pfarrkirche St. Niklas in Feldkirch für 140 Pfund Pfennig.

Archiv: Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StadtA Feldkirch, Cod. 73 [zit. n. Welti, Geschlechter, S. 17 (Anm. 38)] – Regest: LUB II (cg) n. Welti a. a. O.

17. Januar 1496

Sigmund von Brandis verpfändet seiner Gemahlin Katharina von Hewen zur Sicherung ihres Heiratsgutes und der Morgengabe seine Herrschaft Blumenegg und stellt dazu als Mitbürgen seinen Bruder Ludwig und Matthias von Kastelwart.

Archiv: Staatsarchiv Třeboň (Wittingau, Tschechien) – Signatur: StaatsA Třeboň, CizÍ Rody, Nr. 287 – Or. (Pg) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

26. Januar 1496

Sigmund [II.] von Brandis heiratet auf der Burg Neuburg Katharina von Hewen.

Archiv: Schlossarchiv Salenegg (Privatbesitz Familie Gugelberg) – Signatur: Jahrzeitbuch der St. Amandus-Kirche in Maienfeld, Eintrag auf den Holzdeckeln und Vorstehblättern [zit. n. Jecklin, Jahrzeitbuch, Einleitung, S. XVII u. S. 79] – Druck: Jecklin a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

Januar 1496

Der Churer Dompropst Johannes von Brandis präsentiert dem Churer Bischof Heinrich von Hewen den Kossmann Heberlin als Kaplan am St. Katharinenaltar in der St. Florinskapelle in Vaduz.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur (BAC) – Signatur: BAC, ? Januar 1496 [zit. n. Fetz, St. Florins Kapelle, S. 346] – Or. (Pg.?) – Regest: LUB II (cg) n. Fetz a. a. O.

28. März 1496

Der Churer Dompropst Johannes von Brandis und Domdekan Konrad von Marmels stellen nach der Resignation von Martin Sattler, Kaplan am Hl. Kreuz Beneficium an der Kir¬che St. Nicolai in Feldkirch, dem von Stadtammann und Rat von Feldkirch vorgeschlage¬nen Heinrich Däschli die Investitionsurkunde aus.

Archiv: Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StadtA Feldkirch, Nr. 297 – Or. (Pg.) – Regest: LUB II (cg) n. StadtA Feldkirch, Archivverzeichnis, Nr. 297.

9. August 1496

Ludwig von Brandis setzt als Sicherheit für ein vom Churer Domkapitel erhaltenes Darlehen von 400 Gulden seine Zolleinnahmen in Vaduz zu Unterpfand und verpflichtet als Bürgen den Churer Ratsherrn Luzi von Schauenstein sowie Karl Carlett und Heinrich Ammann von Grüningen, beide Bürger von Haldenstein.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, Schä U17 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Reg. Urk. Sammlung, 17.

16. September 1496

König Maximilian I. bestätigt den Brüdern Ludwig und Sigmund II. von Brandis die ihnen 1492 von seinem Vater, Kaiser Friedrich III., verliehenen Privilegien.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck); Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: TLA, Sammelakten Reihe E / Nr. 189 [Nr.] 1 u. 2 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 4a, 470f.; HHStA Wien, Reichsregisterbücher X/2, fol. 587v [zit. n. Reg. Imp. XIV/2/2, 7385, S. 538] – Transkription: LUB II (cg) – Regest: LUB II (cg); Auer a. a. O.

23. September 1496

Die als Richter angerufenen Ammann und Rat von Feldkirch urteilen aufgrund von Kundschaften in den von der Gemeinde Maienfeld gegen Sigmund von Brandis erhobenen Klagen wegen Verletzung ihrer Eigentumsrechte am Stadtgraben, Einschränkung des ihr zustehenden Rechts der "Patri" (Recht des Gebotes und Verbotes gewisser öffentlicher Spiele), umstrittener Stellung des Stadtvogtes gegenüber der Gemeinde und der Herrschaft und Vorenthaltung ihres Anteils des Bussgeldes.

Archiv: Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StadtA Maienfeld, Nr. 84 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Druck: RQ Graubünden II/2, 2. Halbbd.,415 – Regest: LUB II (cg); LLA, Karteikasten StadtA Maienfeld.

16. November 1496

Heinrich Schnopp, Ammann zu Jagberg im vordern Wallgau, urkundet, wie er zu Jagberg vor Gericht sass und in der Streitsache zwischen Abt Conrad als Propst in St. Gerold und Sigmund [II.] von Brandis wegen der freien Walser verschiedene Kundschaften aufnahm. Dat. an St. Florins Abend.

Regest: Morel, Reg. Einsiedeln, 1097.

17. Dezember 1496

König Maximilian verspricht Georg von Werdenberg-Sargans, Rudolf Stucki, Bannermeister von Glarus, und vier genannten Leuten aus dem Prättigau, die jährliche Ratenzahlung an die ihnen geschuldete Summe von 3050 Gulden jeweils bei den Herren von Brandis in Maienfeld zu hinterlegen.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A V, 283 (IX)] – Or. (Pg.?) – Druck: Thommen a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

1496 (1)

Ludwig von Brandis erlässt für die Grafschaft Vaduz Bestimmungen bezüglich der Einzugs- und Abzugsgelder, der zu leistenden Frondienste und der zu bezahlenden Abgaben und Steuern.

Druck: LUB I/4, S. 343f. (Sulzisch-Hohenemsisches Urbar S. 13f.) – Regest: LUB II (cg) n. LUB a. a. O. – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 336 (304).

1496 (2)

"Zwey Urthell brieff, worinnen dass die pfarr kinder den pfarrherren [von Triesen] jmmen honig undt wachs zehendten zu geben schuldig, einer de dato 1462, der andere de dato 1496".

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, AV 1/1 (Repertorium SchlossA Hochenliechtenstein ca. 1720) – Regest: Repertorium SchlossA Hochenliechtenstein ca. 1720, S. 69.

6. Februar 1497

Urkundlicher Beleg für die Vormundschaft von Ludwig von Brandis und Matthias von Kastelwart über die beiden Söhne des 1493 verstorbenen Alwig [VIII.] von Sulz, Ehemann der Verena von Brandis, einer Schwester von Ludwig von Brandis.

Regest: LUB II (cg) n. Bütler, Brandis, S. 126 (Anm. 2) – Quelle: Mone, Oberrheinische Zeitschrift, 1. Folge, Bd. 14, S. 464 [zit. n. Bütler a. a. O.].

18. April 1497

Maximilian I. befiehlt am 18. April Jacob Wittembach, Vogt zu Bludenz, dass er vom Amt seiner Verwesung Ulrich von Ramswab [wohl verschrieben für Ramschwag], Pfleger zu Guttenberg, 170 Gulden als Bezahlung seiner Burghut gibt und quittiert.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Bevelch 1496/1497 fol. 35-35v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 116] – Regest: Auer a. a. O.

5. Mai 1497

Ludwig von Brandis entscheidet zusammen mit seinem Ammann Jörg Weinzierl und den zum Gericht zugezogenen Lutze Frick, Heinrich von Schiers und Abrecht Wolf die Weide- und Nutzungsstreitigkeiten zwischen der Gemeinde Triesen und den Walsern am Triesnerberg. Beiden Konfliktparteien werden ihre Viehweide und die gemeinsamen Nutzungsrechte an Baumfrüchten zur Schweinemast innerhalb bestimmter Grenzen festgelegt, wobei den Triesnern das Recht, ihre Schweine zu weiden, zeitlich eingeschränkt wird.

Archiv: Gemeindearchiv Triesen – Signatur: GemA T, U16 – Or. (Pg.) – Auszug: Büchel, Triesen 3, S. 1045 (in moderner Sprache); Büchel, Pfarrei Triesen, S. 174f. – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Reg. GemA, 22 – Lit.: Klenze, Alpwirtschaft, S. 29.

23. Mai 1497 (1)

Hans Ruch, der Zeit Walser Ammann zu dem Sontag, urkundet, dass er in Garsellen öffentlich zu Gericht sass und er selbst und einige andere Männer in dem Streit zwischen Sigmund [II.] von Brandis und Abt Conrad von Rechberg als Propst in St. Gerold in Betreff der armen Walser Kundschaft geredet. Dat. Zinstag vor unsers Herrn Fronleichnamstag.

Regest: Morel, Reg. Einsiedeln, 1102.

23. Mai 1497 (2)

Hans Ruch, der Zeit Walser Ammann zu dem Sontag, vernimmt in dem Streit zwischen Sigmund [II.] von Brandis und Abt Conrad von Rechberg als Propst in St. Gerold in Betreff der armen Walser einige Männer, die für die Sache des Abtes zeugen. Dat. Zinstag vor unsers Herrn Fronleichnamstag.

Regest: Morel, Reg. Einsiedeln, 1103.

5. Juni 1497

Maximilian I. befiehlt am 18. April Jacob Wittembach, Vogt zu Bludenz, dass er vom Amt seiner Verwesung Ulrich von Ramswab [wohl verschrieben für Ramschwag], Pfleger zu Guttenberg, 170 Gulden als Bezahlung seiner Burghut gibt und quittiert.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Bevelch 1496/1497 fol. 55-55v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 116] – Regest: Auer a. a. O.

8. Juni 1497

Christian Brügel von Bratz urkundet, dass er im Namen des Hans Brügel zu Nütziders, des Ammanns von Sonnenberg, an dem Maiennachgericht gesessen und in dem Streit wegen der armen Walser zwischen dem Propst von St. Gerold und Sigmund [II.] von Brandis, nebst andern Zeugen Kundschaft geredet. Dat. St. Medardus.

Regest: Morel, Regesten von Einsiedeln Nr. 1104, S. 83.

15. Juni 1497

Ammann Hans Rusch von Sonntag urkundet, dass er zu Blumenegg öffentlich zu Gericht sass und über den Streit wegen der armen Walser zwischen dem Propst von St. Gerold und Sigmund [II.] von Brandis Kundschaft aufgenommen habe. Dat. St. Vitstag.

Regest: Morel, Reg. Einsiedeln, 1105.

7. August 1497

Ein Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Ludwig von Brandis, bestehend aus Klaus Öhri und Stefan Abberg als Vertreter der klagenden Partei Ruggell und Hensli Graf und Hugo Knabenknecht als Vertreter der angeklagten Partei Schellenberg, entscheidet durch Festlegung des Grenzverlaufs die Nutzungs- und Weidekonflikte zwischen den beiden Nachbarschaften Ruggell und Schellenberg und verpflichtet die Leute von Schellenberg zur Mithilfe beim Wuhrbau.

Archiv: Gemeindearchiv Ruggell; Gemeindearchiv Schellenberg – Signatur: GemA R, U13; GemA Sb, U2 – 2 Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Kaiser/Brunhart 1, S. 346f. (315f.); 2, S. 381 (Anm. 1118); Schädler, Reg. Urk. Sammlung, 18; Schädler, Reg. GemA, 23 – Abschriften: LLA, Schä U18 (von der fürstlich liechtensteinischen Kanzlei vidimierte Abschrift v. 4. Febr. 1783); LLA, RA 31/5/41 (von der hochfürstlich liechtensteinischen Oberamtskanzlei beglaubigte Abschrift v. 7. Aug. 1796).

19. August 1497

Burgermeister und Rat von Konstanz entscheiden zwischen Conrad, Abt zu Einsiedeln und Verweser der Propstei St. Gerold, und seinen zu bemeldeter Propstei gehörigen Untertanen an einem und dann Sigmund [II.] von Brandis und seinen zur Herrschaft Blumenegg gehörenden Untertanen am andern Teil, betreffs des Besitztum der freien Walser, und zwar zu Gunsten Abt Conrads. Dat. Samstag nach Maria Himmelfahrt. – Diesem Akt sind viele Urkunden eingefügt. Hieher gehört auch eine alte Urkunde ohne Datum über die Frage, welchem der obgenannten Herren die Walser zugehören.

Regest: Morel, Reg. Einsiedeln, 1107.

29. August 1497

König Maximilian [I.] beauftragt die Schatzkammer zu Innsbruck folgende seiner eigenen und seiner Dienstleute Schulden zu bezahlen: [...] König Maximilian schuldet dem Nikolaus von Brandis für seinen Dienst in Italien Sold und Darlehen. Die Schatzkammer soll mit ihm abrechnen und ihn heimziehen lassen. [....] Steinach, Erichtag (=Dienstag) nach st. Bartholomeustag 1497, im 12. Jahr des römischen Königtums Maximilians, Maximilianus rex subskripsi(t). – Kanzleivermerk: commissio domini regis prop. Serntein subskripsi(t).

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien); Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: HHStA Wien, Maximilian Akten 4b, fol. 213 [zit. n. Reg. Imp. XIV/2/1, 5223, S. 205]; TLA, Geschäft von Hof 1497, fol. 320ff. [zit. n. Reg. Imp. a. a. O.] – Regest: Reg. Imp. a. a. O.

23. September 1497  

Von König Maximilian mit Schreiben vom 17. April 1497 beauftragt, nimmt Jakob Wittenbach, Vogt zu Bludenz und Sonnenberg, auf einem nach Bludenz einberufenen Gerichtstag zusammen mit hinzugezogenen Beisitzern die Zeugenaussagen über die den im Montafon und in den Herrschaften Bludenz, Sonnenberg, Jagdberg und Blumenegg sowie auf dem Gebiet des Gotteshauses St. Gerold siedelnden Leuten zustehenden Rechte und Freiheiten auf, wonach die Ausbürger und Eigenleute in diesem Gebiet jeweils ihrem rechtmässigen Herrn, unter anderen den Herren von Brandis, zins- und dienstpflichtig sind, was auch von Heinrich Butsch, Hubmeister in Feldkirch, am 24. Dezember 1497 aufgrund seiner langjährigen Amtstätigkeit bestätigt wird.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 10105 (StadtA Bludenz) – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Druck: (in moderner, teilweise zusammenfassender Übertragung): Fischer, Jahresbericht des Vorarlberger Museumsvereins 27 (1888) Nr. 69 – Regest: LUB II (cg); Fischer, Jahresbericht des Vorarlberger Museumsvereins 37 (1898) Nr. 732.

19. Oktober 1497

König Maximilian verleiht die Herrschaft Sax im Rheintal an den ihm ergebenen Ludwig von Brandis und an Markwart Brisacher, falls sie sich des Schlosses Sax bemächtigen können.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Copialbuch, 2. Serie, Bd. T, S. 351 [zit. n. Bütler, Brandis, S. 134 (Anm. 1)] – Regest: LUB II (cg) n. Bütler a. a. O.

28. November 1497

Agnes ab Furx, die Witwe des verstorbenen Konrad Ziegler, verkauft zusammen mit ihren vier Kindern, alle Bürger von Feldkirch, mit Zustimmung ihres Bruders und Vogtes Peter ab Furx dem Feldkircher Stadtammann Felix Merkle um 15 Pfund Pfennig einen von ihrem Mann gekauften, auf Gütern des verstorbenen Hans Graf im Maurer Kirchspiel gelegenen Zins von 15 Schilling Pfennig.

Archiv: Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StadtA Feldkirch, 303 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

5. Dezember 1497

Michel Tun als Vogt der Kinder des Hans Müller sel. hat mit Genehmigung des Lutze Frick, Ammann zu Vaduz, dem Hans Regelin und Katharina, seiner Frau, um 1 Schilling jährlichen Zinses eine Kuhweid in Vaduz verkauft. Siegler: Luzius Frick. Gegeben an St. Niklaus Abend 1497.

Archiv: Staatsarchiv Schwyz – Signatur: StaatsA Schwyz, Urk. Nr. 710 – Or. (Pg.) – Regest: StaatsA Schwyz Urkundensammlung Nr. 710 (Internet).

1497

Drei urkundliche Belege für die Vormundschaft von Ludwig von Brandis und Matthias von Kastelwart über die beiden Söhne des 1493 verstorbenen Alwig [VIII.] von Sulz, Ehemann der Verena von Brandis, einer Schwester von Ludwig von Brandis.

Archiv: Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Zürich (ohne weitere Signatur-Angabe [zit. n. Bütler, Brandis, S. 126 (Anm. 2)] – Regest: LUB II (cg) n. Bütler a. a. O.

25. Januar 1498

Maximilian I. befiehlt am 25. Januar Franz Schenck von Schenckenstein, Vogt zu Bludenz, Ulrich von Ramschwag unverzüglich die Burghut [für die Burg Gutenberg] auszuzahlen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Befehl 1498 fol. 10-10v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 116] – Regest: Auer a. a. O.

6. Februar 1498

Ulrich Steinhüwil verspricht für den Fall, dass sein Herr, Freiherr Mathis von Castelwarck, Herr zu Werdenberg, die Pfründe und Leutpriesterei in Triesen, die zur Grafschaft Werdenberg gehört und gegenwärtig Heinrich Fromberger inne hat, nach dessen Tod Steinhüwils Sohn Andreas verleiht, mit seinem Sohn auf eigene Kosten zu sorgen, dass die Pfründe weiterhin Lehen der Grafschaft Werdenberg bleiben wird. Dies sollte der Freiherr mit einer Urkunde zusichern, wie einst Graf Ulrich von Misox die Pfründe zu Triesen dem Ulrich Zoller von Feldkirch versetzt hatte. Sollte Andreas die Pfründe nicht versehen wollen, geht das Lehen ohne Widerrede Steinhüwil an den Freiherrn zurück. Es siegelt Hans Steinhüwil, Ammann zu Werdenberg, Vetter des Ulrich.

Archiv: Landesarchiv Glarus – Signatur: LandesA Glarus A 2402 / 50010 – Or. (Pg.) – Regest: LandesA Glarus A 2402 / 50010.

21. März 1498

Jos Welti, seine Frau Anna Boll, Hans Bernhard und seine Frau Anna Egger von St. Gerold verkaufen dem Hans Metzler, Stadtammann zu Feldkirch, für 120 Pfund Pfennig einen jährlichen Zins von 6 Pfund Pfennig aus ihrer hinter Sonntag gelegenen Alp Alpschellen, aus der jährlich zwei Viertel Schmalz den Herren von Brandis gezinst werden müssen.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 3626 (Vogteiamt Feldkirch) – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg).

22. März 1498

Hans Locher, Bürgermeister von Chur, urteilt im Namen von Sigmund von Brandis im Konflikt zwischen den Gemeinden Fläsch und Maienfeld wegen umstrittener Nutzungsrechte in einem am Fläscherberg gegen die St. Luzisteig gelegenen Wald, dass die Konfliktparteien für die Beweisführung ihrer Ansprüche Kundschaften einholen und Zeugen aufbieten dürfen.

Archiv: Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StadtA Maienfeld, Nr. 86 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Druck: RQ Graubünden II/2, 2. Halbbd.,435a – Regest: LUB II (cg); LLA, Karteikasten StadtA Maienfeld.

23. März 1498

König Maximilian befiehlt dem Vogt von Feldkirch, Hans von Königseck, seiner am 24. März an Ludwig und Sigmund [II.] von Brandis geschickten Ermahnung, nichts gegen das Kloster Einsiedeln und dessen Gotteshausleute zu unternehmen, bei den Herren von Brandis Nachachtung zu verschaffen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Maximiliana M XIV P 74 [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A V, 312 (III)] – Entwurf (Pap.) – Druck: Thommen a. a. O. (kurzer Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

24. März 1498

König Maximilian ermahnt Ludwig und Sigmund [II.] von Brandis, nichts gegen das Kloster Einsiedeln und dessen Gotteshausleute zu unternehmen, nachdem sich Abt Konrad von Einsiedeln bei ihm über feindliche Absichten der Herren von Brandis beschwert hatte.

24. April 1498

Hans Rosenlacher und seine Frau Christina Klaffadeller, Bürger von Chur, bestätigen, von Johannes Spanger, Pfarrer der St. Regula Pfarrkirche in Chur, mit Einverständnis des Churer Dompropstes Johannes von Brandis einen Acker beim Untertor in Chur ge­gen einen Zins im Wert von einem Scheffel Gerstenkorn und den betreffenden Frucht­zehnten zu Erblehen erhalten zu haben.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, A I/1.42.01 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

1. Mai 1498

Sigmund von Brandis entscheidet aufgrund von Kundschaften zusammen mit dem zum Gericht hinzugezogenen Hans Brügel, Ammann zu Sonnenberg, Heinrich Schnopp, Ammann zu Jagdberg, Hans Schnider und Hans Bernhard  den zwischen Thüringen und Bludesch einerseits und Ludesch andererseits herrschenden Konflikt wegen Wuhrens und Brückenbaus an der Lutz und legt die diesbezüglich den Konfliktparteien auferlegten Verpflichtungen fest.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 10106 (StadtA Bludenz); Nr. 1399 (KlosterA Mehrerau) – 2 Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg); Fischer, Jahresbericht des Vorarlberger Museumsvereins 37 (1898) Nr. 965 und 1085 (irrt. zum 24. April 1498) – Literatur: Grabherr, Blumenegg S. 167.

11. Mai 1498

Nick von Brandis verpricht gegen einen jährlichen Sold von 60 Gulden, mit zwei gut ausgerüsteten Pferden und Knechten in den Dienst von König Maximilian zu treten und diesem gegen jedermann zu dienen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, I Nr. 5159 [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A V, 314] – Or. (Pap.) – Druck: Thommen a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.; Ritter, Urk., S. 89f.

6. Juli 1498

Maximilian I. befiehlt unter Strafandrohung erneut am 6. Juli Franz Schenck von Schenckenstein, Vogt zu Bludenz, Ulrich von Ramschwag unverzüglich die Burghut [für die Burg Gutenberg] auszuzahlen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Befehl 1498 fol. 55-55v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 116] – Regest: Auer a. a. O.

28. Juli 1498

Am Sambstag 28. July zu Freiburg wird in der Hofkammer folgendes gehandelt: [...] Nick von Brandis wurde von König Maximilian mit 2 gerüsteten Pferden zum Diener von Haus aus bestellt, laut Verschreibung der Hofkammer de dato 1498 Mai 9 soll er von ihr 60 fl. Rh. Jahressold erhalten; denselben Jahressold soll Jakob von Wittenbach erhalten, der mit drei gerüsteten Pferden zum Diener von Haus aus bestellt wurde. [...].

Archiv: Hofkammerarchiv (Wien) – Signatur: HofkammerA Wien, Gedenkbücher IV,138 [zit. n. Reg. Imp. XIV/2/1, 6500, S. 411] – Eintrag – Regest: Reg. Imp. a. a. O.

9. August 1498

Haintz Schantfletz von Triesen und Magdalena, seine Frau, bekennen, dass sie mit Wissen des Lutze Frick, Ammann zu Vaduz, dem Hansli Kindlin zu Triesen und Elsa, seiner Frau, eine Hofstatt zu Triesen zu kaufen gegeben um 8 Pfund 5 Schilling Pfennig Konstanzer Münz Feldkircher Wärung. Siegler: Lutze Frick, Ammann von Vaduz. Gegeben an St. Lorenzen Abend 1498.

Archiv: Staatsarchiv Schwyz – Signatur: StaatsA Schwyz, Urk. Nr. 715 – Or. (Pg.) – Regest: StaatsA Schwyz Urkundensammlung Nr. 715 (Internet).

13. August 1498 (1)

Unter dem Vorsitz von Rudolf Stucki, Bannermeister von Glarus, wird durch ein Gericht, bestehend aus dem Alt-Ammann von Feldkirch, Michel Schmid, und Toni Tÿg von Flums als Vertreter von Triesen und Landammann Fridli Artzethauser, Ratsherr zu Glarus und ehemaliger Vogt im Sarganserland, und Claus Gel, Alt-Schultheiß von Sargans als Vertreter von Sevelen, das Ansuchen der Seveler betreffend die Nutzung der Allmeind und der Auen diesseits des Rheins zwischen Triesen und dem Schaaner Kirchspiel unter dem untersten gesetzten Marchstein abgewiesen.

Archiv: Gemeindearchiv Triesen – Signatur: GemA T, U25 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Büchel, Pfarrei Triesen, S. 175f. (erwähnt) – Abschrift: GemA T, 7/2/23.

13. August 1498 (2)

Unter dem Vorsitz von Rudolf Stucki, Bannermeister von Glarus, entscheidet ein Schiedsgericht die Wuhrstreitigkeiten zwischen Sevelen und Triesen dahingehend, dass den Triesern erlaubt wird, ihren von den Sevelern als verbotenes und daher abzureissendes Schupfwuhr, von den Triesnern jedoch als erlaubtes Streichwuhr bezeichneten Wuhrbau stehen zu lassen.

Archiv: Gemeindearchiv Sevelen – Signatur: GemA Sevelen, 1. Buch, Urkundenabschriften S. 111ff. (siehe GemA Sevelen: Urkunden- und Aktenverzeichnis S. 1) – Abschr. (Pap.) – Regest: LUB II (cg) n. Büchel, Pfarrei Triesen, S. 175 – Lit.: Büchel a. a. O.; Broggi, Wandel, S. 181.

24. August 1498

Maximilian I. befiehlt unter Strafandrohung erneut am 24. August Franz Schenck von Schenckenstein, Vogt zu Bludenz, Ulrich von Ramschwag unverzüglich die Burghut [für die Burg Gutenberg] auszuzahlen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Befehl 1498 fol. 59v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 116] – Regest: Auer a. a. O.

ca. 19. September 1498

Vom 13. tag Februar bis auff den 19. tag Septembris 1498 hat der Sekretär der Hofkammer, Blasius Höltzl, folgende Kanzleitaxen eingenommen: [...] – Daneben sollen folgende Beträge als Kanzleitaxen bei der ersten Provisions-, Dienstgeld-, Sold-, Liefergeld- oder Schuldenzahlung einbehalten werden: [...] 5 fl. Rh. von Hans Rudolf von Tscherntal zu Bern und 6 fl. Rh. von Nick von Brandis für ihre Provisionsbriefe.

Archiv: Hofkammerarchiv (Wien) – Signatur: HofkammerA Wien, Gedenkbücher IV,210 = 190 [zit. n. Reg. Imp. XIV/2/2, 8868, S. 743] – Eintrag – Regest: Reg. Imp. a. a. O.

1. Oktober 1498

Sigmund von Brandis verspricht seinem Neffen Rudolf von Sulz für seine Mitbürgschaft für eine Schuld von 2600 Gulden gegenüber Hans von Seengen, Vogt zu Kaiserstuhl, und anderen Mitbürgen mit seinem ganzen Besitz zu haften.

Archiv: Staatsarchiv Třeboň (Wittingau, Tschechien) – Signatur: StaatsA Třeboň, CizÍ Rody, Registratura Nr. 217 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

8. November 1498

Die Brüder Ludwig und Sigmund v. Brandis entscheiden den zwischen Maienfeld und Fläsch herrschenden Konflikt um Holz- und Weidenutzung auf und unter der St. Luziensteig am Fläscherberg, nachdem die zum Schiedsgericht hinzugezogenen Vertreter der beiden Konfliktparteien den Streit nicht zu schlichten vermochten.

Archiv: Gemeindearchiv Fläsch; Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: GemA Fläsch, Nr. 22; StadtA Maienfeld, Nr. 87 – 2 Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (n. GemA Fläsch, Nr. 22) – Druck: RQ Graubünden II/2, 2. Halbbd.,435b (n. GemA Fläsch, Nr. 22) – Regest: LLA, Karteikasten GemA Fläsch; LLA, Karteikasten StadtA Maienfeld.

17. Dezember 1498 (1)

Maximilian I. befiehlt unter Strafandrohung erneut am 17. Dezember Franz Schenck von Schenckenstein, Vogt zu Bludenz, Ulrich von Ramschwag unverzüglich die Burghut [für die Burg Gutenberg] auszuzahlen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Befehl 1498 fol. 85v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 116] – Regest: Auer a. a. O.

17. Dezember 1498 (2)

Maximilian I. befiehlt am 17. Dezember Heinrich Butsch, Hubmeister in Feldkirch, Ulrich von Ramschwag 2 Fuder Wein, in Abschlag seiner Burghut, nach Gutenberg zu geben.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Befehl 1498 fol. 101v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 116] – Regest: Auer a. a. O.

1498

Vertrag zwischen den Herren von Brandis [als Inhaber der Vogteirechte] und der Propstei zu St. Gerold, genannt der alte Vertrag.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, RH. Blumenegg Akten 1351-1836, Schachtel 13, Tit.. 5 (1498) (Regest?) [zit. n. Tiefenthaler, Blumenegg Akten 1351-1836, S. 5] – Regest: LUB II (cg) n. Tiefenthaler, Quellen a. a. O.

10. Januar 1499

Ein in Feldkirch tagendes Schiedsgericht vermittelt einen bis Mittfasten dauernden Waffenstillstand zwischen den Abgeordneten Kaiser Maximilians und den Bündnern, unter letzteren der Churer Dompropst Johann von Brandis. In Feldkirch anwesend war u. a. auch Ulrich von Ramschwag,Vogt auf Gutenberg.

Druck: Jäger, Engedeiner Krieg 1499, 16 – Regest. LUB II (cg) n. Kaiser/ Brunhart 1, S. 303f. (274) – Lit.: Jäger a. a. O., S. 74-77; Kaiser/ Brunhart a. a. O. – Bütler, Brandis, S. 133.

26. Januar 1499 (1)

Der im Feldlager bei Glurns zwischen dem Bischof Heinrich von Chur und den Hauptleuten und Räten von König Maximilian geschlossene Frieden wird u.a. vom Churer Dompropst [Johannes] von Brandis unterzeichnet.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A V, 326] – Or. (Pg.?) – Druck: Jäger, Engedeiner Krieg 1499, 17; Thommen a. a. O. (I und II, nur Abweichungen zu Jäger und Zellweger); Zellweger, Urk. I/2, 604 – Regest: Büchi, Aktenstücke, 11.

26. Januar 1499 (2)

In einem Bericht über die Gründe, die zum Kriegsausbruch zwischen den Eidgenossen und dem Schwäbischen Bund geführt haben, wird als kriegsauslösendes Moment die Brandschatzung der Eidgenossen bei Balzers unter der Burg Gutenberg bezeichnet.

Druck: Klüpfel, Urk. I, S. 272ff. – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O.

31. Januar 1499

Vogt [Meinrad] Stadler schreibt den Schwyzern, er habe vernommen, dass zwischen Feldkirch und Bregenz 8000 Mann Kaiserliche liegen, dass am letzten Dienstag 7 Fähnlein in Feldkirch eingezogen seien, dass ein grosser Zug von Feldkirch nach Vaduz auf dem Wege sei, und dass der Feind beabsichtige, Chur einzunehmen. Die Bündner liegen an St. Luziensteig an der Letze. Gegeben uff Donstag ze Nacht um die zechne ylentz, vo(r) U(nser) L(ieben) Fr(au) ze Lichmess.

Archiv: Staatsarchiv Schwyz – Signatur: StaatsA Schwyz, Urk. Nr. 736 – Or. (Pap.) – Regest: StaatsA Schwyz Urkundensammlung Nr. 736 (Internet); Büchi, Aktenstücke, 56.

2. Februar 1499 (1)

[Schreiben von] Ludwig von Brandis an Hans Müller, Ammann in Wartau.

"Mir schribt her Hanns von Kunsegk, wie ein frid beschlossen und gemacht sie im her im Etschland [zu Glurns, vgl. Bericht v. 26. Jan. 1499]. Solichs hab ich dir unverkundt nit wellen lassen, ouch wellest solichs dem landvogt ouch zu wüssen tun. – D[atum] ilens, Vadutz an unser Frowen tag am morgen."

Kantonsbibliothek Freiburg – Signatur: KantonsB Freiburg, Coll. Girard [Bd. VII?] 165 [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 31] – Druck: Büchi a. a. O.

2. Februar 1499 (2)

Jahrzeitstiftung von Jos Morhart und seiner Frau Fridis vom Bach und deren Schwester Gret für sich und ihre Eltern für die St. Amandus-Kirche in Maienfeld und für die Kapelle auf der St. Luzisteig von 6 Schilling Pfennig von ihrem Haus, Hof und Weingarten in Maienfeld, stosst u. a. an das Gut der Herren von Brandis.

Archiv: Schlossarchiv Salenegg (Privatbesitz Familie Gugelberg) – Signatur: Jahrzeitbuch der St. Amandus-Kirche in Maienfeld fol. 3r [zit. n. Jecklin, Jahrzeitbuch, Einleitung, S XVII u. S. 9] – Druck: Jecklin a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

2. Februar 1499 (3)

Vertrag zwischen König Maximilian und der Grafschaft Tirol einerseits und Bischof Heinrich von Chur und dessen Bundesgenossen andererseits über die Kastvogtei des Churer Gotteshauses im Münstertal und andere Streitpunkte; zusammen mit dem Bischof und Conradin von Marmels, oberster Feldhauptmann der Bündner und Gotteshausleute, siegelt der Churer Dompropst Johannes von Brandis den Vertrag.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien, Urkundenreihe [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 12888, S. 601] – 2 Or. (Pg.) – Regest: Reg. Imp. a. a. O.

4. Februar 1499 (1)

[Schreiben von] Hans Kretz, Vogt zu Sargans, an Zürich.

Richtung des Engadiner Krieges. Doch wollen einige vom Obern Bund den Frieden nicht anerkennen und haben den Bischof, der ihn vermittelte, zur Flucht genötigt. Die Urner liegen in Chur, die Glarner in Sargans, von wo sie heute vorrücken, Luzerner und Unterwaldner zu Wesen und Walenstadt, die Schwizer seien ebenfalls unterwegs. Ansammlung der Feinde zwischen Bregenz und Feldkirch, die sie necken auf Gutenberg.

Kantonsbibliothek Freiburg – Signatur: KantonsB Freiburg, Coll. Girard [Bd. VII?] 159 [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 41] – Druck: Büchi a. a. O.

4. Februar 1499 (2)

Die nach Hause abziehenden Eidgenossen werden von den Schwäbischen Bundestruppen von der Burg Gutenberg aus verspottet, sodass sie auf der gegenüberliegenden Seite in Azmoos ihr Lager aufschlagen mit der Absicht, sich für diese Schmähungen zu rächen.

Druck: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 352ff. – Regest: LUB II (cg) n. Brennwald a. a. O.

4. Februar 1499 (3)

Als die nach Hause abziehenden eidgenössischen Truppen von Luzern, Schwyz, Unterwalden und Zug von den auf der Burg Gutenberg stationierten schwäbischen Bundestruppen beschossen und verspottet werden, werden die inzwischen auf ihrem Rückmarsch bis nach Walenstadt gelangten Urner zu Hilfe gerufen, sodass sich die schwäbischen Landsknechte und die eidgenössischen Kriegsknechte am Rhein bei Azmoos feindlich gegenüberstehen, ohne sich vorerst jedoch anzugreifen.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 113ff. – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

5. Februar 1499

Nachdem [von den Eidgenossen?] ein Haus [in Balzers?] angezündet wurde, erobern 9000 Königliche die Letzi [auf der St. Luzisteig] und nehmen Maienfeld ein, wo sie 500 Mann Besatzung zurücklassen.

Archiv: Schlossarchiv Salenegg (Privatbesitz Familie Gugelberg) – Signatur: Jahrzeitbuch der St. Amandus-Kirche in Maienfeld, Eintrag auf den Holzdeckeln und Vorstehblättern [zit. n. Jecklin, Jahrzeitbuch, Einleitung, S. XVII u. S. 79] – Druck: Jecklin a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

6. Februar 1499 (1)

Schreiben von Haupmann und Rat in Maienfeld an Bürgermeister und Rat in Chur betreffend die Mitteilung, dass trotz geschlossenem Abkommen zwischen dem König und dem Bischof von Chur eidgenössische Kriegsknechte von Sargans und Azmoos über den Rhein gezogen seien und dort zwei Häuser niedergebrannt hätten und damit zu befürchten sei, dass der Krieg angefangen habe und man von den in Vaduz lagernden 1500 Landsknechten geschädigt werde.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA 1499.008 – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 100, Nr. 43 – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Büchi, Aktenstücke, S. 477f., Nr. 633.

6. Februar 1499 (2)

Ungefähr 60 schwäbische Landsknechte ziehen über den Rhein in der Absicht, dem Feind einige Häuser zu verbrennen, sie werden jedoch zurückgeschlagen, wobei die Schwäbischen einen aus dem Sarganserland stammenden Mann erschiessen; von den um Hilfe angerufenen Eidgenossen kommen zuerst die von Glarus, aber auch die Zürcher schicken 400 Mann; durch Verrat fällt dem mit grossem Truppenaufgebot nach Maienfeld ziehenden [Ludwig] von Brandis die Stadt in die Hand.

Druck: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 352ff. – Regest: LUB II (cg) n. Brennwald a. a. O.

6. Februar 1499 (3)

Die etwa 60 schwäbischen Landsknechte, die [bei Balzers] über den Rhein gezogen waren, werden von den eidgenössischen Truppen zurückgeschlagen, wobei ein Sarganser getötet wird; von den um Hilfe angerufenen Eidgenossen kommen zuerst die von Glarus, aber auch die Zürcher schicken 400 Mann; durch Verrat von Sigmund [II.] und Thüring von Brandis gelingt den Schwäbischen die Eroberung der Stadt Maienfeld und die Besetzung der Luziensteig.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 115f. – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

7. Februar 1499 (1)

Jakob von Ems und Heinrich Binsch, Hubmeister in Feldkirch, melden den königlichen Räten in Konstanz, dass die Eidgenossen am 6. Februar bei Balzers über den Rhein gekommen seien und unter der Burg Gutenberg "einen Brand angestossen" hätten, die Feinde seien jedoch von Truppen des Schwäbischen Bundes wieder über den Rhein zurückgetrieben worden.

Druck: Klüpfel, Urk. I, S. 283 (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O. – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 307 (277).

7. Februar 1499 (2)

Nachdem ein eidgenössischer Kriegshaufen ohne Wissen der Anführer bei Balzers über den Rhein gezogen war und [in Balzers] ein Haus angezündet hatte, das einem zum Feind übergelaufenen Schweizer gehörte, zogen die Kaiserlichen, in der Meinung der Krieg sei nun ausgebrochen, rheinaufwerts und sammelten sich, ca. 12000 Mann, in Schaan und Vaduz. Während ein Teil des Heerhaufens die Rheingrenze sicherte, zog der andere über die Luzisteig und nahm Maienfeld ein. Entlang der Rheingrenze kam es in der Folge immer wieder zu kleineren Scharmützeln zwischen den in Azmoos und am Schollberg lagernden Eidgenossen und den Kaiserlichen.

Druck: Büchi, Aktenstücke, S. 563f. – Regest: LUB II (cg) n. Büchi a. a. O. – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 307 (277).

7. Februar 1499 (3)

Schreiben von Hauptmann Hans Jakob von Bodman dem Jüngeren an Bischof Heinrich von Chur betreffend die Mitteilung, dass das Vorgehen gegen die Besatzung auf der Luziensteig keine Verletzung des Friedensvertrages bedeute, da er diese zuvor schriftlich aufgefordert habe, die Luziensteig wie vereinbart zu räumen und die Reichsstrasse freizugeben, was jedoch verweigert worden sei, zudem seien entgegen dem Vertrag auch bischöfliche Leute aus Zizers auf der Luziensteig gewesen.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.010 – Abschr.(Pap.) – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 101f., Nr. 45 – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Büchi, Aktenstücke, S. 478f., Nr. 635.

7. Februar 1499 (4)

Truppen des Schwäbischen Bundes, unter diesen Ludwig von Brandis, ziehen von Feldkirch an die Luziensteig, wo der Brandiser von den dort stationierten Bündner Truppen die Räumung des Passüberganges verlangt, was diese jedoch verweigern, worauf die Bündner mit Gewalt vertrieben werden und Maienfeld eingenommen wird.

Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

7. Februar 1499 (5)

Die Schwäbischen Bundestruppen erobern Maienfeld und besetzen die Stadt und das Schloss, damit ist der Krieg ausgebrochen und obwohl keine der Kriegsparteien der anderen den Krieg erklärt hat, stehen sich die Eidgenossen und die Schwäbischen Bundestruppen von Bregenz bis Burg Gutenberg [bei Balzers] zum Krieg gerüstet gegenüber.

Druck: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 351f. – Regest: LUB II (cg) n. Brennwald a. a. O.

7. Februar 1499 (6)

Hauptmann, Fähnrich und Gemeinde von Uri im Feldlager bei Sargans informieren Bürgermeister, Landrichter und Räte des Gotteshausbundes und des Oberen (Grauen) Bundes über die Eroberung der Luziensteig und die Einnahme der Stadt Maienfeld durch den Feind .

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA 1499.009 – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 101, Nr. 44 – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Büchi, Aktenstücke, S. 478, Nr. 634.

8. Februar 1499 (1)

Hauptmann Hans Jakob von Bodman der Jüngere stellt für den Domdekan Konrad von Marmels und einige bündnerischen Hauptleute zu Unterhandlungen in sein Lager nach Balzers einen Geleitbrief aus.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.016 – Or. (Pap.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 103, Nr. 49.

8. Februar 1499 (2)

Schreiben der Hauptleute und Räte von Luzern, Uri, Zug und Glarus sowie des Landvogtes im Sarganserland an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die nochmalige Mahnung, zusammen mit ihren Verbündeten und den zu Ragaz und Azmoos liegenden eigenen, durch Zuzug ständig stärker werdenden Truppen gegen den Feind vorzugehen, der nach Einnahme der Luziensteig mit erheblicher Truppenstärke in Maienfeld, aber auch zu Balzers und am Rhein liege.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.014 – Or. (Pap.) – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 104, Nr. 50.

8. Februar 1499 (3)

Schreiben von Hans Kretz von Unterwalden, Landvogt und Hauptmann im Sarganserland, an den Domdekan Konrad von Marmels und die Hauptleute in Chur betreffend die Bestätigung, dass man seine Nachricht über die Verlegung eines Teils der Bündner Truppen nach Zizers erhalten habe, und die Mitteilung, dass die vier Orte Luizern, Uri, Zug und Glarus mit ihren Truppen bei Azmoos am Rhein lägen und er selbst mit seinen Leuten aus dem Sarganserland nach Ragaz gezogen sei, da jenseits des Rheins und in Maienfeld eine grosse Anzahl feindlicher Truppen sich befänden.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.013 – Or. (Pap.) – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 102, Nr. 47.

8. Februar 1499 (4)

Schreiben der Hauptleute und Gemeinden von Luzern, Uri, Zug und Glarus an den Bürgermeister von Chur, an den Landrichter und die beiden Bünde betreffend die Bitte, unverzüglich gegen den Feind zu ziehen, und die Versicherung ihrer Hilfe, um die Niederlage an der St. Luziensteig zu rächen. 

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.011 – Or. (Pap.) – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 103, Nr. 48.

9. Februar 1499 (1)

Schultheis und Rat von Lichtensteig informieren "den von Wil" über die Ursachen des sich kürzlich eraigneten Kriegszugs. Mit den bei Bendern versammelten feindlichen Truppen sei es zu Zusammenstössen gekommen und daraus sei der "sturm" entstanden. Luzern, Uri, Zug und Glarus hätten ihre Leute aufgefordert, mit ihnen nach Maienfeld zu ziehen , was auch geschehen sei, und es sei die Rede davon, das bei Gutenberg stehende Kriegsvolk zu vertreiben.

Druck: Bütler, Varnbüler Prozesses/Wiler Chronik, S. 167f. – Regest: LUB II (cg) n. Bütler a. a. O.

9. Februar 1499 (2)

[Schreiben der] Hauptleute und Räte des Schwäbischen Bundes an Herzog Ulrich von Würtemberg.

Am Abend des 8. Febr. ist von Feldkirch Anzeige gekommen, dass die Eidgenossen trotz der im Feldlager zu Vintsgau abgeschlossenen Richtung Mittwoch um 3 Uhr den Rhein überschritten, unter Gutenberg gebrannt und die Ihrigen gemahnt haben. Darauf haben die Schwäbischen die Eidgenossen wieder hinter den Rhein gejagt, am Donnerstag die Luziensteig im Sturm genommen, die Letze daselbst zerstört, viele getötet und sind bis Maienfeld gedrungen. Der königlichen Majestät Statthalter und Regenten aber haben die Hauptleute und Räte um Hilfe gemahnt. Bitte um Sendung von 2000 Fussknechten und so viel Reisigen als möglich zu einem Zug ins Hegau. – Samstag vor Esto mihi.

Archiv: Hauptstaatsarchiv: Stuttgart – Signatur: HauptstaatsA Stuttgart, A 602 WR 14947 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 12911, S. 605] – Druck: Fürstenberg. UB. IV, S. 222 – Regest: Büchi, Aktenstücke, 66; Reg. Imp. a. a. O.

9. Februar 1499 (3)

Die Bündner und Eidgenossen erobern Maienfeld und die Letzi auf der St. Luzisteig zurück, nehmen Sigmund [II.] von Brandis gefangen, brennen das Schloss Vaduz nieder, führen auch Ludwig von Brandis in die Gefangenschaft ab und ziehen gegen Hard, wo sie in einer grossen Schlacht die Feinde besiegen.

Archiv: Schlossarchiv Salenegg (Privatbesitz Familie Gugelberg) – Signatur: Jahrzeitbuch der St. Amandus-Kirche in Maienfeld, Eintrag auf den Holzdeckeln und Vorstehblättern [zit. n. Jecklin, Jahrzeitbuch, Einleitung, S. XVII u. S. 79] – Or. – Druck: Jecklin a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

9. Februar 1499 (4)

Has Ungelter der Jüngere und Clement Reichlin in Konstanz schreiben an Wilhelm Besserer, dass trotz des mit den Churer Gotteshausleuten und dem Grauen Bund geschlossenen Vertrages die Eidgenossen am 6. Februar bei Balzers über den Rhein gezogen seien und unter der Burg Gutenberg "einen Brand angestossen" hätten, die Feinde seien jedoch von Truppen des Schwäbischen Bundes wieder über den Rhein zurückgetrieben worden.

Archiv: Stadtarchiv Esslingen – Signatur: StadtA Esslingen, conv. VIa [zit. n. Klüpfel, Urk. I, S. 283f.] – Druck: Klüpfel a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O.

9. Februar 1499 (5)

Schreiben von Amtmann Ludwig Zägky von Stockach an Bürgermeister und Rat zu Überlingen betreffend die Mitteilung, dass aus einem ihm vorliegenden Brief hervorgehe, dass die Eidgenossen bei der Burg Gutenberg [in Balzers] einen Brand gelegt und sich schnell über den Rhein wieder zurückgezogen hätten; daraufhin hätten die Schwäbischen Bundestruppen die Luzisteig erobert und seien nun im Begriff Maienfeld anzugreifen.

Archiv: Stadtarchiv Überlingen – Signatur: StadtA Überlingen (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Roder, Reg., 36] – Druck: Roder a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Roder a. a. O.

10. Februar 1499

Als die eidgenössischen Truppen, nämlich die von Uri, die sich noch im Sarganserland und im Werdenbergischen aufhalten, von diesem dem Frieden zuwider erfolgten Angriff auf Land und Obrigkeit der bündnerischen Angehörigen [die Herrschaft Maienfeld war, obschon den Herren von Brandis untertan, ein Glied des Zehngerichtenbundes] hören [vgl. Bericht v. 7. Febr. 1499 (5)], ziehen sie über den Rhein nach Jenins, erschlagen etliche Leute und kehren mit dem geraubten Vieh nach Ragaz zurück.

Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

11. Februar 1499 (1)

Als die Hauptleute der Schwäbischen Bundestruppen, die Maienfeld erobert haben, unter ihnen Ludwig und Hans Nik von Brandis, im Schloss Maienfeld gewahr werden, dass die Bündner heranziehen, verlassen sie zusammen mit Katharina, der Frau von Sigmund von Brandis, eilig Maienfeld und nehmen an Kleidern und Kostbarkeiten mit, was sie vermögen.

Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 7f. – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

11. Februar 1499 (2)

Entgegen der mit den Eidgenossen getroffenen Vereinbarung, erst am folgenden Tag zusammen mit den in Azmoos liegenden Eidgenössischen Truppen Balzers anzugreifen, vertreiben die Bündner den Feind von der Luziensteig und verfolgen die Fliehenden über Balzers bis zum Triesnerholz; Ulrich von Ramschwag, Vogt auf Gutenberg, kann nicht verhindern, dass Balzers geplündert wird; anschliessend ziehen sich die Bündner auf die Luziensteig zurück; ein paar Gesellen, die zusammen mit einem Priester in Balzers die Nacht mit Essen und Trinken verbringen, werden am nächsten Tag vom Feind schlafend überrascht und umgebracht.

Archiv: Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 8ff. – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

11. Februar 1499 (3)

Die Bündner erobern die Lezi auf der Luziensteig, erschlagen dabei gegen 400 Mann und ziehen nach Balzers und Burg Gutenberg, wo sie einen Boten um Hilfe zu den Eidgenossen schicken, diese stellen 1000 Mann, die jedoch die Bündner Truppen, die inzwischen den Feind verfolgt haben, nicht finden können.

Druck: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 355f. – Regest: LUB II (cg) n. Brennwald a. a. O.

11. Februar 1499 (4)

Nach der Eroberung von Maienfeld und der Besetzung der Luziensteig durch die schwäbischen Bundestruppen erobern die Bündner die Luziensteig zurück, wobei sie gegen 400 Feinde erschlagen, und schicken einen Boten zu den in Azmoos lagernden Eidgenossen, um deren Hilfe zu erbitten; diese stellen 1000 Mann, die jedoch die Bündner Truppen, die inzwischen den Feind verfolgt haben, nicht finden können.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 116 – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

ca. 11. Februar 1499

Bericht wie Nik[olaus von] Brandis zusammen mit einer Schar Feinden mit einer verräterischen und schändlichen List in die von den Bündnern besetzte Stadt Maienfeld gelangten und einige Leute umbrachten, indem sie ihre aus roten Kreuzen bestehenden Erkennungszeichen verdeckten und die weisse Kreuze [der Eidgenossen] darüber hefteten, sodass sie als vermeindliche Freunde in die Stadt eingelassen wurden.

Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, 53; Bütler, Varnbüler Prozesses/Wiler Chronik, S. 170 – Regest: LUB II (cg) n. Bütler a. a. O.

12. Februar 1499 (1)

Die Eidgenössischen Truppen überqueren bei Azmoos den Rhein, verbrennen in Balzers und Triesen etliche Häuser und erschlagen ca. 300 Männer; die dortigen Bauern müssen ihnen schwören; danach ziehen sie nach Vaduz, wo sie Ludwig und Wolfhart von Brandis gefangennehmen und nach Werdenberg führen und Ludwig von Brandis später nach Luzern bringen; das Schloss Vaduz wird ausgeraubt und angezündet, wobei 13 Kriegsknechte, die sich im Weinkeller gütlich tun, umkommen, als dieser einstürzt.

Archiv: Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 10f. – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

12. Februar 1499 (2)

Bericht über die Schlacht bei Triesen zwischen den Schwäbischen Bundestruppen und den Eidgenossen.

Druck: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 356f. – Lit.: Büchel, Pfarrei Triesen, S. 176ff.; Bütler, Brandis, S. 135ff.; Kaiser/Brunhart 1, S. 310ff. (280ff).

12. Februar 1499 (3)

Die Eidgenossen fordern von Ludwig von Brandis die Übergabe des Schlosses Vaduz, dieser verspricht ihnen Treue zu schwören, wenn er an Leben und Gut geschont würde, die Eidgenossen werfen ihm jedoch vor, er sei ihnen immer feindlich gesinnt gewesen; Schloss Vaduz wird geplündert und angezündet und Ludwig von Brandis nach Rapperswil in die Gefangenschaft geführt.

Druck: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 357f. – Regest: LUB II (cg) n. Brennwald a. a. O.

12. Februar 1499 (4)

Bericht über die Schlacht bei Triesen zwischen den Schwäbischen Bundestruppen und den Eidgenossen.

Druck: Büchi, Aktenstücke, S. 565ff.

12. Februar 1499 (5)

Bericht über die Schlacht bei Triesen zwischen den Schwäbischen Bundestruppen und den Eidgenossen.

Druck: Stumpf, Chronik [zit. n. Wanger, Liechtenstein, S. 105].

12. Februar 1499 (6)

Bericht über die Schlacht bei Triesen zwischen den Schwäbischen Bundestruppen und den Eidgenossen.

Archiv: Stiftsarchiv St. Gallen – Signatur: StiftsA St. Gallen (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. App. UB I, 1450] – Kopie (Pap.) – Druck: Bütler, Varnbüler Prozesses/Wiler Chronik, S. 173f. – Regest: App. UB a. a. O.

12. Februar 1499 (7)

Niklaus Schradin erwähnt in seiner Chronik des Schwabenkriegs die Brandschatzung des Schlosses Vaduz, die Rückeroberung der Stadt Maienfeld und die Gefangennahme eines Herrn von Brandis.

Druck: Schradin, Schwabenkrieg, S. 18f. – Regest: LUB II (cg) n. Schradin a. a. O.

12. Februar 1499 (8)

Bericht über den Einfall der Eidgenossen in ein Land jenseits des Rheins, wo sie ein Dorf verbrannt und etliche Landsknechte vom Schwäbischen Bund getötet hätten, man bitte um schnelle Hilfe.

Druck: Klüpfel, Urk. I, S. 285 (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O.

12. Februar 1499 (9)

Die toggenburgischen Truppen berichten dem Landvogt Hermann Miles von einem erfolgreichen Kampf der Eidgenossen samt ihrer Mannschaft und den Appenzellern bei Triesen, wo gegen dreienhalbhundert Feinde gefallen seien, und von der Einnahme des Dorfes und der Übergabe des Schlosses Vaduz.

Druck: Zellweger, Urk. I/2, 605; Bütler, Varnbüler Prozesses/Wiler Chronik, S. 173 – Regest: LUB II (cg) n. Büchi, Aktenstücke, 72.

12. Februar 1499 (10)

Bericht über die Schlacht bei Triesen zwischen den Schwäbischen Bundestruppen und den Eidgenossen.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 116f.

12. Februar 1499 (11)

Bericht über die Schlacht bei Triesen zwischen den Schwäbischen Bundestruppen und den Eidgenossen.

Archiv: Stadtarchiv Überlingen – Signatur: StadtA Überlingen (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Roder, Reg., 65] – Regest: Roder a. a. O.

12. Februar 1499 (12)

Bericht über die Schlacht bei Triesen zwischen den Schwäbischen Bundestruppen und den Eidgenossen.

Archiv: Stadtarchiv Überlingen – Signatur: StadtA Überlingen (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Roder, Reg., 48] – Regest: Roder a. a. O.

12. Februar 1499 (13)

Nach der Schlacht bei Triesen und der anschliessenden Plünderung und Verwüstung des Dorfes ziehen die Eidgenossen zum Schloss Vaduz, nehmen Ludwig von Brandis gefangen, plündern das Schloss und zünden es an.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 117 – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

12. Februar 1499 (14)

Die eidgenössischen Truppen erzwingen die Übergabe von Schloss Vaduz, plündern und zerstören es und führen Ludwig von Brandis in die Gefangenschaft ab.

Druck: Basler Chroniken VI (Die Anonyme Chronik des Schwabenkrieges und der nächstfolgenden Ereignisse 1492-1504), S. 5f. – Regest: LUB II (cg) n. Basler Chroniken a. a. O.

12. Februar 1499 (15)

Bericht über die Schlacht bei Triesen zwischen den Schwäbischen Bundestruppen und den Eidgenossen.

Druck: Edlibach, Chronik, S. 209f. – Regest: LUB II (cg) n. Edlibach a. a. O.

13. Februar 1499 (1)

Nachricht, dass am 9. Febr. Maienfeld von den Eidgenossen wieder zurückerobert und der Feind in die Flucht geschlagen worden sei, dass man über den Rhein gesetzt und den Feind vertrieben und dass sich Ludwig von Brandis auf Schloss Vaduz kampflos ergeben habe und gefangengenommen worden sei; das Schloss sei geplündert und angezündet worden, wobei 15 Männer, die sich im Weinkeller gütlich getan hätten, umgekommen seien, als dieser eingestürzt sei.

Druck: Bütler, Varnbüler Prozesses/Wiler Chronik, S. 177f.; Jecklin, Schwabenkrieg, 54 – Regest: LUB II (cg) n. Bütler a. a. O. – Lit.: Bütler, Brandis, S. 135f.

13. Februar 1499 (2)

Schreiben von Hauptmann, Fähnrich und Räten von Uri im Feldlager bei Vaduz an die Hauptleute der verbündeten zwei oberen Bünde (Gotteshausbund und Oberer (Grauer) Bund) über die Einnahme der Letze auf der Luziensteig durch ihre verbündeten Truppen und die Rechtfertigung des Verhaltens ihres Hauptmanns Heini Wolleb.

Archiv: Staatsarchiv Graubünden Chur – Signatur: StaatsA Graubünden Chur, A II/LA 1/Nr. 100 – Or. (Pap.) – Druck: Kind, Schwabenkrieg, Rätia II, S. 144; Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 105f. Nr. 55 (irrt. zum 15. Febr.) – Edition: LUB II digital – Regest: Landesakten Drei Bünde, S. 33, 1/Nr. 100; Büchi, Aktenstücke, S. 480f., Nr. 638.

13. Februar 1499 (3)

Die Eidgenössischen Truppen erobern Maienfeld, nehmen Sigmund und Thüring von Brandis gefangen, die nach nach Chur zu ihren Bruder, dem Churer Dompropst [Johannes von Brandis], gebracht werden; die in Maienfeld stationierten 500 Landsknechte aus dem Walgau und dem Bregenzerwald werden je zur Hälfte in die Gefangenschaft nach Chur und in die Eidgenossenschaft abgeführt; das Schloss der Herren von Brandis in Maienfeld wird geplündert und die Einwohner der Stadt müssen den Eidgenossen Treue schwören; Wolf Ort, der sich gegen die Bündner gestellt hatte, wird mit dem Schwert hingerichtet.

Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB Chur, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 11ff. – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

13. Februar 1499 (4)

Die Truppenaufgebote von Luzern und Unterwalden ziehen ebenfalls über den Rhein nach Vaduz, sodass nun ca. 8000 Eidgenossen beieinander sind; man beschliesst, die Bündner zur Rückeroberung von Maienfeld abzukommandieren; Maienfeld ergibt sich, gegen 400 Gefangene werden nach Chur geführt und 4 Verräter, unter ihnen Wolf Ort, mit dem Schwert hingerichtet.

Druck: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 358f. – Regest: LUB II (cg) n. Brennwald a. a. O.

13. Februar 1499 (5)

Die eidgenössischen Truppen von Luzern und Unterwalden ziehen über den Rhein nach Vaduz, wo sie ihr Lager aufschlagen; die Bündner erobern Maienfeld zurück, lassen vier Verräter, darunter Wolf Ort, hinrichten und führen Sigmund [II.] und Thüring [IV.] von Brandis zusammen mit 400 Landsknechten aus dem Walgau und dem Bregenzerwald nach Chur in die Gefangenschaft.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 118 – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

14. Februar 1499 (1)

 [Schreiben der] Hauptleute der Orte Zürich, Luzern, Uri, Schwitz, Unterwalden, Zug und Glarus im Feld [bei Vaduz] an gemeine Eidgenossen.

Dank für das Truppenaufgebot, Bericht über ihren Einbruch in Feindesland und Einnahme von Vaduz; Einnahme von Maienfeld und Gefangennahme der Herren von Brandis. Morgen Weitermarsch gegen Rankweil oder Feldkirch. Wunsch, dass Zürich, Freiburg, Solothurn einen Ausfall ins Hegau machen, doch ohne zu brennen, um es zu ermöglichen, ihnen auch nachzuziehen. Ihre 10000 sind noch unverletzt beieinander, da bisher kein ernster Widerstand begegnete.

Archiv: Staatsarchiv Bern – Signatur: StaatsA Bern, Unnütze Papiere 65, Nr. 8 [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 76] – Or.

– Druck: Büchi a. a. O.

14. Februar 1499 (2)

In einem Schreiben von Hans Ungelter an [die Häupter des Schwäbischen Bundes in] Esslingen wird die Zerstörung des Schlosses Vaduz und die Brandschatzung vieler Dörfer sowie die Gefangennahme des Herrn [Ludwig] von Brandis erwähnt.

Druck: Klüpfel, Urk. I, S. 286f. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O.

15. Februar 1499 (1)

[Schreiben von] Friedrich Frick, Kirchherr zu Maienfeld, an Schultheiss und Rat in Wil.

Dankt für das Schreiben an den Landvogt zu Sargans. Er sei frisch und gesund, aber voll Sorge und Not wegen der Feinde an der Letzi und am Tore. Bei den Bünden und Eidgenossen habe er sich verwendet, dass 450 Mann aus Walgau und Bregenzerwald auf Gnade aufgenommen worden seien. Der Obere Bund und das Gotteshaus seien mit ihrem Heer auf diesen Tag zu Maienfeld aufgebrochen zur Unterwerfung etlicher Gerichte. Das Heer der II Bünde sei 6'000 Mann stark, die vergangenen Montag abend von Maienfeld vorrückten, dem Wolf Ort sein Haus verbrannt und ihm soeben den Kopf abgeschlagen haben. Der Landvogt habe ihm einen Gruss aufgetragen und zu melden, dass die Eidgenossen Vaduz verbrannt und Ludwig von Brandis gefangen in ihr Gebiet geführt, die Bündner aber Sigmund von Brandis gefangen nach Chur gebracht und die Herrschaft eingenommen haben. Die Eidgenossen ziehen gegen Feldkirch. – Eilends, Freitag vor Invocavit, Nachmittag 2 Uhr.

Archiv: Stiftsarchiv St. Gallen – Signatur: StiftsA St. Gallen, Bücherarchiv Nr. 114 (Wiler Chronik fol. 147) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 639] – Druck: Bütler, Varnbüler Prozesses/Wiler Chronik, S. 178f.; Jecklin, Schwabenkrieg, 67 – Regest: Büchi a. a. O.

15. Februar 1499 (2)

In einem Schreiben von Hans Ungelter an [die Häupter des Schwäbischen Bundes in] Esslingen wird die Zerstörung von Vaduz erwähnt, die Schwäbischen Bundestruppen seien besiegt worden, weil sie alle Städte und Dörfer der Herren von Brandis hätten behalten wollen und die Landsknechte deshalb so weit verstreut aufgeteilt worden seien, dass sie einander nicht mehr zu Hilfe hätten kommen können.

Archiv: Stadtarchiv Esslingen – Signatur: StadtA Esslingen, convol. VIa [zit. n. Klüpfel, Urk. I, S. 287f.] – Druck: Klüpfel a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O.

15. Februar 1499 (3)

Die Eidgenossen ziehen den Eschnerberg entlang nach Bendern, wo sie ihr Lager aufschlagen, am nächsten morgen ziehen sie weiter, nachdem sie das Dorf in Schutt und Asche gelegt haben, weil man sie früher von hier aus mit einem auf den Namen "aman Ruodi" getauften Kalb geärgert hatte.

Quelle: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 359f. – Regest: LUB II (cg) n. Brennwald a. a. O.

15. Februar 1499 (4)

Schreiben von Hauptmann und Räten in Feldkirch an den Statthalter und Regenten in Innsbruck betreffend die Mitteilung, dass die Eidgenossen von Vaduz abgezogen seien und vermutlich am Abend am Eschnerberg bei Feldkirch ihr Lager aufschlagen werden, er bitte daher dringend um die schon mehrmals nachgesuchte Hilfe.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Maximiliana-Akten I/41, fol. 87 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 12929, S. 609] – Druck: Witte, Urkundenauszüge I, S. 79f. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n.Witte a. a. O.; Reg. Imp. a. a. O.

15. Februar 1499 (5)

Die eidgenössischen Truppen ziehen von Vaduz über den Eschnerberg nach Bendern, wo sie früher von den schwäbischen Landsknechten mit Schmachworten beleidigt worden waren, indem diese ein Kalb auf den Namen Ammann Ruedi getauft hatten; nachdem sie das Dorf geplündert und angezündet haben, ziehen sie weiter nach Rankweil, wo sich die Walgauer den Eidgenossen ergeben.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 118f. – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

16. Februar 1499 (1)

[Schreiben der] Hauptleute der Eidgenossen im Feld [bei Bendern] an Hauptleute und Gemeinden im Walgau.

Mitteilung von der Gefangennahme von 400 Mann in Maienfeld, die noch am Leben seien. Aufforderung sich zu ergeben gegen Schutz und Sicherung von Person und Eigentum. Androhung, sie im Weigerungsfalle an Leib und Gut zu schädigen, die Landschaft zu verheeren und zu verbrennen und die Gefangenen mit dem Schwert zu richten. Bitte um schnelle Antwort. – 10. Stunde Vormittags, Samstag vor Invocavit.

Archiv: Staatsarchiv Württemberg – Signatur: StaatsA Württemberg, Reichsstadt Esslingen, Conv. VI, Fasc. 7, LXXXII, 5 [zit. n. Zellweger, Urk. I/2, 606] – Or. – Druck: Zellweger a. a. O.; Klüpfel, Urk. I, S. 288 – Regest: Büchi, Aktenstücke, 85.

16. Februar 1499 (2)

[Schreiben der] Hauptleute der Eidgenossen [am Eschnerberg bei Feldkirch] an die königlichen Räte zu Feldkirch.

Antwort auf ihr Schreiben wegen der Gefangenen zu Maienfeld. Mitteilung, dass sie mit dem Leben davon kommen, wenn das Walgau huldigt; geschieht dies aber nicht, so werde man mit ihnen handeln, wie sichs gebührt. Aufforderung zur Uebergabe von Stadt und Schloss Feldkirch unter Androhung, bei allfälliger Weigerung "üwer lant und lüt ze schetzen bis in grund, so wit unser lib und gut gelangen mag". Bitte um schriftliche Antwort. – Auf der alten Fassnacht Abend.

Archiv: Staatsarchiv Württemberg; Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: StaatsA Württemberg, Reichsstadt Esslingen, Conv. VI, Fasc. 7, LXXXII, 5 [zit. n. Zellweger, Urk. II/2, 607]; HHStA Wien, Schweiz. Karton 2, fasz 1499, fol. 101 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 12933, S. 610] – Abschr. – Druck: Zellweger a. a. O.; Klüpfel, Urk. I, S. 289 – Regest: Büchi, Aktenstücke, 86; Reg. Imp. a. a. O.

16. Februar 1499 (3)

Der Hauptmann (Hans Jakob von Bodman d. J.) und die in Feldkirch versammelten Räte König Maximilians berichten NN (den Hauptleuten und Räten König Maximilians und des Schwäbischen Bundes in Konstanz), dass ihnen die Feinde (Eidgenossen) am Eschnerperg gegenüberliegen. Um die Feinde zu bekämpfen fordern sie 6000 Fussknechte und 200 Reiter sowie den zum Unterhalt dieser Truppe notwendigen Proviant.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien, Schweiz, Karton 2, fasz 1499, fol. 103f. [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A V, 249] – Abschr. – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. XIV/3/2, 12935, S. 610f.; Reg. Imp. a. a. O.

17. Februar 1499 (1)

Die Eidgenossen ziehen über Bendern nach Ranckweil, wo es bei Hard zur Schlacht mit dem Feind kommt.

Druck: Büchi, Aktenstücke, S. 569 – Regest: LUB II (cg) n. Büchi a. a. O.

17. Februar 1499 (2)

[Schreiben der] Luzerner Hauptleute etc. im Feld an Luzern.

Letzten Freitag seien sie wohlbehalten mit allem Zeug in Werdenberg angelangt, wo die Eidgenossen von Städten und Ländern und die von Appenzell schon vorher ihnen gegenüber jenseits des Rheins lagen. Mittlerweile haben die Bundsgenossen aus Curwalen samt etlichen Knechten der Eidgenossen und aus der Grafschaft Sargans das Städtchen Maienfeld erobert, dort einen Verräter Wolf Ort samt 450 Landsknechten, die sich auf Gnade ergeben, gefangen genommen, während die beiden andern Verräter, Nig von Brandis und Hans von Königsegg entronnen seien. Wolf Ort sei vom Luzerner Scharfrichter enthauptet, die übrigen allenthalben hin in der Gegend als Gefangene verteilt worden. Darauf haben die von Curwalen die der königlichen Majestät zugehörigen VI Gerichte eingenommen, sich huldigen lassen und ziehen nun ins Walgau. Mit den Eidgenossen haben sie beschlossen, gemeinsam mit gesamter Macht gegen Rankwil zu ziehen, wo die Feinde liegen sollen, und sie anzugreifen und zu schlagen. Dort soll weiter geratschlagt werden, um entweder einen guten Frieden zu bekommen oder Land und Leute zu erobern. Alle seien wohl und einig.– Sonntag, Invocavit, Morgen um die 4. Stunde.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Jecklin, Schwabenkrieg, 63] – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin a. a. O. – Regest: Büchi, Aktenstücke, 641.

18. Februar 1499

Abt Gotthard von St. Gallen meldet an Statthalter, Hauptmann und Räte zu Wil, die Eidgenossen seien am 17. Februar in Rankweil angelangt, die Feinde vor ihnen zurückgewichen, die Gotteshausleute, St. Galler und Appenzeller wollten von unten her zu den Eidgenossen stossen und morgen früh die Feinde jenseits des Rheins angreifen.

Archiv: Stiftsarchiv St. Gallen – Signatur: StiftsA St. Gallen (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. App. UB I, 1451] – Kopie – Druck: Zellweger, Urk. II/2, 608; Bütler, Varnbüler Prozesses/Wiler Chronik, S. 179 – Regest: App. UB a. a. O.

19. Februar 1499

Hauptmann Hans Jakob von Bodman berichtet an Kaiser Maximilian, dass die Eidgenossen im Gericht Balzers einige Häuser verbrannt und die Bündner zusammen mit den Maienfeldern durch eine Letzi auf der Luzisteig in der Nähe von Gutenberg den Durchgang gesperrt hätten. Ludwig von Brandis habe daraufhin gebeten, ihn aufgrund eines königlichen Schirmbriefs zu schützen, daher hätten die Kaiserlichen die Letzi auf der Luzisteig erobert und Maienfeld eingenommen. Daraufhin hätten die Eidgenossen Vaduz erobert, Ludwig von Brandis gefangengenommen und dessen Untertanen ihnen huldigen lassen, auch Maienfeld wieder zurückerobert.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien, Maximiliana-Akten 9 (alt 5a), fol. 36 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 12952, S. 614f.] – Or. (Pap.) – Regest: LUB II (cg) n. Büchi, Aktenstücke, 644; Reg. Imp. a. a. O.

20. Februar 1499

In einem Schreiben von Hans Ungelter an [die Häupter des Schwäbischen Bundes in] Esslingen wird erwähnt, dass die Eidgenossen den Eschnerberg, 1/2 Meile von Maienfeld entfernt, verbrannt hätten und es befürchtet werden müsse, dass sie Feldkirch angreifen würden, man bitte daher um Hilfe.

Archiv: Stadtarchiv Esslingen – Signatur: StadtA Esslingen, conv. VIa [zit. n. Klüpfel, Urk. I, S. 290f.] – Druck: Klüpfel a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O. – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 317 (286f.).

21. Februar 1499 (1)

[Schreiben von] Luzern an Bern.

Bericht über die Unterwerfung des Walgau. Vorrücken gegen Rankwil, Eroberung von Maienfeld mit 450 Gefangenen, darunter Ludwig von Brandis; Enthauptung Wolf Orts und Flucht Königseggs. Bitte um Mitteilung an Freiburg und um Nachricht, ob für Kaufleute Geleitsbriefe durch sein Gebiet ausgestellt werden.

Archiv: Staatsarchiv Bern – Signatur: StaatsA Bern, Unnütze Papiere 65, Nr. 9 [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 95] – Or. – Druck: Büchi a. a. O. – Regest: Büchi a. a. O.

21. Februar 1499 (2)

[Schreiben von] Ritter Konrad von Schellenberg, Hauptmann, an Niklaus von Firmian, Hofmeister, u.a.

Er sei zu schwach, um seiner Zusage gemäss mit Hilfe der Mannschaft im Hegau sich mit dem einen Haufen der Eidgenossen zu schlagen. Diese letzteren liegen im Hegau mit Heeresmacht, brennen und erobern furchtlos etliche Schlösser. Er ist auch besorgt, dass es zu Feldkirch und im Oberland übel stehe, und dass Feldkirch wegen Mangel an Lieferung auch untergehen werde. Sollte dies geschehen, so sei Gefahr für das Etschland und für den Verlust aller Festen und Schlösser im Hegau und das ganze Wirtemberger Land. "Dann wo man nit solich sachen und hendel understot, so werdent die Aidgenossen herrschen ob dem Römischen Küng und allem stadt des adels, das doch nie erhört und erbermklich ist bi ainer solichen macht, als die königliche Majestät und wir vermögen". Der Landvogt soll aufgefordert werden, etwas gegen Bern und Solothurn zu unternehmen. Es sei zu besorgen, dass die Eidgenossen sich noch diese Nacht vor Engen legen werden, wo Graf Wolfgang von Fürstenberg, der von Salm und andere Ritter und Knechte liegen. – In Eile, Donnerstag vor Reminiscere, 4 Uhr Nachmittag.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 647] – Regest: Büchi a. a. O.; Roder, Reg., 79; Witte, Urkundenauszüge (Nachträge), 69.

ca. 21. Februar 1499

Nach der gewonnenen Schlacht bei Hard an 20. Febr. ziehen die Eidgenossen nach Dornbirn, wohin ihnen die Leute vom Bregenzerwald ihre Abgeordneten schicken, um Gnade für ihre in Maienfeld gefangengenommenen Landsknechte zu erbitten, die zusammen mit [Ludwig] von Brandis nach Rapperswil in die Gefangenschaft abgeführt worden waren, zugleich bitten sie, ihr Land vor der Verwüstung zu verschonen, was von den Eidgenossen gegen eine Brandschatzungssumme von 2200 Gulden versprochen wird.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 134f. – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

24. Februar 1499 (1)

Bericht des Regiments zu Innsbruck an König Maximilian.

Zwischen Bischof Heinrich von Chur und königlicher Majestät als Grafen von Tirol haben sich Spähne erhoben und sei deswegen ein Tag zu Feldkirch (?) abgehalten worden. Als es nicht gelang, sie gütlich beizulegen, wurde mit dem Bischof vereinbart, dass aller Streit bis Mittfasten anstehen sollte. Allein da inzwischen die Untertanen und Anhänger des Bischofs in das Vinstgau eingefallen und die Königlichen dies abgewehrt haben, wurde ein Friede geschlossen bis St. Johann im Sommer (24. Juni) und darauf beiderseits die Lager abgebrochen. Doch fielen ohne vorherige Absage Graubündner und Eidgenossen, die schon auf dem Abzuge begriffen waren, über den Rhein, nahmen Ludwig von Brandis gefangen, verbrannten sein Schloss [Vaduz] und etliche Dörfer, eroberten Maienfeld, brachen 8000 Mann stark über den Eschner Berg ins Walgau und erlangten die Abtretung von Feldkirch, verhandelten wegen Übergabe von Bludenz mit dem Vogte Franz Schenk, der sich dessen weigerte und darum fliehen musste. Darauf haben sich Bludenz und das Montafun an die Eidgenossen ergeben, ihnen geschworen, desgleichen die VIII Gerichte, worauf sich die Eidgenossen gegen Bregenz wandten, während die Regierung zu Innsbruck sich anschickte, den Arlberg zu besetzen und das Vinstgau wieder einzunehmen. Der Bischof von Chur habe sein Schloss Fürstenberg an Leonhard von Vels abgetreten, der es durch Jörg von Liechtenstein besetzen und die Gotteshausleute der königlichen Majestät schwören liess. Dem Hauptmann des Landes sei geschrieben worden, den Bischof von Chur hieher zu schicken und die Gotteshausleute zu ersuchen, in Güte zu huldigen, sonst aber das Tal zu verheeren und die Engadiner, die sich ins Frauenkloster gelegt, von dort zu vertreiben. [...].

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien, Maximilian Akten 9 (alt 5a),, fol. 39-42 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 12978, S. 621f.] – Konzept – Druck: Chmel, Urk., Nr. 177, S. 207ff. [zit. n. Reg. Imp. a. a. O.] – Regest: Büchi, Aktenstücke, 109; Reg. Imp. a. a. O.

24. Februar 1499 (2)

Rudolf und Wolf Hermann von Sulz, Neffen des Freiherrn Ludwig von Brandis, nehmen trotz ihres Burgrechts mit Zürich im Schwabenkrieg gegen die Eidgenossen Partei.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 130f.; 185 – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O. – Lit.: Bütler, Brandis, S. 134 (Anm. 1).

24. Februar 1499 (3)

Der mailändische Gesandte Giovanni Colla berichtet Herzog Ludovico von Mailand über sein mit Bischof Melchior von Brixen und Walter von Stadion geführten Gespräch über die Gründe und die sich bis anhin erreigneten kriegerischen Auseinandersetzungen des Schwaben-/Schweizerkrieges, die u. a. auch zum Verlust des im Besitz von Ludwig von Brandis stehenden Schlosses Vaduz und der Herrschaft Maienfeld führten.

Archiv: Archivio di Stato Milano (Mailand) – Signatur: A di Stato Milano, Archivio Sforzesco, Potenze estere, Alemagna, carteggio (cartella) 1190 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 12977, S. 620f.] – Or. (Pap.) – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

28. Februar 1499

Der wegen Verleumdung im Stadtgefängnis Feldkirch gefangen gehaltene Hans Öhri von Fresch wird freigelassen, nachdem er Urfehde geschworen und als Bürgen für die Sicherstellung von 200 Gulden Jörg Öhri und dessen Söhne Hans und Heinrich ab dem Eschnerberg gestellt hat.

Archiv: Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StadtA Feldkirch, 314 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

1. März 1499

"f. Glarus soll in gemeiner Eidgenossen Namen samt dem Vogt zu Sargans Maienfeld und was dem Herrn von Brandis gewesen und jetzt an sie gekommen ist, bewahren."

"k. Auf den nächsten Tag soll man Antwort geben, wie man sich der Sache des Herrn von Brandis wegen, der zu Rapperswil liegt, verhalten wolle."

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Zürich; Staatsarchiv Bern – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 350; StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede III. 4; StaatsA Bern, Allgemeine eidgenössische Abschiede G. 263 – Regest: Eidg. Abschiede III/1, S. 595ff., Nr. 639.

ca. 1.-31. März 1499

Die Herrschaft Maienfeld und die Grafschaft Vaduz werden unter die Verwaltung des von den Glarnern in die von ihnen von den Herren von Hewen erworbene Grafschaft Werdenberg eingesetzten Landvogtes gestellt.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 137f. – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

4. März 1499 (1)

Auf eine schriftliche Beschwerde, die er als Verburgrechteter erhoben, antwortet Bern dem Freiherrn Ludwig von Brandis, dass es seine Gefangennahme bedauere und dass es sich für ihn verwenden würde, da er sich nach seinen eigenen Angaben in der Auseinandersetzung zwischen den Eidgenossen und dem Schwäbischen Bund neutral verhalten habe.

Archiv: Staatsarchiv Bern – Signatur: StaatsA Bern, Teutsche Miss[iven] J. 355 (Entwurf) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 127] – Regest: LUB II (cg) n. Büchi a. a. O. – Lit.: Bütler, Brandis, S. 140.

4. März 1499 (2)

[Schreiben von] Bern an die eidgenössischen Boten in Rapperswil.

Ausdruck des Bedauerns über den seinem Burger, Freiherrn Ludwig von Brandis, zugefügten Schaden, seine Gefangenschaft und harte Behandlung, worüber es erst seit der Heimkehr der Seinigen aus dem Felde unterrichtet worden, umsomehr als sein Burgrecht ettlichen der Eidgenossen wohl bekannt gewesen und der Herr von Brandis "sich nützit angenomen". Bitte, mit Rücksicht auf das Burgrecht des Freiherrn und seine zu erweisende Unschuld ihn in guter Gefangenschaft zu halten und ihn zum Tage von Luzern kommen zu lassen. – Montag nach Oculi.

Archiv: Staatsarchiv Bern – Signatur: StaatsA Bern, Teutsche Miss[iven] J. 355v (Entwurf) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 128] – Regest: Büchi a. a. O.

7. März 1499

In einem Bericht des Domherrn Peter von Aufsess an den Bischof Lorenz von Würzburg vom Reichstag in Köln wird u.a. erwähnt, dass der von Brandis von seinem eigenen Vetter verraten wurde, der um Einlass in sein Schloss [Vaduz] bat, das dann niedergebrannt worden sein soll.

Archiv: Staatsarchiv Würzburg – Signatur: StaatsA Würzburg, Würzburger Reichstagsakten 2a-e, fol. 264v-270 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 13029, S. 633f.] – Abschr. – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

8. März 1499

Die Eidgenossen dringen über den Rhein bei Balzers und greifen die Burg Gutenberg an.

Druck: Campell, Zwei Bücher rätischer Geschichte II, S. 163 (dat. 9. März, n. Stumpf, Chronik); Ganss, Die Raeteis des Simon Lemnius S. 50ff. [zit. n. Kaiser/Brunhart 2, S. 360 (Anm. 942)] – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 320 (289).

9. März 1499 (1)

Eidgenössische Landsknecht, 30 an der Zahl, greifen die Burg Gutenberg an und versuchen das Vieh aus dem Vorhof der Burg wegzutreiben, müssen sich jedoch zurückziehen, nachdem vier ihrer Leute in Fangeisen getreten sind.

Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB Chur, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 16 – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

9. März 1499 (2)

Schreiben von Dompropst, Dekan und Domkapitel von Chur an die Bündner Hauptleute im Engadin betreffend die Mitteilung, dass die Übergabe der Burg Fürstenburg durch ihren Bischof an den König ohne ihr Wissen und gegen ihren Willen geschehen sei; in Feldkirch lagerten 800 Mann, die hätten die Burg Gutenberg mit Nahrungsmitteln versorgt und sich wieder nach Feldkirch zurückgezogen ohne weiteren Schaden anzurichten.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 1 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

10. März 1499

Die Eschnerberger nehmen auf dem Riet einen gefangen, der in Feldkirch Feuer gelegt haben soll und den man später in der Au bei St. Leonhard in Feldkirch verbrannte.

Archiv: Stiftsarchiv St. Gallen; Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StiftsA St. Gallen, Codex Fabariensis XXVII fol. 291-304 (Abschrift) (zit. n. LUB I/2, S. 290); Stadtarchiv Feldkirch (Abschrift) (ohne weiter Signatur-Angabe, zit. n. LUB I/2, S. 290) – Druck: Bilgeri, Chronik des Ulrich Im Graben, S. 89; LUB I/2, Nr. 93, S. 288 (Chronik des Ulrich Im Graben) – Regest: LUB II (cg) n. LUB a. a. O.

11. März 1499 (1)

Die Tagsatzung in Luzern beschliesst, [den in Rapperswil gefangen gehaltenen] Ludwig von Brandis nach Luzern kommen zu lassen, dessen Angelegenheit jedoch erst nach Beendigung der kriegerischen Ereignisse zu behandeln.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Luzernerabschiedesammlung C. 99 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 597ff., Nr. 640] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O. – Lit.: Bütler, Brandis, S. 140f.

11. März 1499 (2)

Da sich der Zuzug der Schwäbischen Bundestruppen unter dem Befehl von Graf Sigmund von Lupfen immer mehr verstärkt, u.a. lagern auch Truppen am Eschnerberg, die mit ihren Raubzügen rheinaufwärs die Gegend verunsichern, wird auf einer nach Zürich einberufenen Tagsatzung die Verstärkung der Grenztruppen beschlossen.

Druck: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 380 – Regest: LUB II (cg) n. Brennwald a. a. O.

12. März 1499

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an Peter Manhart, Vogt auf Gräpplang, betreffend die eindringliche Bitte, das Schloss Gräpplang bis auf den 25. April zu räumen, damit der neu eingesetzte Vogt Heinrich [von] Gutenberg das Schloss beziehen könne.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 6 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

13. März 1499

Aus einer für Martin Berther, Mistral der Cadi 1499, errichteten Jahrzeitstiftung geht hervor, dass dieser bei der Belagerung von Gutenberg im Gefecht von Balzers den Tod fand.

Lit.: Müller, Abt Johannes Brugger S. 253 [zit. n. Bundi, Führung S. 133].

14. März 1499

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an die Gotteshausleute in Oberhalbstein, Bergün, Obervaz und Domleschg betreffend die Aufforderung, die von ihnen zu stellenden Mannschaften zur Sicherung der Luziensteig zu schicken.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 8 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

15. März 1499

Hans Gefeller von Appenzell, der in Gefangenschaft von Landammann, Rat und gemeinen Landleuten daselbst gekommen ist, "von etwas tröwwortte wegen, die ich geredt hab zuo Fudutz, das dorf ze Appenzell ze verbrennen", schwört, auf Fürbitte freigelassen, Urfehde und gelobt, die Kosten zu bezahlen. Für ihn siegelt Gorgius Blum, Stadtschreiber zu Altstätten.

Archiv: Landesarchiv Appenzell Innerrhoden (Appenzell) – Signatur: LandesA Appenzell AI, A IX, Nr. 123 – Or. (Pg.) – Regest: App. UB I, 1455.

18. März 1499

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an Peter Manhart, Vogt auf Gräpplang, betreffend die nochmalige Bitte, das Schloss Gräpplang dem neu eingesetzten Vogt Heinrich [von] Gutenberg zu übergeben oder diesen zumindest bis zu seinem Auszug aus Schloss Gräpplang an den Einkünften aus der Vogtei nicht zu schädigen.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 13 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

22. März 1499

In einem Schreiben an die eidgenössischen Boten in Luzern legen Ammann und Rat von Appenzell auf Bitte ihres Pfarrers Pelagius Spiser genannt Zwingger Fürsprache ein für den in Luzern inhaftierten Ludwig von Brandis, da die Herren von Brandis sich immer freundlich gezeigt hätten, besonders beim Bellenzer Zug.

Archiv: Stadtarchiv Luzern [wohl verschr. für Staatsarchiv Luzern] – Signatur: StadtA Luzern bzw. StaatsA Luzern (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Jecklin, Schwabenkrieg, 91] – Or. – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O. – Lit.: Bütler, Brandis, S. 141; Kaiser/Brunhart 1, S. 330 (299).

23. März 1499

Schreiben von Johann von Brandis an Bern.

Archiv: Staatsarchiv Bern – Signatur: StaatsA Bern, Teutsche Missiven J. 363 [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 127, S. 86 (Anm. 4)].

24. März 1499

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an die Gotteshausleute in Fürstenau, Obervaz, Oberhalbstein und Bergün etc. betreffend die nochmalige Aufforderung, die von ihnen zu stellenden Mannschaften zur Sicherung der Luziensteig zu schicken.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 17 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

25. März 1499 (1)

Schreiben der in Maienfeld versammelten Hauptleute und Räte an ihre Vorgesetzten der Drei Bünde betreffend die Mitteilung, dass sich die Eidgenossen der VII Orte um die gegenseitige Unterstützung mit Waffen und Mannschaft erkundigt und gebeten hätten, sämtliche grossen Geschütze und den Büchsenmeister nach Maienfeld zu schicken, um die Burg Gutenberg einnehmen zu können.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.036 – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 134, Nr. 46 – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Büchi, Aktenstücke, S. 506f., Nr. 674.

25. März 1499 (2)

Hans Nikolaus von Brandis rettet dem Hans Wal von Glarus, der sich in einem Gefecht gegen eine Übermacht von 20 Reitern tapfer zur Wehr setzte, das Leben und bringt ihn nach Feldkirch, wo dieser seiner Tapferkeit wegen freigelassen wird.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 160 – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

nach 25. März 1499

Nikolaus von Brandis schenkt der Kirche Glarus für die Freilassung seines im Schwabenkrieg in Gefangenschaft geratenen Sohnes ein goldenes Kreuz mit einem Partikel des Kreuzes Christi und bewirbt sich für die Aufnahme in Glarner Landrecht.

Lit.: Buss, Kunst, S. 17 – Regest: LUB II (cg) n. Buss a. a. O.

26. März 1499 (1)

Schreiben von Hauptmann Hans Karle und den Räten in Maienfeld an ihre verbündeten Bürgermeister und Räte in Chur über die vom Landvogt in Sargans erhaltene Nachricht, dass die königlichen Truppen ihr Feldlager bei Schaan aufgeschlagen hätten, und die Bitte um Unterstützung zur Abwehr eines drohenden Angriffs

Archiv: Staatsarchiv Graubünden Chur – Signatur: StaatsA Graubünden Chur, A II/LA 1/Nr. 112 – Or. (Pap.) – Druck: Kind, Schwabenkrieg, Rätia III, S. 176f. (irrt. zum 9. Juli) – Edition: LUB II digital – Regest: Landesakten Drei Bünde, S. 36, 1/Nr. 112; Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 226, Nr. 231 (irrt. zum 9. Juli); Büchi, Aktenstücke, S. 344, Nr. 475 (irrt. zum 9. Juli).

26. März 1499 (2)

Die Tagsatzung in Luzern beschliesst, auf das Begehren Berns, ihren Burger Ludwig von Brandis gemäss den bestehenden Vereinbarungen zu verhören und zu seinem Recht kommen zu lassen, auf der nächsten Tagsatzung Antwort zu geben.

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Luzern, Luzernerabschiedsammlung C. 105; StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede III. 14 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 602f., Nr. 643]  – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

26. März 1499 (3)

Ein Schwäbischer Kriegshaufen zieht von Feldkirch aus [bei Bendern] über den Rhein und verwüstet die Dörfer Gams, Haag und Sax, wobei ca. 70 Leute umkommen.

Archiv: Stiftsarchiv St. Gallen; Stadtarchiv Feldkirch – Signatur: StiftsA St. Gallen, Codex Fabariensis XXVII fol. 291-304 (Abschrift B2) [zit. n. LUB I/2, S. 290]; Stadtarchiv Feldkirch (Abschrift B1) (ohne weiter Signatur-Angabe) [zit. n. LUB a. a. O.] – Druck: Bilgeri, Chronik des Ulrich Im Graben, S. 89; LUB I/2, Nr. 93, S. 288f. (Chronik des Ulrich Im Graben) – Regest: LUB II (cg) n. LUB a. a. O.

26. März 1499 (4)

Eine Schar Landsknechte zieht über den Rhein und brennt Gams und Sax nieder und tötet etwa 80 Leute, überfällt auch Ermatingen, brennt das Dorf nieder und tötet hier etwa 70 Leute, worauf 13 Landsknechte von den Eidgenossen umgebracht, die übrigen in die Flucht geschlagen werden.

Archiv: Schlossarchiv Salenegg (Privatbesitz Familie Gugelberg) – Signatur: Jahrzeitbuch der St. Amandus-Kirche in Maienfeld, Eintrag auf den Holzdeckeln und Vorstehblättern [zit. n. Jecklin, Jahrzeitbuch, Einleitung, S. XVII u. S. 79] – Druck: Jecklin a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

26. März 1499 (5)

Schwäbische Bundestruppen, wie man berichtet 10000 an der Zahl, ziehen bei Bendern am Eschnerberg über den Rhein, verbrennen das Dorf Sax und etliche Häuser in Gams und Grabs, töten 75 dort lagernde eidgenössische Kriegsknechte und fordern [im Kriegstross mitlaufende] Knechte und Frauen auf, sich am Raubzug zu beteiligen; anschliessend ziehen sie sich über den Rhein zurück, wobei etliche am Raubzug beteiligte Knechte und Frauen von den Eidgenossen umgebracht oder im Rhein den Tod finden.

Archiv: Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB Chur, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 16f. – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

26. März 1499 (6)

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an alle Gotteshausleute betreffend die Aufforderung, unverzüglich die von ihnen zu stellenden Mannschaften zur Sicherung der Luziensteig zu schicken.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 19 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

27. März 1499

Schreiben der Hauptleute der Eidgenossen in Azmoos an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die Bitte, ihnen die in Chur liegenden grossen Geschütze und den Büchsenmeister für die Einnahme der Burg Gutenberg zu schicken.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.039 – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 138, Nr. 104 – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg).

28. März 1499

Die über den Rhein gegen Forstegg ziehenden Schwäbischen Bundestruppen lassen die vielen mit ihnen ziehenden Frauen etliche Häuser verbrennen, töten ca 70 v. a. in Gams lagernde eidgenössische Kriegsknechte, wovon ca. 30 Glarner, und ziehen sich nach ungefähr vier Stunden wieder über den Rhein zurück.

Archiv: Stadtbibliothek Luzern – Signatur: StadtB Luzern, II. 126 [zit. n. Feer, Chronickwürdige sachen, Einleitung, S. 132] – Druck: Feer a. a. O., S. 143 – Regest: LUB II (cg) n. Feer a. a. O.

1.-6. April 1499

Die Tagsatzung in Zürich beschliesst, dass Ludwig von Brandis in Luzern in Gewahrsam verbleiben solle, bis man Zeit finde, seine Angelegenheit zu behandeln.

Archiv: Staatsarchiv Freiburg; Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Freiburg, Abschiedband Nr. 2; StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 358; StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede III. 16 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 603f., Nr. 644] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O. – Lit.: Bütler, Brandis, S. 140 (Anm. 4) (erwähnt).

2. April 1499 (1)

[Scheiben der] Hauptleute etc. von Zürich an Zürich.

Berichten, dass die Eidgenossen heute versammelt gewesen und sich geeinigt hätten, morgen Mittwoch über den Rhein zu rücken zur Belagerung von Gutenberg und dass auch die Bundesgenossen von Graubünden aufgefordert seien, mit Büchsenmeister und Büchsen dorthin zu kommen. Die von Sargans haben sich anerboten, ihre Erzknappen vor das Schloss zu schicken, um dasselbe zu untergraben und dardurch in wenigen Tagen zu erobern. Die Zürcher werden in den Dörfern unter Vaduz beisammen lagern. Auch seien sie unterrichtet, dass von Feldkirch aus ein Entsatzversuch werde gemacht werden, was ihnen lieb sei, da sie an dem Ende im Vorteil seien. Sollte das wider Erwarten nicht geschehen, so werde eine neue Unterredung stattfinden und deren Resultat berichtet werden. – Dienstag um Mitternacht nach Ostern.

Archiv: Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Zürich (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 178] – Or. – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, 112 – Regest: Büchi a. a. O. 

2. April 1499 (2)

Schreiben von Marti Säger und Heinrich Ammann an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die Informierung über die Ankunft von 20 Berittenen auf Gutenberg und die auf Mahnung von den Sieben Orten nach Maienfeld geschickten Hilfstruppen sowie die Bitte, ebenso wie bei den Eidgenossenn das allgemeine militärische Aufgebot ergehen zu lassen, um bei der Abwehr des Feindes in Maienfeld zu helfen, zudem seien sie vor schweren Kampfhandlungen in Vaduz und Schaan gewarnt worden.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.044 – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 134f., Nr. 97 – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg).

4. April 1499

[Schreiben von] Schaffhausen an Zürich.

Die Feinde mit Konrad von Schellenberg als Hauptmann haben heute mit 16000 zu Fuss und bei 300 Pferden Ober- und Niederhallau in Brand gesteckt. Einige Eidgenossen haben auf dem Kirchhof in Hallau sich zur Wehr gesetzt. Von den Eidgenossen seien etwa 20 erstochen worden, von den Feinden "laider nit vil"; diese letztern haben beim Abziehen Schleitheim und Beggingen verbrannt. 800 Mann aus Schaffhausen, Eglisau, Rheinau etc. seien hinausgezogen. Neunkirch haben die Feinde in Ruhe gelassen. – Donnerstag in der Osterwoche.

Archiv: Staatarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Zürich (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 680] – Regest: Büchi a. a. O.; Roder, Reg., 159.

5. April 1499

In einem Schreiben von Georg von Emershofen an Nördlingen wird erwähnt, dass die über den Arlenberg gekommen Etschleute bei Guttenberg über den Rhein gezogen seien; sie hätten über sechs Dörfer verbrannt und 500 Haupt Vieh genommen, etwa 150 Leute erstochen, einige gefangen und seien ohne selbst Schaden zu erleiden wieder heimgezogen. Dabei hätten sie einen Brief der Eidgenossen an die Engadiner und Graubündner erbeutet, worin diese ihnen schreiben, dass sie ihnen dermalen nicht zu Hilfe kommen könnten "der Anstöss halber, die sie hienieden haben".

Druck: Klüpfel, Urk. I, S. 310f. (Auszug n. Schmid'sche Sammlung Nr. 4 aus dem Nördlinger Archiv) – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O.

9. April 1499

Schreiben von Hauptmann Heinrich Ammann an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die vertrauliche Informierung über die Absicht der Eidgenossen, sich am nächsten Tag über den Rhein nach Vaduz, Triesen und Balzers zu verlagern, um die Einnahme von Gutenberg zu versuchen, und daher bitten, die Pässe zu befestigen und unverzüglich Waffen, die Gussform (Model) zum Giessen der Kugeln sowie Zimmerleute und waffenerprobte Knechte zur Unterstützung zu schicken..

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA 1499.50 – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 138f., Nr. 119 – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Büchi, Aktenstücke, S. 511f., Nr. 682.

10. April 1499 (1)

Schreiben von Hauptmann Heinrich Ammann an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die Bitte, ihm die zur Erstürmung der Burg Gutenberg notwenigen Leute sowie das benötigte Kriegsmaterial, v.a. die "grosse Büchse", aber auch Zimmerleute und Geld zu schicken.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA 1499.51 – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 149f., Nr. 122 – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg).

10. April 1499 (2)

Die Bündner belagern die Burg Gutenberg, richten jedoch mit ihren Schlangenbüchsen nur geringen Schaden an, was Ulrich von Ramschwag, Vogt auf Gutenberg, denn auch nicht gross bekümmert.

Archiv: Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB Chur, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 17f. – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

10. April 1499 (3)

In einem Schreiben König Maximilians an das Innsbrucker Regiment wird erwähnt, dass die Eidgenossen und die Graubündner Ludwig und Sigmund von Brandis gefangengenommen haben, Maximilian beauftragt daher das Regiment, sich über die Behandlung der beiden gefangenen Brandiser und über allfällige Lösegeldforderungen sowie über das Schicksal der 400 bei Maienfeld gefangenengenommenen Kriegsknechte zu erkundigen.

Archiv: Kantonsbibliothek ChurTiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Maximiliana-Akten I/41, fol. 126f. [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9110, S. 28f.] – Konzept – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

ca. 11. April 1499

Schreiben des Churer Bürgermeisters Batt Kuster an den Stadtrat von Chur betreffend die Mitteilung, dass in Maienfeld ein Auflauf herrsche, etliche Kriegsknechte seien nach Balzers und die übrigen ins Prättigau geschickt worden, da gemeldet wurde, der Feind sei auf dem Pass gegen St. Antönien.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA 1499.205 – Or. (Pap) – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 150, Nr. 123  – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Büchi, Aktenstücke, S. 513, Nr. 684.

11. April 1499 (1)

Die Eidgenossen ziehen nach Schaan und Vaduz und schicken die Bündner zur Belagerung der Burg Gutenberg in der Hoffnung, die Schwäbischen Bundestruppen eilten zur Entsetzung von Gutenberg herbei und könnten so in einer Schlacht besiegt werden; doch der Feind lässt sich nicht blicken.

Druck: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 392f. – Regest: LUB II (cg) n. Brennwald a. a. O.

11. April 1499 (2)

Die in Azmoss versammelten eidgenössischen Truppen, 7000 Mann an der Zahl, ziehen über den Rhein und lagern bei Schaan und Vaduz; um die Feinde zum Angreifen zu verleiten, beschliessen die Bündner und Sarganser die Burg Gutenberg zu belagern und dadurch eine Entsetzung der Burg zu veranlassen.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 162 – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

13. April 1499

In einem Schreiben von Hans Ungelter an [die Häupter des Schwäbischen Bundes in] Esslingen wird erwähnt, dass die Eidgenossen wieder über den Rhein gezogen seien und sich vor das Schloss Gutenberg gelagert hätten, so dass zu besorgen sei, sie wollten den Walgau wieder einnehmen; da des Königs Leute daselbst zu schwach seien, bitte man um Hilfe.

Archiv: Stadtarchiv Esslingen – Signatur: StadtA Esslingen, conv. VIa [zit. n. Klüpfel, Urk. I, S. 314f.] – Druck: Klüpfel a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O.

14. April 1499 (1)

Schreiben von Hauptmann Heinrich Ammann an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die Bitte, sich um den im Prättigau zurückgelassenen Zusatz von 15 Mann zu kümmern, insbesondere diesen mit Nahrung zu versorgen, er selbst werde mit seinen Leuten nach Gutenberg ziehen, zudem sei er über die kriegerischen Vorgänge bei Schwaderloh informiert worden und ersuche, Geld und die noch vorhandenen Kriegsknechte zu schicken.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA 1499.54 – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 152f., Nr. 127 – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg).

14. April 1499 (2)

In einem Schreiben von Hans Ungelter an [die Häupter des Schwäbischen Bundes in] Esslingen wird erwähnt, dass 4000 Schweizer vor Gutenberg lägen und gegen 7000 in der weiteren Umgebung; diese beabsichtigten, wieder in den Hegau zu ziehen.

Archiv: Stadtarchiv Esslingen – Signatur: StadtA Esslingen, conv. VIa [zit. n. Klüpfel, Urk. I, S. 317] – Druck: Klüpfel a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O. – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 321 (291).

15. April 1499

Schreiben von Sigmund [II.] von Brandis an den Hauptmann Heinrich Ammann von Grüningen betreffend die Bitte, sich für ihn und seinen Bruder [Ludwig] bei den Eidgenossen und den Bündnern zu verwenden, da ihr Aufenthalt bei ihrem Bruder, dem Churer Dompropst [Johannes von Brandis], zu dem sie als Gefangene gebracht worden seien, diesen schwer belasten würde.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 30 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O. – Lit.: Bütler, Brandis, S. 143.

ca. 17.-20. April 1499

Die Ereignisse vor der Schlacht bei Frastanz am 20. April 1499.

Quellen: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 404ff.; Büchi, Aktenstücke, S. 588ff. – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 319ff. (289ff.).

19. April 1499 (1)

"d. Zürich soll in unserm Namen eine Botschaft ins Schwaderloch senden, um die dortigen Hauptleute zu bitten, sofern sich unter den eroberten Büchsen eine 'Kartane oder murbrecherin' finde, dieselbe in das obere Lager vor Gutenburg (Gutenberg) zu schicken, damit man von dort nicht unverrichteter Sache abziehen müsse. Vom Schwaderloch soll dann ein Bote nach St. Gallen reiten, um selbes zu bitten, dass es die Unsern im obern Lager mit Pulver, Steinen und anderm Bedarf nach Notdurft versehe."

Archiv: Staatsarchiv Staatsarchiv Zürich; Staatsarchiv Bern – Signatur: StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede III. 21; StaatsA Bern, Allgemeine eidgenössische Abschiede G. 314 – Regest: Eidg. Abschiede III/1, S. 604f., Nr. 645.

19. April 1499 (2)

Die bei Schaan lagernden eidgenössischen Truppen beschliessen, den Feind bei Frastanz anzugreifen, worauf dieser sich zur Verteidigung rüstet, Heinrich Wolleb erhält den Auftrag, mit 2000 Mann die Letze bei Frastanz zu erstürmen.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 169f. – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

20. April 1499 (1)

Schreiben von Hauptmann Heinrich Ammann an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die Informierung über die gewonnene Schlacht bei Frastanz, bei der von 12000 Feinden 1000 erschlagen wurden und viele in der Ill ertranken, an eigenen Verlusten hätte man nur 8-10 Mann zu beklagen, darunter leider auch Heini Wolleb, und die Bitte, inzwischen auf die Burg Gutenberg Acht zu geben, damit ihnen von dort keine Schmach geschehe.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.057 – Or. (Pap.) – Druck: AnzSG Bd. 8 (1898), S. 30 – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Büchi, Aktenstücke, S. 149f., Nr.209.

20. April 1499 (2)

[Schreiben von] Hauptmann Schürpf etc. an Luzern.

Belagerung von Gutenberg. Angriff auf die Letze bei Frastenz, Umgehung der Letze, Niederlage und Flucht der Feinde. Eigene Verluste. Tod Wollebs. Bitte um nähern Bericht über den Sieg bei Schwaderloch. Scharmützel am Eschner Berge am 18. April.

Kantonsbibliothek Freiburg – Signatur: KantonsB Freiburg, Coll. Girard [Bd. VII?] 273 [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 208] – Druck: Büchi a. a. O.

20. April 1499 (3)

Die eidgenössischen Truppen brechen von Vaduz und Schaan auf und ziehen nach Frastanz, wo sie in der Schlacht den Feind besiegen, in der auch Heini Wolleb den Tod findet; Hans Nigg von Brandis, Vogt von Feldkirch, u.a. schauen dem Schlachtgeschehen aus sicherer Distanz zu, greifen jedoch nicht ein.

Archiv: Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB Chur, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 18ff. – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

21. April 1499

[Schreiben von] Zürich an Hauptleute etc. der Eidgenossen im Feld.

Mitteilung des eben eingetroffenen Berichtes über die Schlacht bei Frastanz. Die Bündner vor Gutenberg. Verlust der Eidgenossen bei Frastanz.

Archiv: Staatsarchiv Freiburg – Signatur: StaatsA Freiburg, Corresp. de Zürich (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 212] – Druck: In: AnzSG 1899, S. 144 – Regest: Büchi a. a. O.

22. April 1499 (1)

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an die Gotteshausleute im Domleschg, Oberhalbstein und Obervaz betreffend die Aufforderung, ihre Truppenkontingente zur Belagerung von Burg Gutenberg zu schicken, damit nicht – wie von den Eidgenossen, die nach der Schlacht bei Frastanz das Walgau zu erobern sich anschicken, befürchtet – von Gutenberg aus feindliche Unternehmungen durchgeführt werden können.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 36 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

22. April 1499 (2)

Schreiben des Innsbrucker Regiments an König Maximilian, dass es ihm bereits berichtet habe, dass die Graubündner mit 3000 Mann Schloss Gutenberg belagern und die Eidgenossen mit 5000 Mann die vorderen Herrschaften bedrohen, er möge daher rasch Truppen schicken, die zusammen mit dem Schwäbischen Bund und dem Reich der Stadt Feldkirch zu Hilfe kommen und für die Entsetzung von Schloss Gutenberg sorgen sowie die Feinde von ihrem Vorhaben gegen das Land Tirol abbringen.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien, Maximilian Akten 5a (=9), fol. 99f. [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 13173, S. 664] Or. (Pap.) – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.; Jäger, Engedeiner Krieg 1499, S. 111f.

22. April 1499 (3)

In einem Schreiben an die Reichsstände weist König Maximilian die Schuld am sog. "Schwaben-" bzw. "Schweizerkrieg" den Eidgenossen bzw. den mit ihnen verbündeten Drei Bünden zu, die – insgesamt 1800 an der Zahl – gegen die Herren von Brandis gezogen seien und etliche Dörfer niedergebrannt hätten. Dagegen hätten sich die schwäbischen Bundestruppen gewehrt und daher sei es zum Krieg gekommen, wobei mehr als 1000 Mann umgekommen und viele gefangengenommen worden seien, doch hätten die Eidgenossen grössere Verluste erlitten als das Reich.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 175ff. – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

24. April 1499

Schreiben von Hauptmann Hans Thomen an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die dringende Bitte um Lieferung von Schiesspulver ins Feldlager vor der Burg Gutenberg, er werde dafür Salpeter zur Verfügung stellen.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.058 – Or. (Pap.) – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 154, Nr. 130. 

25. April 1499

Nachdem das Wallgau eingenommen worden ist, legen die Eidgenossen diesem eine Brandschatzsumme von 8000 Gulden auf, ziehen sich wieder nach Schaan zurück und beschliessen, aus jedem Ort 100 Mann zur Belagerung der Burg Gutenberg aufzubieten.

Archiv: Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Zürich (ohne weitere Signatur-Angabe [zit. n. Brennwald, Schweizerchronik II, S. 405f. (Anm. 1)] – Druck: Brennwald a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Brennwald a. a. O.

26. April 1499

[Schreiben von] Bern an Luzern.

Mitteilung einer Kopie der solothurnischen Zuschrift [Büchi, Aktenstücke, 220] und des darauf erfolgten Aufgebotes eines Fähnleins und des Schreibens an die Eidgenossen im Felde. Bitte um Bericht darüber an die Eidgenossen vor Gutenberg im Oberland. – Freitag nach Markus.

Archiv: Staatsarchiv Bern – Signatur: StaatsA Bern, Teutsche Miss[iven] J. 383v? [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 222] – Regest: Büchi a. a. O.

27. April 1499 (1)

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an die Gotteshausleute in Greifenstein, Bergell, Oberhalbstein, Obervaz, Domleschg, Aspermont, Schams und an Graf Georg [II.] von Werdenberg-Sargans betreffend die Aufforderung, an den auf den 29. April angesetzten Bundestag in Chur ihre Vertreter zu schicken, um Massnahmen zum Schutz der III Bünde vor den von der Burg Gutenberg ausgehenden Feindseligkeiten zu erörtern.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 38 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

27. April 1499 (2)

Schreiben der Hauptleute in Feldkirch an König Maximilian betreffend die Mitteilung, dass sich die Eidgenossen angeblich wieder über den Rhein zurückgezogen haben, etliche Haufen würden jedoch noch die Burg Gutenberg belagern, sodass es ratsam sei, etwas gegen die Eidgenossen zu unternehmen, um die Burg Gutenberg zu entsetzen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Witte, Urkundenauszüge I, S. 112f.] – Druck: Witte a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Witte a. a. O.

29. April 1499

[Schreiben von] Bernardin de Vegiis (Hauptmann des Herzogs von Mailand) an den Herzog von Mailand.

Über die Stärke und Standorte der Schweizer und ihrer Verbündeten habe er vernommen, dass Bern 6000, Freiburg 2000, Luzern 3000, Zürich 4500 Mann im Schwarzwald jenseits des Rheins zwischen Schaffhausen und Waldshut hätten; ferner Uri nebst Livinen und Urseren 800, Unterwalden 600, Schwitz 2400, Graubünden 5000 zwischen Vaduz und Feldkirch dies- und jenseits des Rheins; Zug 400, Glarus 500, St. Gallen, Appenzell und Thurgau 6000 Mann in Schwaderloch und Umgegend; Schaffhausen 400 Mann in Kaiserstuhl; Solothurn 1800, Wallis 1000 an den Grenzen zwischen Rheinfelden und Basel, alles insgesamt 34400 Mann.

Archiv: Staatsarchiv Mailand – Signatur: StaatsA Mailand  (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 231] –  Or. – Druck: Motta/Tagliabue, Calven, 8;  – Regest: Büchi a. a. O.

30. April 1499 (1)

[Schreiben der] Gemeinde im Walgau , in den vier Herrschaften Bludenz und den Tälern Montafun, Sonnenberg, Jagberg, Blumengg an König Maximilian.

Bei der Eroberung von Maienfeld seien ihre Leute aus der Herrschaft Blumenegg und dem Bregenzerwald in feindliche Gefangenschaft geraten und verteilt worden an verschiedene Orte. Nach der Schlacht bei Triesen hätten sich die Walgäuer zu Feldkirch erboten, sich vor die Stadt ins Reiche Feld zu legen, sofern man sie von dort aus mit Zeug und Büchsen versehen und bei einem feindlichen Überfall den Rückzug in die Stadt öffnen würde. Da man ihnen aber diese Zusage nicht machte, seien sie und die von der Landschaft nach Rankweil gerückt und 1200 Knechte von Ulm und andern Städten seien bei ihnen gewesen, dann aber in der Nacht aufgebrochen und nach Bregenz weiter gezogen. [...].

Archiv: Bludenz – Signatur: A Bludenz (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 697] – Druck: Zellweger, Urk. II/2, 613 – Regest: Büchi a. a. O.

30. April 1499 (2)

Schreiben von Reichserbmarschall Wilhelm von Pappenheim an Bürgermeister und Rat der Stadt Augsburg, dass er u. a. von den Konstanzern erfahren habe, dass die Schweizer die Burg Gutenberg belagern, bisher jedoch noch nicht angegriffen haben, sie hätten auch die Walgauer um 8000 fl rh geschätzt und drei von ihnen als Bürgen genn Sweitz geführt.

Archiv: Stadtsarchiv Augsburg – Signatur: StadtA Augsburg, Literalien-Sammlung [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9142, S. 36] – Or. (Pap.) – LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

1. Mai 1499 (1)

Schreiben von Feldhauptmann Jakob von Bodman dem Jüngeren in Feldkirch an den Statthalter und Regenten in Innsbruck betreffend die Mitteilung, dass die Burg Gutenberg mit Proviant, Waffen und Munition versorgt worden sei und der Feind das Lager vor der Burg Gutenberg geräumt habe, er bitte um Verstärkung der Besatzung.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Witte, Urkundenauszüge I, S. 116] – Druck: Witte a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Witte a. a. O.

1. Mai 1499 (2)

Schreiben von Reichserbmarschall Wilhelm von Pappenheim an Bürgermeister und Rat der Stadt Augsburg, dass u. a. die Schweizer von der Burg Gutenberg abgezogen seien und den Rhein in solcher Eile übersetzt hätten, dass etliche ertrunken seien, und nun würden sie nach Schaffhausen ziehen.

Archiv: Stadtsarchiv Augsburg – Signatur: StadtA Augsburg, Literalien-Sammlung [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9145, S. 37] – Or. (Pap) – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

2. Mai 1499 (1)

Die Tagsatzung in Zürich legt das Begehren von Bern, den [in Luzern] inhaftierten Ludwig von Brandis bis zur Gerichtsverhandlung in ihre Stadt ziehen zu lassen, den eidgenössischen Boten zur Vernehmlassung vor.

Archiv: Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede III. 17 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 606f., Nr. 646] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

2. Mai 1499 (2)

[Schreiben von] Gabriel Scanagatta an Joh[ann] Jak[ob] Trivulzio.

[...]. Der Grund für den Abzug der Eidgenossen vor Gutenberg liege darin, dass sie ins Schwaderloch gehen, um sich dort zu verstärken, die Hauptmacht des Feindes aufzusuchen und einen Hauptschlag zu tun. So strengten sich die Bünde sehr an, um nach dem Vinschgau zu ziehen.

Archiv: Staatsarchiv Mailand – Signatur: StaatsA Mailand (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 243] – Druck: Motta/Tagliabue, Calven, 5 – Regest: Büchi a. a. O.

3. Mai 1499

Schreiben von Heinrich Putsch, Hubmeister zu Feldkirch, an Marschall Paul von Liechtenstein, derzeit in Überlingen, dass u. a. viele der in Feldkirch liegenden Reiter und Fussknechte abgezogen seien, was an Fussvolk noch hier im Land liege, sei grösstenteils von den Landständen der Herrschaften Feldkirch und der Herren von Brandis.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Maximiliana-Akten I/41, fol. 152 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 13203, S. 670] – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

9. Mai 1499

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an die Gotteshausleute in Oberhalbstein, Obervaz, Bergell und Domleschg betreffend die wiederholte Aufforderung, die von ihnen zu stellenden Mannschaften zur Unterstützung der Truppen im Engadin und nach Maienfeld zu schicken.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 49 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

12. Mai 1499

Schreiben der in Zürich versammelten Räte der Städte und Länder gemeiner Eidgenossenschaft an ihre verbündeten Bürgermeister und Räte in Chur und die drei Bünde über ihren Beschluss in den Hegau und nach Konstanz zu ziehen, um die Feinde aus der Umgebung der Reichenau zu vertreiben, und die Bitte, auf die Landschaft Sargans und insbesondere auf die Luziensteig bei Gutenberg und Maienfeld Acht zu geben, um Überfälle des Feindes zu verhindern.

Archiv: Staatsarchiv Graubünden Chur – Signatur: StaatsA Graubünden Chur, A II/LA 1/Nr. 130 – Or. (Pap.) – Druck: Kind, Schwabenkrieg, Rätia III, S. 165 – Edition: LUB II digital – Regest: Landesakten Drei Bünde, S. 40, 1/Nr. 130; Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 169, Nr. 148.

13. Mai 1499

König Maximilian [I.] (=Innsbrucker Regiment) befiehlt und bevollmächtigt Hans von Rotenstein, Richter und Amtmann zu Schlanders, Hans Brandisser und Hans Händl, für den Unterhalt des königlichen Feldlagers (vnnsers velds) im Vintschgau Wein, Getreide, Fleisch, Schmalz, Käse und andere Lieferung aufzubringen und den dortigen Amtleuten nach Gutdünken auszufolgen. Rotenstein, Brandisser und Händl sollen sich an König Maximilians Statt denjenigen verschreiben und bürgen, von denen sie die Nahrungsmittel nehmen; König Maximilian wird sie diesbezüglich schadlos halten. Ynnsprugkh Monntag post Exaudj anno ut supra (=1499).

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kopialbücher (ältere Reihe) 1499/TTT/22, fol. 7 – Eintrag – Regest: Reg. Imp. XIV/3/2, 13259, S. 681.

21. Mai 1499 (1)

Aus einer vom Verfasser der "Acta des Tirolerkriegs" geschilderten Episode geht hervor, dass Hans Nigg von Brandis an der Schlacht an der Calven am 22. Mai 1499 teilgenommen hat.

Archiv: Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB Chur, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 27 – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

21. Mai 1499 (2)

Aufgrund eines Berichts über feindliche Truppenverstärkung auf Burg Gutenberg werden Truppen von Ragaz nach Maienfeld verlegt und die Verbündeten darüber informiert, dass der Feind zahlreich in Schaan, Vaduz und Triesen lagere.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 54 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

27. Mai 1499

Die Tagsatzung in Luzern beschliesst, das Begehren von Bern, den [in Luzern inhaftierten] Ludwig von Brandis bis zur Gerichtsverhandlung in ihre Stadt ziehen zu lassen, den im Feld stehenden Eidgenossen vorzulegen und deren Antwort abzuwarten.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Luzernerabschiedesammlung C. 106 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 608ff., Nr. 649] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

29. Mai 1499

Bericht eines Ungenannten (1) an den Herzog von Mailand.

[...] Ferner sei er bei Feldkirch und Gutenberg? (Sotimbergh) gewesen, die stark verteidigt und mit Lebensmitteln, Mannschaft, Geschütz und allem andern gut versehen seien, so dass man guten Muts sein dürfe. Die dort liegenden Kaiserlichen haben einen Ausfall gemacht nach Maienfeld mit 2000 Mann und haben etwa 57 Bündner getötet und ebenso viele verwundet, aber beim Nahen der andern Bündner Mannschaft sich wieder in Sicherheit gebracht. [...].

Archiv: Staatsarchiv Mailand – Signatur: StaatsA Mailand (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 704] – Druck: Motta/Tagliabue, Calven, 37 – Regest: Büchi a. a. O.

30. Mai 1499

[Schreiben von] Hans Ulrich Lup an Freiburg i.Br.

Meldet, dass er mit dem Zug in Hüfingen liege und vom Herrn von Kastelwart und Konrad von Schellenberg vernommen habe, wie die Schweizer vor Stockach aufgebrochen und heimgezogen seien, ferner wie Graf Heinrich von Fürstenberg hieher kommen solle, um, wie verlautet, die hiesigen Truppen weiter zu führen; doch wisse er nicht wohin. – Am Morgen auf Frohnleichnamstag.

Archiv: Stadtarchiv Freiburg i.Br. – Signatur: StadtA Freiburg i.Br. (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 365] – Druck: UB Freiburg/Br. II, 663; Fürstenberg. UB IV, S. 259 – Regest: Büchi a. a. O.

31. Mai 1499

[Schreiben von] Hans Ulrich Lup an Freiburg i.Br.

Auf sein Gesuch, mit Rücksicht auf den Entsatz von Stockach wieder heimziehen zu dürfen, um die Kosten zu vermindern, sei er von Matthias von Kastelwart und Konrad von Schellenberg gebeten worden, hier zu bleiben. Da diese Nacht von Graf Wolfgang von Fürstenberg ein Missiv eingetroffen sei, er wolle heute Mittag mit 800 Knechten, 500 Pferden und 11 Büchsen in Hüfingen sein, habe er zugesagt. – In Eile, Freitag um acht nach Corporis Christi.

Archiv: Stadtarchiv Freiburg i.Br. – Signatur: StadtA Freiburg i.Br. (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Büchi, Aktenstücke, 366] – Druck: UB Freiburg/Br. II, 664; Fürstenberg. UB IV, S. 259 – Regest: Büchi a. a. O.

3. Juni 1499

Die Tagsatzung in Zürich beschliesst, dass man auf der Tagsatzung in Baden darüber beraten solle, ob man den [in Luzern inhaftierten] Ludwig von Brandis bis zur Gerichtsverhandlung nach Bern ziehen lassen wolle.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 364 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 610f., Nr. 650] – Druck: Brennwald, Schweizerchronik II, S. 438 – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

10. Juni 1499 (1)

Die Tagsatzung in Baden beschliesst, dass Hans Ort das vor zwei Jahren dem Hans Nikolaus von Brandis verkaufte, von diesem jedoch nicht bezahlte Gut mit Zustimmung der Drei Bünden wieder an sich nehmen könne, den übrigen Besitz des Hans Nikolaus von Brandis sei dem Caspar Frei zuzusprechen.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 371 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 611ff., Nr. 651] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

10. Juni 1499 (2)

Die Tagsatzung in Baden legt den Entscheid über das weitere Vorgehen in der Angelegenheit Ludwig von Brandis den eidgenössischen Boten zur Vernehmlassung vor, nachdem das Begehren von Bern, den [in Luzern inhaftierten] Ludwig von Brandis bis zur Gerichtsverhandlung in ihre Stadt ziehen zu lassen, abgeschlagen wurde.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 371 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 611ff., Nr. 651] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

12. Juni 1499

Die Tagsatzung in Zug beschliesst, dass man dem mit Ludwig von Brandis herumziehenden Jacob Zwicker den Eid abnehmen solle, unverzüglich heim nach Bischofzell zurückzukehren.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 362 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 615f., Nr. 652] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O. – Lit.: Bütler, Brandis, S. 141 (Anm. 2) (erwähnt) – Bem.: vgl. LLA, U18 (Urk. v. 13. Dez. 1499): Übergabe der während des Schwabenkrieges entzogenen Grafschaft Vaduz an Jakob Zwicker zuhanden Ludwig von Brandis.

15. Juni 1499

In einem von Hans Ungelter verfassten Bericht wird als Grund für den Kriegsausbruch zwischen den Eidgenossen und dem Schwäbischen Bund die Brandschatzung der Eidgenossen bei Balzers unter der Burg Gutenberg aufgeführt.

Archiv: Stadtarchiv Esslingen – Signatur: StadtA Esslingen, conv. VIa [zit. n. Klüpfel, Urk. I, S. 347ff.] – Druck: Klüpfel a. a. O. (Auszug) – Regest: LUB II (cg) n. Klüpfel a. a. O.

21. Juni 1499

Antwortschreiben von Hans Jakob von Bodman d. J. und der in Feldkirch versammelten Räte an König Maximlian auf dessen Befehle zur Versorgung von Bludenz und der Burg Gutenberg sowie zur Auskundschaftung der Vorhaben der Schweizer.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Maximiliana-Akten I/41, fol. 231 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 13448, S. 720] – Or. (Pap.) – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

23. Juni 1499

Schreiben von Hans Jakob von Bodman d. J., Hans von Königsegg und anderen in Feldkirch versammelten Räten an König Maximilian, dass nach dem Bericht von Kundschafter in Maienfeld 2000 Schweizer liegen, zu denen noch weitere 4000 zuziehen sollen um die Burg Gutenberg und die Stadt Feldkirch zu belagern, Maximilian möge Ulrich von Ramschwag nach Feldkirch schicken, damit über die Versorgung von Gutenberg beraten werden könne.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Maximiliana-Akten I/41, fol. 233 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 13459, S. 722] – Or. (Pap.) – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.; Büchi, Aktenstücke, 451; Jecklin, Schwabenkrieg, 218.

27. Juni 1499

Die Tagsatzung in Baden beschliesst, dass auf der auf den 8. Juli in Luzern angesetzten Tagsatzung endlich über das weitere Vorgehen in der Angelegenheit Ludwig von Brandis  entschieden werden solle.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 384 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 617ff., Nr. 654]  – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

28. Juni 1499

[Zug nach Davos und ins Etschtal]

[...]. Und also zugen unser Eidgnossen durchs Brettegöw harus und beliben deren von Bern knecht, nachdem das unser Eidgnossen harus zugen, uf Dafass ubernacht. Morndes [am 28. Juni, vgl. Büchi, Aktenstücke, 457] zugen si ouch harnach. Und uf dem wäg kam inen botschaft, das si ilends nachhar züchen sollten; wann die viend werend mit einer treffenlichen macht ze Feldkilch und zu Guottemberg, und ettlich die weren harüber, die hetten ihnen das vech uf den alpen genommen. Und also kamen si zesamen ze ross und ze fuss, jederman nach sinem vermögen, und kamen an der nacht gan Mayenfeld. Da liessend die houptlüt umbschlachen und besameln in meinung, rat ze haben, wie si die sachen fürnämen wollten. Und diewil si bi einandren wären, kamen die märe, das der römisch Küng mit grosser macht gan Feldkilch kommen were und sin züg gan Guttemberg und allenthalben in dem land läge, ouch muot hette, uf unseren landen und nit uf die sinen mit den unseren ze schlachen. Und do si sollich unser vienden fürnämen verstuonden, schriben si unsern Eignossen, so mit den Pündten in das Engadin zogen wären, das si harnach züchen sollten. Und ward man ze rat, mit den vienden uf angendem Sambstag (29. Juni) ze schlachen, wo man si ankommen möcht, und was der anschlag, dass man uf dem vermelten Samstag frü vor tag an der letze und dannethin hinab gan Guttenberg züchen solt, damit das man vor dem geschütz sicher und die viend nit desterminder angrifen möchte. [...]".

Druck: B Büchi, Aktenstücke, S. 612ff.

29. Juni 1499 (1)

Laut Kundschaft soll ein grosses Heer des Schwäbischen Bundes die Absicht haben Maienfeld zu erobern, ein Teil davon soll schon nach Gutenberg gelangt sein, sogar der König [Maximilian I.] selbst soll auf der Burg Gutenberg gewesen sein und die Letzi auf der Luziensteig besichtigt haben; die königlichen Truppen verzichten jedoch auf einen Angriff, nachdem sie erfahren haben, dass sich die Eidgenossen zusammen mit den Bündnern zur Verteidigung gesammelt haben.

Archiv: Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB Chur, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 30 – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O.

29. Juni 1499 (2)

Schreiben des mailändischen Gesandten Agostino Somenza an den Herzog Ludovico von Mailand in dem er u. a. berichtet, dass König Maximilian in questa matina circa le 14. hore mit dem Kriegsvolk aufgesessen und zum Schloss Gutenberg geritten sei, von wo er Richtung Maienfeld ziehen werde, wahrscheinlich um die Pässe zu besichtigen und Vorkehrungen zu treffen, am Abend werde Maximilian wieder nach Feldkirch zurückkehren.

Archiv: Archivio di Stato Milano (Mailand) – Signatur: A di Stato Milano, Archivio Sforzesco, Potenze estere, Alemagna, carteggio (cartella) 1192 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9302, S. 72] – Or. (Pap.) – Abschr. – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

30. Juni 1499

Schreiben von Hauptmann, Fähnrich und den in Maienfeld versammelten Churer Ratsherren an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die Informierung über die Absicht der V Orte, Appenzell und Freiburg einen Zug ins Walgau zu unternehmen und die Anfrage, ob sie zur erbetenen Unterstützung mitziehen sollen sowie die Bitte um Lieferung von Wein, Brot und Salz, im Übrigen liege er Feind mit 18000 Mann in Schaan, Vaduz und Triesen..

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.096 – Or. (Pap.) – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 224, Nr. 225.

2. Juli 1499

"a. Auf dem Tag zu Zug war angesehen worden, unsern Bundesgenossen in Churwalden mit 4000 Mann zuzuziehen. Nun sind etliche Orte abgezogen und haben sich geteilt, was uns merklichen Schaden bringen könnte; man soll daher dem nachleben, was auf Tagen beschlossen wird. Es sind uns auch schriftliche Meldungen zugekommen, dass der römische König mit Macht gegen Gutenburg [sic] anrücke, daher sollen die Orte, die aus Churwalden abgezogen sind, sofort an die Letze gegen Maienfeld rücken, und da dem Feind zu begegnen. Ebenso ist den Unsrigen im Schwaderloch Warnung zugegangen, dass unsere Feinde und das Reich sie nächsten Donstag (4. Juli) mit ganzer Macht angreifen wollen. Und weil es dann die Not erfordert, so soll allenthalben sich jedermann gerüstet halten, damit je die nächsten Orte im Augenblick der Gefahr mit ganzer Macht eilends auszurücken bereit seien."

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Luzern, Luzernerabschiedesammlung C. 111; StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede III. 63 – Regest: Eidg. Abschiede III/1, S. 619f., Nr. 655.

3. Juli 1499

[Schreiben der] Hauptleute, Fähnriche und Räte von Bern, Luzern, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus und Freiburg, zu Maienfeld liegend, an Städte und Länder gemeiner Eidgenossenschaft, zu Luzern versammelt.

Heute nachmittag 3 Uhr ist von Zürich, Uri und Glarus Bericht gekommen, dass sie beschlossen, letzten Dienstag aufzubrechen; bis zu ihrer Ankunft möchten wir nichts gegen die Feinde vornehmen. Nächsten Samstag soll Sammlung der eidgenössischen und bündnerischen Streitkräfte in Maienfeld stattfinden, alsdann will man den Feind aufsuchen. Es ist berichtet worden, dass der römische König nach Bregenz rückt und ein anderer starker Zug durch das Elsass herauf gegen unsere Eidgenossen von Bern und Solothurn zieht. Letzten Samstag war der König [Maximilian I.] persönlich auf Guttenberg, doch zog er, sobald er unser ansichtig wurde, hinweg.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Jecklin, Schwabenkrieg, 230] – Regest: Jecklin a. a. O.

7. Juli 1499

Schreiben der Drei Bünde [an Graf Georg III. von Werdenberg-Sargans, Herr zu Ortenstein und an die Gemeinde Tomils?] betreffend die Bitte, die vereinbarte Anzahl Landsknechte zur Sicherung der Luziensteig zu schicken, nachdem die Eidgenossen abgezogen sind.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 85-86 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

9. Juli 1499

Die Tagsatzung in Luzern beschliesst, in der Angelegenheit Ludwig von Brandis bei den eidgenössischen Orten und den Bundesgenossen in Bünden Erkundigungen über dessen Verhalten gegenüber den Eidgenossen einzuziehen.

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Zürich  – Signatur: StaatsA Luzern, Luzernerabschiedesammlung C. 112; StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede III. 69 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 620ff., Nr. 656] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

18. Juli 1499

Hans Karle, derzeit Hauptmann in Maienfeld, gibt den Vertretern der Eidgenossen Hans Kretz von Unterwalden, Vogt in Sargans, und dem Vogt Huser von Glarus auf deren Ersuchen Auskunft über die mit Ludwig von Brandis gepflogenen Verhandlungen bezüglich der auf der Luziensteig von den Bündnern errichteten Letze.

Archiv: Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Zürich (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Jecklin, Schwabenkrieg, 232] – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

23. Juli 1499 (1)

Die Tagsatzung in Zürich beschliesst, Ludwig von Brandis aufgrund der darüber eingezogenen Kundschaften als Feind zu betrachten, wobei ihm jedoch auf Bitte Berns die Möglichkeit zugestanden wird, Gnade bei den Eidgenossen zu begehren, um ein gütliches Übereinkommen zu erlangen; seine diesbezügliche Stellungnahme soll Ludwig von Brandis auf der Tagsatzung in Schaffhausen bekanntgeben.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 389 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 624ff., Nr. 657] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

23. Juli 1499 (2)

Die Tagsatzung in Zürich legt das von Ludwig von Brandis gestellte, von Bern unterstützte Gnadengesuch den eidgenössischen Boten zur Vernehmlassung vor und erlaubt ihm, bis zur Erledigung der Angelegenheit seinen Aufenthalt in Bern zu nehmen.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 389 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 624ff., Nr. 657] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

1.-31. August 1499

Mit Erlaubnis der eidgenössischen Tagsatzung nimmt der in Luzern inhaftierte Ludwig von Brandis bis zur Erledigung seiner Angelegenheit seinen Aufenthalt in Bern.

Regest: LUB II (cg) n. Bütler, Brandis, S. 142 (Anm. 1) – Quelle: Anselm, Berner Chronik II, S. 255 [zit. n. Bütler a. a. O.].

6.-18. August 1499

In den seinen Unterhändlern zu den Friedensverhandlungen in Basel mitgegebenen Instruktionen beschwert sich König Maximilian I. u. a., dass die Schweizer die Reichsstrasse über die St. Luzisteig gesperrt und den Freiherren von Brandis gefangen genommen und dessen Schloss und Dörfer teilweise verbrannt hätten und es dadurch zum Krieg mit den Schweizern gekommen sei.

Archiv: Österreichisches Staatsarchiv: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) – Signatur: HHStA Wien (in einem Paket, dat. 31. Aug. 1499) [zit. n. Thommen, Urk. aus österr. A V, 334 (I)]; HHStA Wien, Urkundenreihe (liegt bei 1499 September 22 Basel, fol. 6-12) [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9386a, S. 93f.] – Or. (Pap.) – Druck: Thommen a. a. O. – Regest: LUB II (cg) n. Thommen a. a. O.

22. August 1499 (1)

Einige aus dem Sarganserland und Graubünden stammende Landsnechte aus der in Maienfeld stationierten Besatzungstruppe rauben denen von Schaan, Vaduz und Triesen ihr Kleinvieh, treiben 400 Kühe aus deren Alpen fort und teilen die geraubte Viehhabe untereinander auf; auf Klage der Frauen, sie hätten doch den Eidgenossen geschworen und stünden noch in Eidespflicht, werden ihnen 100 Kühe wieder zurückgegeben.

Archiv: Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB Chur, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 35f. – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O. – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 329 (298).

22. August 1499 (2)

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an den Vogt und die Geschworenen zu Zizers betreffend die Bitte, bei der Wiedererlangung und Rückgabe des [von Landsknechten aus dem Sarganserland] aus den Alpen von Schaan, Vaduz und Triesen geraubten Viehs behilflich zu sein, da diese Leute ja den Eidgenossen und den Drei Bünden geschworen hätten. [Konzept]

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 135 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

23. August 1499

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an Graf Georg [III.] von Werdenberg-Sargans [Herr zu Ortenstein] und an die Gemeinde Tomils betreffend die Bitte, bei der Wiedererlangung und Rückgabe des von Landsknechten aus dem Sarganserland aus den Alpen von Schaan, Vaduz und Triesen geraubten Viehs behilflich zu sein, da diese Leute ja den Eidgenossen und den Drei Bünden geschworen hätten.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 134 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

24. August 1499

Schreiben von Hauptmann Hans Senti an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die Informierung über die vom Vaduzer Landammann geforderte Rückgabe des geraubten Viehs und die Zustellung eines Schreibens von Hans Kretz von Unterwalden, Landvogt der Sieben Orte im Sarganserland, und Hans Murer von Luzern, Lanvogt der Grafschaft Werdenberg und der Herrschaft Wartau, an die Hauptleute und Fähnrich in Bünden, in welchem sich die Vaduzer und Schaaner bei ihnen über das aus ihren Alpen von den Bündnern weggetriebene Vieh beschweren, obwohl diese als Untertanen gegenüber den Bündnern und Eidgenossen geschworen hätten und sie daher um Rückgabe des geraubten Viehs bitten.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.211 – Or. (Pap.) –  Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 234, Nr. 242.

26. August 1499

Ein Trupp königlicher Landsknechte zieht von Feldkirch nach Schaan und Vaduz, setzt über den Rhein und raubt in Wartau und Azmoos Vieh und vergeltet auf diese Weise den durch die Raubzüge der Eidgenossen und Bündner erlittenen Schaden.

Archiv: Kantonsbibliothek Chur – Signatur: KantonsB Chur, Archiv Planta (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Acta des Tirolerkiegs, S. Vf.] – Abschr. – Druck: Acta a. a. O., S. 36 – Regest: LUB II (cg) n. Acta a. a. O. – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 329 (298).

30. August 1499

Schreiben von Hans von Königsegg, Vogt in Feldkirch, an König Maximilian betreffend die Bitte um Instruktion, ob er, wie seinerzeit in Lindau vom König befohlen, Schloss und Herrschaft Vaduz besetzen solle, da der Krieg in Basel nun beigelegt worden sei.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Maximiliana-Akten I/41, fol. 288 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 13720, S. 776] – Or. (Pap.) – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

nach 22. September 1499

Verena von Brandis, Witwe des 1493 verstorbenen Alwig [VIII.] von Sulz, erneuert zusammen mit ihren Söhnen Rudolf und Wolf Hermann von Sulz das Burgrecht mit der Stadt Zürich.

Regest: LUB II (cg) n. Bütler, Brandis, S. 127 – Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 255; Brennwald, Schweizerchronik II, S. 466 – Lit.: Egli, Der ausgestorbene Adel von Zürich S. 181.

28. September 1499

Schreiben von Ulrich von Ramschwag, Vogt auf Gutenberg, an Bürgermeister und Rat von Chur betreffend die Bestätigung der erhaltenen Nachricht über den in Basel von den Konfliktparteien geschlossenen Frieden, an den er sich halten werde.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.212 – Or. (Pap.) – Edition: LUB II (digital) – Regest: LUB II (cg); Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 241, Nr. 251.

1. Oktober 1499 (1)

Schreiben der in Chur inhaftierten Brüder Sigmund und Thüring von Brandis an Hans Janick, Landrichter des Oberen (Grauen) Bundes, betreffend die Bitte um ihre Freilassung, da der König die gefangenen Bündner auch freigelassen habe, und um Entlassung ihrer Untertanen aus den den drei Bünden geschworenen Eiden.

Archiv: Staatsarchiv Graubünden Chur – Signatur: StaatsA Graubünden Chur, A II/LA 1/Nr. 161 – Or. (Pap.) – Druck: Kind, Schwabenkrieg, Rätia III, S. 180f. – Edition: LUB II digital – Regest: Landesakten Drei Bünde, S. 46, 1/Nr. 161; Jecklin, Schwabenkrieg, II. Teil, S. 241, Nr. 253.

1. Oktober 1499 (2)

Schreiben der Regentschaft des Bistums Chur an die Vertreter des Königs in Feldkirch betreffend die Bitte, das Präsentationsrecht der dem Kloster St. Luzi in Chur inkorporierten Pfarrei Bendern nicht zu beeinträchtigen.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 172 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

7. Oktober 1499 (1)

Die Tagsatzung in Zürich beschliesst auf Bitte des Freiherrn Ulrich von Sax, Ludwig von Brandis in der Haft zu behalten bis auch der [von Eitelfriedrich von Zollern und Dietrich von Blumenegg bei einem Streifzug gefangengenommene Rudolf von Rappenstein, Herr von Sulzberg, Landammann zu Appenzell, genannt] Mötteli freigelassen wird.

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 408; StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede III. 81 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 636ff., Nr. 666] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

7. Oktober 1499 (2)

Die Tagsatzung in Zürich bestätigt ein Schreiben an den Hauptmann [der schwäbischen Bundestruppen] Konrad von Schellenberg, worin dieser aufgefordert wird, den Friedensschluss, in den auch die Stadt Rottweil einbezogen wurde, zu halten.

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Ab-schiede C. 408; StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede III. 81 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 636ff., Nr. 666] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

21. Oktober 1499

Schreiben von König Maximilian an den Grafen Eitelfritz von Zollern betreffend die Aufforderung, seinen Gefangenen Mottele gemäss den im Frieden zu Basel getroffenen Vereinbarungen gegen ein angemessenes Kostgeld freizulassen, damit die Schweizer ihren Gefangenen, Ludwig von Brandis, freilassen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Maximiliana-Akten I/41, fol. 307 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9471, S. 108] – Konzept – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

28. Oktober 1499

Der Feldkircher Hubmeister Heinrich Putsch erlässt zusammen mit dem Stadtammann Rudolf Rainolt, dem Landrichter Michel Rad, dem Ratsherrn Hans Boller, dem Zoller Hans Kessler und Hans Metzler zur Regelung des Güterverkehrs für die Strecke zwischen Feldkirch und Maienfeld eine Rodordnung. Mit Zusätzen aus den Jahren 1544? und 1556.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, Schä U19 – Abschr? (Pap.) – Druck: Biedermann, Rod- und Fuhrwesen, S. 144f. – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Schädler, Reg. Urk. Sammlung, 19 – Lit.: Biedermann a. a. O., S. 65; Schatzmann, Rodordnung 1499, S. 211-237.

10. November 1499

Hans Auberlin Öhri und seine Ehefrau Anna Dolder (Tuldin) von Vilters, Bürger von Chur, bestätigen, von Johannes Spanger, Pfarrer der St. Regula Pfarrkirche in Chur, mit Einverständnis des Dompropstes Johannes von Brandis zwei Wiesen in Masans und einen Acker beim Obertor in Chur gegen einen Zins von einem Pfund und 5 Schilling Pfennig sowie einen Zins im Wert von einem Scheffel Gerstenkorn und den betreffenden Fruchtzehnten zu Erblehen erhalten zu haben.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, A I/1.42.02 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

12. November 1499

Schreiben von Ulrich von Ramschwag (Vogt auf Gutenberg) an die Ratsboten der Drei Bünde betreffend die Versicherung, gute Nachbarschaft mit ihnen halten zu wollen, es sei daher bezüglich des angeblich von seinen Knechten misshandelten aus dem Prättigau stammenden Knechtes, der von Feldkirch kommend in einem Wirtshaus in Balzers sich über die Anzahl der von ihm in der Schlacht bei Frastanz und im Walgau erschlagenen Feinde gerühmt habe, auf beiden Seiten dafür zu sorgen, dass solche Prahlereien hinsichtlich des vergangenen Krieges unterlassen würden.

Archiv: Stadtarchiv Chur – Signatur: StadtA Chur, RA. 1499.123 – Or. (Pap.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

13. November 1499

Die Tagsatzung in Luzern bestätigt ein Schreiben an König Maximilian, worin dieser u. a. gebeten wird, den Herrn von Zorn [Zollern?] anzuweisen, den Gefangenen Rudolf von Rappenstein, genannt Mötteli ohne die verlangte Schatzungssumme freizulassen, da gemäss Friedensschluss [von Basel] die Gefangenen ohne Entgelt freizulassen seien, ansonsten sie den im Austausch gegen den Mötteli freigelassenen Ludwig von Brandis auch in Eidespflicht behalten würden.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Luzernerabschiedesammlung C. 116 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 644ff., Nr. 668] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

25. November 1499

Die Tagsatzung in Basel bestätigt die Vereinbarung, wonach die Anwälte König Maximilians bei den Grafen von Zollern die Freilassung von Rudolf von Rappenstein genannt Mötteli gegen ein bescheidenes "Atzungsgeld" zu erwirken und die Aufhebung der vom Mötteli für seine Freilassung ausgestellte Verschreibung von 400 Gulden zu erreichen versuchen, ansonsten man auch den freigelassenen Ludwig von Brandis wieder zurückfordern werde.

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Züich; Staatsarchiv Bern; Staatsarchiv Freiburg – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 449; StaatsA Zürich, Allgemeine Abschiede III. 110; StaatsA Bern, Allgemeine eidgenössische Abschiede G. 513; StaatsA Freiburg, Abschiedband Nr. 2 [zit. n. Eidg. Abschiede III/1, S. 649ff., Nr. 670] – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede a. a. O.

ca. Dezember 1499

Der bis August in Luzern inhaftierte, dann auf seine und auf Bitten Berns in ihre Stadt verbrachte Ludwig von Brandis wird zusammen mit seinen in Chur bei ihrem Bruder, dem Dompropst Johannes von Brandis, in Arrest gehaltenen Brüdern Sigmund [II.], Thüring [IV.] und Wolfgang im Austausch gegen Rudolf von Rappenstein genannt Mötteli freigelassen.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 255 – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

6. Dezember 1499

Die Tagsatzung in Frauenfeld beschliesst die gemäss dem Basler Frieden vorgeschriebene Freilassung von Ludwig und Sigmund [II.] von Brandis, deren Wiedereinsetzung in die Herrschaftsrechte der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Maienfeld sowie die Entlassung ihrer Untertanen aus den den Eidgenossen geschworenen Eiden.

Archiv: Staatsarchiv Luzern – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede C. 455 – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede III/1, S. 652ff., Nr. 672.

13. Dezember 1499

Die in Frauenfeld versammelten Sendboten und Ratsherren der eidgenössischen Tagsatzung übergeben dem Ludwig von Brandis auf Ersuchen seines Vertreters Jakob Zwincker von Bischofszell die während des Schwabenkrieges entzogene Grafschaft Vaduz und verpflichten die Untertanen, dem Brandiser erneut zu huldigen, nachdem sie diese aus ihren gegenüber den Eidgenossen geleisteten Eiden entlassen haben.

Archiv: Liechtensteinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, U18 – Or. (Pg.) – Druck: Seger, Herrschaftsübergang, S. 28f. (Auszug) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); Ospelt, Reg. RegierungsA, JBL 26, 8 – Lit.: Bütler, Brandis, S. 142f.; Kaiser/Brunhart 1, S. 330f. (299).

30. Dezember

1499 Schreiben von König Maximilian an die Raitkammer in Innsbruck und an den Kammermeisteramtsverweser Ulrich Möringer in Innsbruck betreffend den Auftrag, dem Hubmeister in Felkirch aufzutragen, seinem Pfleger zu Gutenberg, Ulrich von Ramschwag, für 100 Gulden Proviant zu liefern.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Geschäft von Hof 1500, fol. 2. [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9649, S. 135] – Eintrag – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

1499 (1)

Bericht über die durch Verrat erfolgte Einnahme der Stadt Maienfeld durch Nigg von Brandis und Wolf Ort, die später durch den Henker von Luzern enthauptet werden; Rückeroberung von Maienfeld durch die miteinander verbündeten Bündner und Eidgenossen, wobei 400 Gefangene gemacht werden; Einnahme der Lezi auf der Luziensteig, Zug nach Triesen, wo ca. 200 Feinde erschlagen werden, und nach Vaduz, wo das Schloss verbrannt wird und sich Ludwig von Brandis freiwillig ergibt und vorerst nach Luzern, später nach Bern, wo er Bürger ist, in die Gefangenschaft abgeführt wird.

Bibliothek: Stadtbibliothek Luzern – Signatur: Stadtb. Luzern, II. 126 [zit. n. Feer, Chronickwürdige sachen, Einleitung, S. 132] – Druck: Feer a. a. O., S. 138f. – Regest: LUB II (cg) n. Feer a. a. O.

1499 (2)

In einem Lied über den Schwabenkrieg wird Bezug genommen auf die Besetzung von Maienfeld durch die schwäbischen Bundestruppen und die Rückeroberung durch die Eidgenossen und der mit ihnen verbündeten Bündner und die Vertreibung der kaiserlichen Truppen von der St. Luziensteig, deren Verfolgung über Balzers und Triesen bis nach Vaduz.

Druck: Anselm, Berner Chronik II, S. 256ff. – Regest: LUB II (cg) n. Anselm a. a. O.

2. Januar 1500

Maximilian I. befiehlt dem Heinrich Butsch, Hubmeister in Feldkirch, Ulrich von Ramschwag für 100 Gulden "profand und speis" auf Rechnung und in Abschlag seiner Schulden auf das Schloss [Gutenberg] zu geben, da dieser laut Bericht an die kaiserliche Majestät daran Mangel leide.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Embieten und Befelh 1500, fol. 2v. [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 13896, S. 817] – Eintrag – Regest: Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 117; Reg. Imp. a. a. O.

8. Januar 1500

"kk. Auf Bitte Luzerns werden die Leute in der Grafschaft Werdenberg der Eide entlassen. Und da es sich beklagt, es seien ihm etliche Büchsen da entwert worden, mag es selbe suchen. Wenn es sie findet, so sollen sie ihm wieder werden, ebenso uns Eidgenossen diejenigen Büchsen, welche von Vaduz und über den Rhein dahin gekommen sein sollen."

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Bern; Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede D.8; StaatsA Bern, Allgemeine Eidgenössische Abschiede G. 553; StaatsA Zürich, Abschiedesammlung III. 120.; V. 274 und Tschudische Sammlung – Regest: Eidg. Abschiede III/2, S. 3ff., Nr. 1.

14. Januar 1500

Die Regentschaft des Bistums Chur gewährt dem Hans Nikolaus [von] Brandis und seinen drei Begleitern einen Aufenthalt "in des stiffts oberkait ain monat ze wonen" um seine Angelegenheiten zu regeln.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 255 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

22. Januar 1500

[Schreiben von] Propst [Johannes von Brandis], Dekan und Kapitel des Stifts Chur an [Bürgermeister und Rat der Stadt] Zürich.

Sie danken für die Bemühungen um einen Ausgleich zwischen dem Bischof von Chur und den III Bünden. Da aber die Angelegenheit zu grossem Schaden des Stiftes sich in die Länge zieht, mögen Bürgermeister und Rat von Zürich mit Rücksicht auf die billigen Forderungen des Bischofs und das Interesse des Stiftes als getreue Mitbürger in ihren ernstlichen Bemühungen um die Wiedereinsetzung des Bischofs nicht nachlassen.

Archiv: Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Zürich (ohne weitere Signatur-Angabe) [zit. n. Jecklin, Schwabenkrieg, 259] – Or. (Pap.) – Druck: Jecklin a. a. O. – Regest: Büchi, Aktenstücke, 607.

4. Februar 1500 (1)

"k. Das Schatzgeld, welches vom Ammann von Vaduz und seinen Gesellen hinter den Vogt Hauser von Glarus gekommen ist, aber von einigen besondern Personen von Zug angesprochen wird, soll auf den nächsten Tag nach Zürich gebracht werden. Inzwischen soll man sich beraten, ob man solche Schatzgelder an gemeiner Eidgenossen Kosten nehmen oder sie besondern Personen lassen wolle."

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Bern; Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Luzern, Allgemeine Abschiede D.13; StaatsA Bern, Allgemeine Eidgenössische Abschiede G. 573; StaatsA Zürich, Abschiedesammlung III. 132 – Regest: Eidg. Abschiede III/2, S. 7ff., Nr. 2.

4. Februar 1500 (2)

Die Brüder Sigmund, der Churer Dompropst Johannes und Ludwig von Brandis bestätigen der Gemeinde Fläsch die von ihren Vorfahren ausgestellten Freiheitsbriefe, nachdem ihnen die von den Eidgenossen und Bündnern im Schwabenkrieg von 1499  entrissene Herrschaft Maienfeld wieder zugesprochen worden war.

Archiv: Gemeindearchiv Fläsch – Signatur: GemA Fläsch, Nr. 23 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); LLA, Karteikasten GemA Fläsch.

4. Februar 1500 (3)

Rudolf von Sulz und Sigmund von Brandis versprechen Ludwig von Brandis für seine Mitbürgschaft für eine Schuld von insgesamt 5000 Gulden gegenüber Klementa von Kastelwart, geborene Gräfin von Montfort, mit ihrem ganzen Besitz zu haften..

Archiv: Staatsarchiv Třeboň (Wittingau, Tschechien) – Signatur: StaatsA Třeboň, CizÍ Rody, Registratura Nr. 218 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

18. Februar 1500

Schreiben König Maximilians an die Raitkammer in Innsbruck betreffend die Aufforderung, ihm die nötigen Urkunden für die seinem Vogt auf Schloss Gutenberg, Ulrich von Ramschwag, für seine treuen Dienste während des Schwaben/Schweizer Krieges zusäzlich zur Burghut versprochenen 50 Gulden auszustellen sowie mit diesem über die den Kriegsknechten auf Gutenberg geschuldete Summe abzurechnen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Geschäft von Hof 1500, fol. 27v f. [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9909, S. 173] – Eintrag – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.; Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 118.

24. Februar 1500

Schreiben König Maximilians an die Raitkammer in Innsbruck betreffend die Aufforderung, ihm die nötigen Urkunden auszustellen für die dem Sohn Ulrichs von Ramschwag, seines Vogtes auf Schloss Gutenberg, für die von ihnen beiden geleisteten treuen Dienste während des Schwaben/Schweizer Krieges versprochene Überlassung der Burghut für drei Jahre nach dem Tode seines Vaters.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Geschäft von Hof 1500, fol. 31 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9935, S. 176] Eintrag – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.; Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 118.

27. Februar 1500 (1)

König Maximilian verspricht Donat, dem Sohn seines Vogtes auf Schloss Gutenberg, Ulrich von Ramschwag, für die von ihnen beiden geleisteten treuen Dienste während des Schwaben/Schweizer Krieges die Burghut auf Schloss Gutenberg zu den gleichen Bedingungen wie seinem Vater nach dessen Tod für drei Jahre zu überlassen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Bekennen 1499-1501 / Raitkammer Bekennen 1500, fol. 79v f. [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9956, S. 178] – Eintrag – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.; Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 117; 7a, S. 775.

27. Februar 1500 (2)

König Maximilian verspricht seinem Vogt auf Schloss Gutenberg, Ulrich von Ramschwag, für seine treuen Dienste und sein redliches Verhalten während des Schwaben/Schweizer Krieges zu der 50 Gulden betragenden Burghut eine Aufbesserung von zusätzlich 50 Gulden bis zu seinem Tode.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Bekennen 1499-1501 / Raitkammer Bekennen 1500, fol. 80 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 9957, S. 178] – Eintrag – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.; Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 117; 7a,  S. 775.

3. März 1500

Ludwig von Brandis verleiht auf Bitte dem Bartholomäus Rainolt, Bürger von Feldkirch, die diesem und dessen Vorfahren bereits von seinen Vorfahren zu Lehen ausgegebene Mühle, Stampf- und Sägemühle sowie zwei Äcker in Ludesch.

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, Nr. 6883 (Reichsherrschaft Blumenegg) – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital (Auszug) – Regest: LUB II (cg).

24. März 1500

Graf Ulrich von Montfort-Tettnang vermittelt in dem zwischen den Brüdern, dem Churer Dompropst Johannes, dem Deutschordensritter Wolfgang, Sigmund und Thüring von Brandis und ihrer Schwester Verena verwitwete Gräfin von Sulz einerseits, und Klementa Gräfin von Montfort-Werdenberg verwitwete von Kastelwart andererseits entstandenen Konflikt um die Ehe- und Mitgiftverträge der beiden Witwen.

Archiv: Staatsarchiv Třeboň (Wittingau, Tschechien) – Signatur: StaatsA Třeboň, CizÍ Rody Nr. 295 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

28. April 1500

Statthalter und Räte der Raitkammer zu Innsbruck unterrichten die Hofkammer, dass sie Ulrich von Ramschwag die erbetene finanzielle Unterstützung nicht gewähren können.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Missiven 1500, fol. 23-23v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 119] – Regest: Auer a. a. O.

29. April 1500

In einem Schuldbrief wird Heinrich Vaistli als Zins-Empfänger von Churer Bürgern genannt.

Archiv: Bischöfliches Archiv Chur – Signatur: BAC, Mappe 39 [zit. n. Jecklin, Kanzleiakten, Vorwort, S. III] – Druck: Jecklin a. a. O., 296 – Regest: LUB II (cg) n. Jecklin a. a. O.

8. Mai 1500

Beschaid der Raitkammer an Donat von Ramschwag, dass der Büchsenmeister Simon Dorn wieder zu ihm geschickt werde, bis sein Vater Ulrich von Ramschwag von Ötting her nach Insbruck komme, um sich mit diesem zu bereden, wie er den Büchsenmeister in Zukunft unterhalten solle.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Missiven 1500, fol. 28v-29 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 119] – Regest: Auer a. a. O.

17. Mai 1500 (1)

Maximilian I. befiehlt dem Franz Schenck [v. Schenckenstein], Vogt zu Bludenz, Ulrich Ramschwag die 200 Gulden betragende Burghut auszuzahlen und sie nicht länger zurückzuhalten.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Emb. u. Bef. 1500, fol. 95 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 117]  – Regest: Auer a. a. O.

17. Mai 1500 (2)

Die Raitkammer unterrichtet Paul von Liechtenstein, Marschall des Regiments (Regierung) zu Innsbruck, über den Besuch des Ulrich von Ramschwag in der Stadt und über seine Bitte um Geld, damit er seine [Kriegs-]Knechte abfertigen und das Schloss [Gutenberg] wieder etwas herrichten könne. Die Raitkammer bittet den Marschall, sich beim Kaiser dafür zu verwenden, da es ihr "in vermugen nit ist".

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Missiven 1500, fol. 37-37v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 119] – Regest: Auer a. a. O.

17. Mai 1500 (3)

Die Raitkammer schickt ein Bittschreiben betreffend das Gesuch von Ulrich von Ramschwag um finanzielle Unterstützung  an Maximilian  I. [vgl. Schreiben v. 17. Mai 1500 (2)]

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Missiven 1500, fol. 38 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 119] – Regest: Auer a. a. O.

20. Mai 1500

Die Raitkammer wendet sich an Jorg Gossenbrot, Rat und Pfleger zu Erenberg, um Hilfe für Ulrich von Ramschwag.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Missiven 1500, fol. 38v-39 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 119] – Regest: Auer a. a. O.

21. Mai 1500

Maximilian I. antwortet den Kammerräten, dass auf das Begehren des Ulrich von Ramschwag, das Schloss Guttenberg besser zu versehen, derzeit nicht eingegangen werden könne.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Geschäft von Hof 1500, fol. 76v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 118] – Regest: Auer a. a. O.

11. Juni 1500

Maximilian I. befiehlt der Raitkammer, die finanziellen Forderungen des Ulrich von Ramschwag zu erfüllen, wie es ihr zustehe, und nicht an seine Hofkammer zu verweisen, Ulrich von Ramschwag benötige das Geld dringend, damit "die erschossen dächer [der Burg Gutenberg] widerumb aufgericht unnd gemacht werden".

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Geschäft von Hof 1500, fol. 91-91v [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 118] – Regest: Auer a. a. O.

27. Juni 1500

Maximilian I. befiehlt dem Salzmair zu Hall, dem Ulrich von Ramschwag "zu notdurft des paws an demselben unnserm slos [Gutenberg]" 50 Gulden zu geben, da die Kammer zu Innsbruck mit anderen Geschäften beladen sei, ihm und der Landschaft aber viel an dem Schloss liege.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Emb. u. Bef. 1500, fol. 122v-123 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 117] – Regest: Auer a. a. O.

23. September 1500

Die Raitkammer verständigt Ulrich von Ramschwag davon, dass für ihn 200 Gulden bei Jörg Gossenbrot für seine grösste Notdurft bereitliegen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Missiven 1500, fol. 86 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 119] – Regest: Auer a. a. O.

5. Oktober 1500

Die Tagsatzung in Luzern befiehlt Ludwig von Brandis, sich an der nächsten Tagsatzung gegen die ihm gegenüber vorgebrachten Forderungen zu verantworten und fordert den Herrn von Sax auf, brandisische Untertanen, die die Eidgenossen beleidigten, anzuzeigen.

Archiv: Staatsarchiv Luzern; Staatsarchiv Bern; Staatsarchiv Zürich – Signatur: StaatsA Luzern, Luzerner Abschiede C. 124; StaatsA Bern, Allgemeine Eidgenössische Abschiede H. 220; StaatsA Zürich, Abschiede VI. 432 – Regest: LUB II (cg) n. Eidg. Abschiede III/2, S. 70ff., Nr. 31.

19. Oktober 1500

Schreiben König Maximilians an die Statthalter und Räte der Hofkammer und Raitkammer in Innsbruck betreffend die Aufforderung, seinem Pfleger auf Burg Sigmundsburg, Sigmund von Brandis, seine bisherige Burghut auf 200 Gulden zu erhöhen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Geschäft von Hof 1500, fol. 196 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/1, 11090, S. 346] – Eintrag – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

27. Oktober 1500

Hans von Königsegg (Küngseck), Vogt zu Feldkirch, Ulrich von Ramschwag, Vogt auf Gutenberg, Johannes Götzner und Jakob Wittenbach, Bürger von Feldkirch, bekennen, dass sie als Räte und Machtboten des Königs [Maximilian I.], die Vereinigung, die sie in den vergangenen Tagen mit Conradin von Marmels zu Rhäzüns, derzeitiger bischöflicher Statthalter am bischöflichen Hof in Chur, Domdekan Konrat von Marmels als Vertreter der Domkapitels, Bürgermeister Jos vom Rin von Chur, Jakob Prevost (Provost) von Bergell (Pregell), Hans von Marmels, Vogt zu Fürstenau, Adam von Juvalt, Ammann zu Zuoz, Konrat Planta (Plannt), Hauptmann auf Fürstenburg, Hans Hildebrand von Schlanders, derzeitiger "gotzhusrichter", Nut Lang (Long), Ammann in Tiefenkastel, Claus Züllt von Bergün und Hans Tungin von Zizers als Machtboten des Gotteshausbundes, sowie mit Claus Beeli (Belin), Vogt zu Belfort, derzeitiger Landammann zu Davos, Ulrich Fissel (Visseln), derzeitiger Richter zu Malans, und Heinrich Roffner von Castels als Machtboten des Zehngerichtenbundes abgeredet haben, zum Datum dieses Briefes beschlossen und versprochen haben, dass der König diesen Vertrag zum Neujahrstag verbriefen und besiegeln werde. Es siegeln Hans von Königsegg und Ulrich von Ramschwag.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Parteibriefe P. 2518 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Liechtenstein, 9a, S. 1128f.] – Or. (Pg.) – Regest: Auer a. a. O.

29. Oktober 1500

Schreiben König Maximilians an den Zöllner an der Töll, seinem Pfleger auf Burg Sigmundsburg, Jörg von Brandis, künftig jährlich für die um 60 Gulden aufgebesserte Burghut zu Quatemberzeiten 200 Gulden aus dem Zoll zu zahlen.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Embieten und Befelh 1500, fol. 190 [zit. n. Reg. Imp. XIV/3/2, 14552, S. 930] – Eintrag – Regest: LUB II (cg) n. Reg. Imp. a. a. O.

2. November 1500

Fünfzehn Kardinäle erteilen auf Bitten von Albert und Georg Wolf, Christoph Fritz, Gabriel Frick, Nikolaus Schmid und Ludwig von Dux den Besuchern der St. Lorenzkirche in Schaan Ablass.

Archiv: Pfarrarchiv Schaan – Signatur: PfarrA S, U5 – Or. (Pg.) – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg) – Lit.: Kaiser/Brunhart 1, S. 179; Büchel, Pfarrei Schaan, S. 57.

4. Dezember 1500

Schultheiss und Rat von Sargans entscheiden die zwischen den beiden Kirchspielen Buchs und Sevelen einerseits und der Gemeinde Balzers andererseits herrschenden  Nutzungskonflikte auf den Alpen Valteusch und Laftina und regeln das beiden Konfliktparteien zustehende Schneefluchtrecht.

Archiv: Ortsgemeindearchiv Sevelen; Ortsgemeindearchiv Mels – Signatur: OrtsgemeindeA Sevelen, 1. Paket I, Nr. 3 [zit. n. OrtsgemeindeA Sevelen Archiv-Register, S. 2]; Signatur: OrtsgemA Mels (ohne weitere Signatur-Angabe) – 2 Or. (Pg.) – Druck: Litscher, Alpkorporationen, S. 125ff. – Abschrift: OrtsgemeindeA Sevelen, 1. Buch (Urkundenabschriften) S. 103f. [zit. n. OrtsgemeindeA Sevelen Archiv-Register, S. 1].

28. Dezember 1500

Maximilian I. befiehlt der Kammer (Regierung) zu Innsbruck, den Hubmeister in Feldkirch anzuweisen, dem Ulrich von Ramschwag für die ihm zugesagten 100 Gulden Proviant und Speise zu überantworten.

Archiv: Tiroler Landesarchiv (Innsbruck) – Signatur: TLA, Kanzlei-(Kopial-)bücher, Jüngere Reihe, o.ö. Kammer (1496-1796), Geschäft von Hof 1500, fol. 2 [zit. n. Auer, Regestensammlung TLA Gutenberg, 2a, S. 118] – Regest: Auer a. a. O.

1500 (Monats- und Tagesangabe zerstört)

Ulrich Vogt vermacht seine in Balzers gelegenen Güter an Ulrich von Ramschwag und dessen Frau Elisabeth geborene von Marmels, die dafür für seinen Lebensunterhalt aufzukommen haben.

Archiv: Liechtenstinisches Landesarchiv (Vaduz) – Signatur: LLA, U67b – Or. (Pg.), ca. ein Drittel der Urkunde fehlt – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).

ca. 1500 (1)

Urbar der Kirche Fläsch.

Archiv: Gemeindearchiv Fläsch – Signatur: GemA Fläsch, Nr. 25 – Regest: LLA, Karteikasten GemA Fläsch.

ca. 1500 (2)

Ein Freiherr von Brandis fordert von den Leuten zu St. Gerold nach dem Schwabenkrieg eine Brandschatzungssumme. [?]

Archiv: Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz) – Signatur: VLA, RH. Blumenegg Akten 1351-1836, Schachtel 13, Tit.. 24 (Regest?) [zit. n. Tiefenthaler, Blumenegg Akten 1351-1836, S. 8] – Regest: LUB II (cg) n. Tiefenthaler a. a. O.

1500-1527

Alte Urbarauszüge betreffend die Zehnten der Gemeinden Sennwald und Salez ["Auszug aus alten rodelen der zehenden beeder Sennwaldt und Saletz, ehe sie unbillicklich in die hende der unnglaubigen kommen"].

Archiv: Pfarrarchiv Bendern – Signatur: PfarrA Be, Nr. 27/6a – undat. Abschr. (Pap.) – Druck: Büchel, Urk. PfarrA Bendern, S. 97f. – Abschrift: PfarrA Be, Nr. 27/6b (Abschr. v. 11. Febr. 1772).

1500-1550

Eintrag betreffend die Jahrzeitstiftung für Ulrich von Brandis, seine Eltern Wolfhart und Verena geb. von Werdenberg und seine beiden Frauen, Verena geb. von Zimmern und Katharina (Praxedis) geb. von Helfenstein.

Archiv: Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StadtA Maienfeld, B 8 (Zinsrodel der Kirche Maienfeld) – Or. (Pap.) – Titelvermerk von Landammann Heinrich Gugelberg von Moos: Zinsrodel der Kirche zu Maienfeld. Erste Hälfte des XVI. s. – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); LLA, Karteikasten StadtA Maienfeld (Bücher).

1500-1550

Eintrag betreffend die Jahrzeitstiftung der Herren von Brandis, namentlich des Wolfhart von Brandis, und des Jakob Gutenberger.

Archiv: Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StadtA Maienfeld, B 9 (Zinsrodel der Kirche Maienfeld) – Or. (Pap.) – Titelvermerk von Landammann Heinrich Gugelberg von Moos: Regystrum plebania nec non aliorum caplanorum censsuum in Mayenfeld et aliunde. Erste Hälfte des XVI. s., vorreformator. – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg); LLA, Karteikasten StadtA Maienfeld (Bücher).

1500-1600

Eintrag betreffend die als Besitzanstösser erwähnten Herren von Brandis.

Archiv: Stadtarchiv Maienfeld – Signatur: StadtA Maienfeld, Zinsrodel der Kirche St. Luzi auf der Steig, 16. Jh. – Or. (Pap.) – Titelvermerk: Sanndt Lutzis güllt – Edition: LUB II digital – Regest: LUB II (cg).